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Jüdische Schulzeitung · 1932-06-15 · 6 (15.6.1932) · page 5

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
8 (1932)
Issue
6 (15.6.1932)
Date
1932-06-15
Page
– (sequence 5)
Language
German
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Nummer 6 Jüdische Schulzeitung Seite & Hebräische Ausdrücke unb Redewendungen für den Unterricht im Hebräischen Von M. Abraham, Berlin. (Fortsetzung.) 5. Ein neuer Schüler Kumb’ni. Steh auf, mein Sohn. Bau elaj. *) Komm zu mir. . 6esdi heno. Tritt hierher. Ma sch’mecho? Wie heißt du? Leu karnrno sdiouirn Wie alt bist du? iatto? Jaum huladtecho? B’ese jaum uauladto? Ma schein owidio? ' Ma hu? Ma m’laditau? Hajesdi l’cho odi (au odiaus) b’wes <ssifr6nu? Sdiuw el m’kaumedio. Dein Geburtstag? Wann bist du geboren? Wie heißt dein Vater? Was ist er? Was ist sein Beruf? Hast du einen Bruder (oder eine Schwester) ln unserer Schule? Geh auf deinen Platz zurück. 6. H ja 11 u n g a) Isdi isch el m’kaumau. Sdieket. Jod al pe. Al t’dahber aud. b) Ha-e-n’dio jaudea es ■m’kaumedio? Kol talmid zoridi loda-as es m’kaumau. En r'sdius lattatmidim •la-asauw es m’kaumom u-l’schewes pa-am pau ufa-am pau. Mi se nvdabber schom b’li r’sdius? Olecho l’horim es jodec) Lau nisdi-alto. Al t’dabber im lau sch’al- Mi schehu rauze l’daibbdr dowor, olow l’haudia. Kum basdisdio-o «cheadabber immoch. Chakke ad schettischo-el, ad schejjisch-oludio. Al ta-as es azm’dio, k’illu lau jodato. d) Al tismöch es s’rau-aussecho. Hauz6 jod’dio mittaudi kissedio. Hannadi es jodedio al haschsdiuldion. in der Klasse Zeder auf seinen Platz. Seid still. Ruhe. Schweigt. Rede nicht mehr. Kennst du deinen Platz nicht? Zeder Schüler muß feinen Platz .wissen. -Es ist denSchülern nicht erlaubt, ihren Platz zu verlaßen und einmal hier und einmal dort zu sitzen. Wer rodet da ohne Erlaubnis? Du mußt deine Hand erheben. Du bist nicht gefragt. Sprich nicht ungefragt (wenn ich dich nicht gefragt habe). Wer etwas sagen will, muß sich melden. Steh auf, wenn ich mit dir rede. Warte, bis du gefragt wirst; bis man dich fragen wird. Tu nicht so, als ob du es nicht wüßtest. Stütz nicht deine Arme auf. Nimm die Hand aus der Tasche. Lege deine Hände auf den Tisch. 7. Bücher a) Ssimu es ssifrechem al haschschuldion, es hassiddur, es haschummosdi, es hammillaun. Pis-chu es ssifrdchem. Ajje ssifredio? Ha-en l’cho ssefer? Ssigru es ssifrechem. Maddua eil l’dio ssefer? Ssimu es ssifrechem b’jalkutediem. b) Haschodiachto es ssif- Ssifr’dio enau noki b’jausser. Halau ssifr’dio korua kullau. Lech el maudidr ss’forim u-k’nd 1’cho ssefer dio- Al l’dio l’howi ssefer im targum (schejjesdi bau ssargum-, ssefer ... Ja'ssu^om). Legt eure Bücher auf den Tisch. das Gebetbuch, den Pentateuch, das Wörterbuch. Oeffnet die Bücher. Wo ist dein Buch? Hast du kein Buch? Schließt die Bücher. Warum hast du kein Buch? Packt eure Bücher ein. Hast du dein Buch vergessen? Dein Buch sieht nicht sehr sauber aus. Dein Buch ist ja ganz zerrissen. Geh zum Buchhändler und kauf dir ein neues Buch. Du darfst kein Buch mit Ueberfetzung mitbringen. o) Eni ma-amin, ki ssifr’dio Ich glaube nicht, daß dir dein owad l’cho. Buch verloren gegangen ist. B-’waddaj hisch-atto Sicherlich hast du es zu Haufe aussau b'wdssecho. , gelassen. D’rausdi hetew umozosso. Suche ordentlich und du wirst finden. K'ro hajjaurn b'ssdfer Sieh heut bei deinem Käme» chawerecho, sdi’die- ' raden, bei deinem Nachbar, necho. ein. (Fortsetzung folgt.) Jüdisches Geistesgut in de« evangelische« Choräle». Von Hermine Salomon (Berlin) Die gesamte christliche Religionspoesie beruht auf der jüdischen. Schon beim flüchtigen Durchblättern des evangelischen Gesangbuchs erkennt man Seite für Seite die jüdische Herkunft der Gedanken und oft auch des Ausdrucks. Hier einige Beispiele: Aus tiefer Not Aus tiefer Not schrei' ich zu dir, Herr Gott, erhör' mein Rufen, dein gnädig Ohr neig' her zu mir, und meiner Vitt' es öffne! Denn so du willst das sehen an, was Sund' und Unrecht ist getan, wer kann, Herr, vor dir bleiben? Bei dir gilt nichts denn Gnad' und Gunst, die Sünden zu vergeben.- Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Macht verzweifeln nicht noch sorgen.- Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen. (Martin Luther) Dieses berühmte Lied ist nichts anderes als eine Umdichtung des 130. Psalms: „Aus der Tiefe rufe ich. Ewiger, zu dir. Herr, höre meine Stimme, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens. Wenn du Sünde, Ewiger, zurechnen willst, Herr, wer wird bestehen?-Denn bei dir ist die Vergebung.-Meine Seele wartet auf den Herrn wie die Wächter auf den Morgen.-Und er wird Israel erlösen aus allen seinen Sünden." Lobe den Herren Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren! Meine geliebete Seele, das ist mein Begehren: . Kommet zu Häuf! Psalter und Harfe, wacht auf, lasset den Lobgesang hören!- Lobe den Herren, was in mir ist, lobe den Namen! Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht. Seele, vergiß es ja nicht. Lobende, schließe mit Amen! (Joachim Neander) Diesem Kirchenliede liegen die folgenden Psalmenstellen zugrunde: P s a l m 2 4 : Wer ist der König der Ehren? Es ist der Herr Zebaoth, er ist der König der Ehren. P f a l m 10 8 : Wohlauf, Psalter und Harfe! Ich will mit der Frühe auf sein. P s a l m 10 3 : Lobe den Ewigen, meine Seele, und was in mir ist, seinen heiligen Namen. Lobe den Ewigen, meine Seele, und vergiß nicht, was er dir Gutes getan hat. Nun danket alle Gott Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen,

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