Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 8 (1932)
- Issue
- 9 (15.9.1932)
- Date
- 1932-09-15
- Page
- – (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Jüdische Schulzeituns Stummer 8 Seite 4 jEchtauw es sdiiwdiadio Ich werde dein Lob in das 1/ssaudi pinkas ham- Klassenbuch schreiben, inudtl’ko. Madduu-' lau hnchinausso Warum bist du zu heute nicht es liasdiLdiiur'haJzam vorbereitet? Awaudo-ss'dio schebbidi- Deine schriftliche Arbeit taugt sow g’ruo hi. . nichts (ist minderwertig). Oledio lichtauw aussoh . , mediodosdi. Du mußt sie aufs neue schreiben. 10. Charaktereigenschaften tauw, tuuw lew, nauadi. gut, gutherzig, gutmütig, ra. schlecht, böse. ‘ onow. bescheiden, as ponim.-diozuf. frech, unverschämt, assus ponim, diuzpo. Frechheit, Unverschämtheit, k’sdic auref, uksdion. hartnäckig, josdior, kosdier, ne-cmon aufrichtig, ehrlich, treu, ssomeadi, oles, allis. froh, fröhlich. '; . ozew. betrübt, traurig, dioruz, sdiokml. fleißig, ozel. ' träge, faul, nirpe. nachlässig, sduiuwow. ungezogen, unartig.' eredi appajim, ssawlon. langmütig, geduldig, kapdon, vagson. jähzornig, aufbrausend, sduikron. lügenhaft, odiw, m’mnuminos. höflich, ssurbdn. tiüijia. nauadi liwriaus. . sanftmütig. 17. Fehlen. Beurlaubung b) Alispar hattuhnuliin? Die Schülerzahl?- Kammo tulmidim jesdi Wieviel Schüler sind in dieser bammadil’ko hassaus? Klasse? Kmnmo dmsserim haj- Wieviel fehlen heute? . jaurn? Ali diossor? ' Lver fehlt? Aladdua lau wosso LÜarum bist du gestern nicht geesmaul? kommen? Alipp'ne ma diossarto? Warum hast du gefehlt? lleliojisso diriule? Bist du krank gewesen? llasdiodiawto bammitto? Hast du zu Bett gelegen? c) Mi kibbei r’sdius li-h’juus Wer hat Erlaubnis zu fehlen diosscr? ' bekommen? — Wer ist beur- - laubt? , Alarltlua atto lauzc l'liisdt- Warum möchtest du morgen zusdiocr niodior babbojis? hause bleiben? Oledio l'wukkesdi r’sdius Du mußt den Herrn Direktor me-ini ho-odaun ham’- um Erlaubnis bitten, nahe!. Mi sdiediqssur, olow Wer gefehlt hat, muß ein Entl'howi di'ssowJmzdoko. fchuldigungsschreiben' bringen. Im diossarto, oledio Wann du gefehlt hast, mußt du l'hiztaddok. . dich entschuldigen. ..18: Ferien c) Aud in’at, wi-h’jisscm Bald seid ihr frei, dioksdnrn. j’mc liadmufesdi boim. Die Ferien Sommer. Ilern nuis-diilim bajjauui- Sie beginnen Donnerstag, den ' - liudiumisdii, bisdilaudritten Juli, nach der dritten ' sdio h’Juli, adiarc Stunde, hasdisdio-o hasdisdi’- lisdiis. Hullmmudim sdiuw mas- Der Unterricht beginnt wieder - ' diilim bajjaum hö-r’- Mitwoch, den fünften August, wi-i, hadiumisdisdio um 8 Uhr. 1/ August, hisdimuitno sdiouusliabbauker. E’ nenni Haussen lodiem Für die Ferien gebe ich auch kol awaudo lime nichts auf. hadiaufesdi. Chisku w’lmwriu. Erholt euch gut. . J’mc diaufesdi n’imim. Angenehme Ferien! Nachschrift des Verfassers. Die Redewendungen stellen nur Beispiele dar, die natürlich auch anders geformt und — für besonders günstige Fälle — noch erweitert werden können. Sollte der zugrundeliegende Gedanke Zustimmung finden und -genügendem Interesse begegnen, dann wird es sich wohl ermöglichen lassen, die „Hebräischen Ausdrücke und Redewendungen" in Sonderdruck und mit hebräischen, Punktierten Lettern erscheinen zu lassen. Für Verb'esserungsvorschläge.wäre ich dankbar. Olam-Weltzett - (Eine Anmerkung zur Buberbibel) von Dr. Siegfried Braun. Köln. Martin Buber überseht an vielen - Stellen das Wort „olam" mit „Weltzeit", Dieser Ausdruck kehrt auch in Zusammensetzungen wieder, etwa in Iefchajahu Kapitel 54. 8 Und in Iirmejahu Kapitel 31, 2. Eine Beurteilung dieser Art von Uebertragung hat nicht nur das rein Sprachliche zu berücksichtigen, sondern auch den Gehalt an Stimmung, der in dem Ausdruck beschlossen liegt und der, so will es selbstredend auch Buber, lebendig werden soll, sobald die Worte ans Ohr dringen. Prüfen wir einmal an den oben erwähnten Beispielen, ob die Erfordernisse einer wirkungsvollen Uebertragung erfüllt find. Die Verse lauten im Urtert: „Uwediessed olam riduamtich aimar goalech adonaj.“ „Weahawath olum ahawtidx al keu mesdiaditidi dias-sed." Hierzu die Bubersche Ilebersetzung: . „Aber in Weltzeit-Huld erbarme ich mich nun Dein, spricht Dein Auslöser, Er." -„Und mit Weltzeit-Liebe liebe ich Dich, darum erstrecke'ich Dir die Huld." . Wer unbeeinflußt von vorgefaßter Meinung diese Stellen auf sich wirken läßt, wird nicht gut sagen können. Buber habe es erreicht, daß die „Verdeutschung" der beiden wundervollen Stellen dem Original „entspreche". Ganz abgesehen von dem stockigen, harten Ablauf des Wortflusses im ersten Vers, der geradezu kindlich unbeholfen erscheint gegenüber dem herrlich sicher und leicht dahinströmenden Rhythmus des Hebräischen: ganz abgesehen auch von einer unzureichenden Entsprechung im Lautbestand, der im Original vollendet gut dem Inhalt angeglichen ist. und der nur in dem Iirmejahuvers bei Buber einigermaßen hinreichende Fülle gefunden hat, scheint mir auch durchaus die Möglichkeit 311 fehlen, das zum Mitschwingen zu bringen, was dem Wort olam hier an seelischem Gehalt anhaftet. Das Wort ..Weltzeit" trägt unverkennbar den Charakter eines astronomisch-wissenschaftlichen terminus an sich, eines Ausdrucks also, der gleich vielen andern Fachbezeichnungen keinerlei besondere Stimmungsqualitäten auslöst. Man denke an „Eiszeit". „Diluvium" u. a. m. Hält man das von Luther herrührende „je und je" oder „ewig" für olam daneben, so wird sogleich einsichtig. J wer von beiden Nachbildnern des Bibelwortes das richtige getroffen hat. Hat auch der Ausdruck „ewig" durch de» j häufigen Gebrauch eine Inhaltsminderung erfahren, so vermag er gleich dem weniger abgegriffenen „je und je" doch nach-; haltig an die Seele des Hörers zu rühren. In einer lesenswerten Einführungsfchrift zur Verdeutschung des Pentateuch hat sich Martin Buber über die Grundsätze ' seiner Uebertragungsarbeit ausgesprochen. Es heißt da unter anderem: „....Wobei unter Nachformen nicht das geistwidrige -Unterfangen, eine Vorgefundene Form in andersartigem Material zu wiederholen. 31t verstehen ist, sondern ‘ das Streben, ihr in der andersgesetzlichen Sprache, in die . übertragen wird, eine Entsprechung, Entsprechungen zu schaffen. ] Deutsche Lautgestalt kann nie hebräische Lautgestalt reproduzieren. aber sie kann, aus analogem Antrieb wachsend und analoge Wirkung übend, ihr deutsch entsprechen, sie vor- ' deutschen." Das ist ohne Zweifel ein richtiges Prinzip, dessen : Befolgung allerdings dann verhängnisvoll ist. wenn es überspitzt wird. Hier liegt eine derartige Ueberspitzung vor. Eewih bedeutet olam Weltzeit: aber es bedeutet auch die ununterbrochene Fortdauer eines Verhältnisses., hier also die für alle Zukunft sichergestellte Liebe und Las nie aufhörende Erbarmen Gottes. Wenn Buber die substantivische Form