Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 10 (1934)
- Issue
- 6 (1.6.1934)
- Date
- 1934-06-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seite 8 J ü d i s c h e Schulze i t ung Nummer 6 Än unsere Leser! Hui Grund der Unordnung der Reichspressekammer vom 13. Dezember 1955, in Ziffer 5 und 4, dürfen ab 1. Ttpril 1954 Zeitschriften nicht mehr gratis geliefert werden. Der Verlag der Jüdischen Schulzeitung hat daher, diesen gesetzlichen Bestimmungen Rechnung tragend, den Bezugspreis des Blattes auf RM. 0.15 pro Nummer im Monat festgesetzt. Hb 1. Juli 1954 erfolgt daher die Zustellung der Jüdischen Schulzeitung ausschließlich durch die Post, die auch die Bezugsgebühr für jeweils ein Quartal erhebt. Wir. bitten Sie daher, die Bestellkarte, die dieser Nummer beiliegt, sofort Ihrem Briefträger zu übergeben oder sie unfrankiert in den Briefkasten zu werfen. Für Karten, die nach dem 24. Juni aufgeliefert werden, erhebt die Post eine Nachgebühr. Bezieher, die den Bezugspreis im voraus direkt beim Vereinskassierer oder Verband gezahlt haben, müssen die Bestellkarten auf alle Fälle der Post übergeben, damit sie das Blatt weiterhin zugestellt erhalten. Bereits bezahlte Beträge werden auf die Vereinsbeiträge verrechnet. Ferner müssen alle diejenigen Bezieher, für die bisher der Verband den Bezugspreis bezahlte, die Schulzeitung durch die beiliegende Bestellkarte bei der Post bestellen, da in Zukunft, durch die gesetzliche Vorschrift, die Zahlung des Bezugspreises ausschließlich durch den Leser vorgenommen werden muß. Wir machen ausdrücklich darauf aufmerksam, daß in Zukunft, auf Grund der gesetzlichen Bestimmungen, die Jüdische Schulzeitung durch die Post nur denjenigen Beziehern zu- . gestellt werden kann, die die Bestellkarte der Post übergeben haben. Verlag der Jüdischen Schulzeitung Aus dem Lehrer-Verband Der „Reichsverband der jüdischen Lehrervereine" setzt die Beiträge ab 1. Juli um 1 RM und der Preußenverband um 2 RM herab, so daß 1. die nicht preußischen Vereine an den Reichsverband statt 4 RM 3 RM zahlen, 2. und die preußischen Vereine an die Verbandskasse im ganzen 8 RM statt 10 RM zu entrichten haben. 3. Die Verteilung des Preußenbeitrages geschieht wie folgt: a) Ans Reich 3 RM statt 4 RM. b) An den" Preußenverband 1 RM statt 2 RM. c) An die Hilfskasse 4 RM unverändert. Diejenigen Verbandsmitglieder, die bereits den angeforderten Beitrag für die Ze'tung von 75 Pfennig für die Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 1934 gezahlt haben, erhalten ab 1. Juli eine Vergütung von 50 Pfennig, die sie vom Verbandsbeitrage abzuziehen berechtigt s?nd.' Diese Neufestsetzung der Beiträge kann nur unter der Voraussetzung aufrechterhalten werden, daß alle Verbandsmitglieder ihren Verpflichtungen nachkommen, indem sie die von ihrem Vereinsvorsitzenden festgesetzten Beiträge pünktlich entrichten. Ganz besonders müssen wir im Hinblick auf die .Neuregelung des Zeitungsbezuges wiederum an den Gemeinsinn der Kollegen appellieren. Wenn es dahin kommen sollte, daß' nur ein geringer Teil der Kollegen die Zeitung weiter bezieht dann ist deren Weiterbestand unmöglich — damit aber auch der Weiterbestand des Verbandes. Wir bitten darum die Vereinsvorsitzenden aufs dringendste, sich persönlich dafür einzusetzen, daß jedes Mitglied die Zeitung bezieht. Die Herabsetzung der Beiträge soll den Kollegen im Reich auch zeigen, daß die Verbandsleitung den Zeitverhältnissen Rechnung trägt und keine Politik der Thesaurierung treibt. Wir bitten um umgehende Zustimmung. Wie wir soeben erfahren, hat der Vorsitzende des Vereins Israelitischer Lehrer der Rheinprovinz und Westfalens, Herr Lehrer Katzenstein den Vorsitz niedergelegt. Der neue Vorsitzende ist Herr Rektor Buchheim. Dortmund. Wir verfehlen nicht, dem langjährigen Mitarbeiter unseren herzlichen Dank auszusprechen und wünschen dem neuen Vorsitzenden viel Glück zu seinem in heutiger Zeit doppelt verantwortlichen Posten. Literarisches Joachim Prinz: Illustrierte jüdische Geschichte. 2. Auflage. Brandussche Verlagsbuchhandlung, Berlin. Viele jüdische Menschen, die bisher keine inneren odei doch nur sehr lockere Beziehungen zu ihrer jüdischen Gemeinschaft hatten, sind jetzt durch die Wucht der Ereignisse aufgerüttelt und gezwungen worden, sich zu ihrem Judentum zu bekennen.' Diese Auflockerung kann nutzbar für die jüdische Gesamtheit aber nur dann werden, wenn der äußere Antrieb die Voraussetzung zu einer wirklich auch geistig und seelisch fundierten Eingliederung bildet. Ohne Wissen vom Judentum, ohne Verständnis seiner Eigenart, ohne Kenntnis seiner historischen Entwicklung wird es unmöglich sein, ein wirkliches Verhältnis zu dieser Gemeinschaft zu finden. Nur wenn man um die inneren und äußeren Schicksale des jüdischen Volkes vom Beginn seiner Volkwerdung an weiß, kann man die Gegenwartsprobleme des gesamten Judentums einordnen in diesen historischen Prozeß, nur dann auch wird man an allen Bestrebungen, die von lebendigem Zukunftswillen für die Erhaltung dieser jüdischen Schicksalsgemeinschaft getragen sind, inneren Anteil .nehmen. . Ä An Büchern, die geeignet sind, die zahlreichen Lücken innerhalb der jüdischen Bildung bei der Mehrzahl der deüt-