Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 11 (14.11.1930)
- Date
- 1930-11-14
- Page
- – (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Jüdische Schulzeitung. Seite 2 imb Lehrerinnen Deutschlands den Weg zum Verbände finden und so dazu beitragen helfen wird, das; in geeintem Streben und Wirken die ideellen und materiellen Ziele erreicht werden, dis seiner Arbeit vorschweben. III. Dem Reichsverbande ■ gehören nunmehr folgende Landesverbände an: Baden, 67 -Mitglieder; Vorsitzender Kaufmann?-Tauberbischvfsheim. Bagern. 186 Mitglieder: Vorsitzender Rosenfeld-München. Landesverein Hessen(-D), 53 Mitglieder: Vorsitzender Kahn-Alsfeld. Mitteldeutschland (Thüringen. Freistaat Sachsen. Anhalt. Braunschweig), 37 Mitglieder: Vorsitzender Iaffe- Leipzig. Preußen, 618 Mitglieder: Vorsitzender Dr. Stern, Berlin. Württemberg. 35 Mitglieder: Vorsitzender Rothschild- Ehlingen. Im ganzen also 998 Mitglieder. Die gegenwärtige Leitung des Verbandes setzt sich wie folgt zusammen: H.. Vorstand: I. Feiner, Hamburg, Ehrenvorsitzender. Dr. H. Stern, Berlin, 1. Vorsitzender. Dr. S. Bamberger, Nürnberg, 2. Vorsitzender. M. Steinhardt, Magdeburg, 3. Vorsitzender. M. Abraham, Berlin. Geschäftsführer. I. B. Leoy, Frankfurt am Main. A. Peritz. Königsberg i. Pr. 8. Au s sch u tz: für Baden: Neuburger. Philippsburg, für Bayern: Stoll, Würzburg. Krämer, München, für Mitteldeutschland: 2 affe. Leipzig, für Preutzen: Abraham, Essen. Dr. Driesen. Frankfurt a. M. Falken stein, Landeshut. Gans, Niederaula. Hirsch selb, Berlin. für Württemberg: R o ths ch ild7 Ehlingen. IV. Verbandsorgane. a) Die „Blätter für Erziehung und Unterricht" haben, wie bekannt, seit dem 1. Januar 1929 eine neue Form und Placierung bekommen. Sie sind dadurch jeder Ausgabe des „Israelitischen Familienblattes" beigegeben und gelangcu, woran uns sehr gelegen sein mutzte, auch in die Hände der Berliner und Hamburger Leser, was eine zeitlang nicht der Fall war. Unerfüllt ist noch unser Wunsch, datz die „Blätter für Erziehung und Unterricht" auch in der Woche erscheinen, in welcher die „Jüdische Schulzeitung" unseren Verbandsmitgliedern zugestellt wird. Die „Jüdische Schulzeitung" — das dürfte wohl die Ueberzeugung der gesamten jüdischen Lehrerschaft sein — zeigt eine stete Aufwärtsentwicklung und Vertiefung ihres Inhalts. Dreierlei macht sie sich hauptsächlich zur Aufgabe: sie will eine Stätte der Darlegung und Erläuterung neuer unterrichtlicher und erziehlicher Gedanken sein: sie will Gelegenheit zur Stellungnahme zu den Methoden und Lehrmitteln. auf dem Gebiete des jüdischen Religionsunterrichts bieten und will schlietzlich über die für den jüdischen Lehrer wichtigsten pädagogischen und sonstigen literarischen Neuerscheinungen informieren. Niveau, Mannigfaltigkeit und Umfang der Schulzeitung könnten ganz gewitz noch weiter ausgebaut werden: einstweilen aber fehlen uns die Mittel dazu. Wenn es uns gelingt, einen größeren Kreis von Abonnenten in den jüdischen Gemeinden zu werben, dann könnte dieser Ausbau sehr schnell vonstatten gehen. An alle unsere Mit- Nmmner 11 glieder ergeht daher auch bei dieser Gelegenheit der Appels, der in fast jeder Nummer der ..Schulzeitung" steht: „Kollegen, werbt für die Verbreitung der Jüdischen Schulzeitung!" V. An Kommissionen bestehen: a) Die Pädagog rsche Kommission, deren . Vorsitzender Studiendirektor St oll-Würzburg ist. Sie hat in Nr. 1 der „Jüdischen Schulzeitung" vom Jahre 1929 berichtet. Ein weiterer Bericht wird auf dem Verbandstage gegeben werden. b) Die Jugendfchriften-Kommission. Ihr gehören an: Gut, Frankfurt a. M. (Obmann). Dr. Bamb e r g e r - Würzburg. Dr. Driesen. Frankfurt a. M., Hirschfeld. Berlin. Rothschild, Etzlingen. Eilli Marr. Köln. i Das von dieser Kommission neu bearbeitete Verzeichnis empfehlenswerter Jugendschristen wurde in Nr. 8 der..Schulzeitung" vom Jahre 1929 veröffentlicht. . c) Der auf Antrag der „Wissenschaftlichen Vereinigung zu Berlin" begründete und zunächst vom Kollegen Sawady geleitete „Soziale Ausschutz des Reichsverbandes der jüdischen Lehrervereine" hat im vorigen Jahre eine Umgestaltung erfahren. Durch Vereinigung von Vertretern unseres Verbandes mit solchen der „Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden" ist die ^Arbeitsgemeinschaft „Lehrerschaft und Jugendwohlfahrt" entstanden. Vorsitzender ist H i r s ch f e l d - Berlin. Eine Frucht der Tätigkeit dieser Arbeitsgemeinschaft ist eine „Erhebung über die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der jüdischen Schulkinder durch die Lehrer und Lehrerinnen." VI. A u s s ch u tz - S i tz n n g. Außer derjenigen im Anschluß an die Münchener Tagung hat eine solche am 21. Mai 1929 in Leipzig stattgefunden. Ueber die Verhandlungen derselben ist in Nr. 7 der „Jüdischen Schulzeitung" von 1929 berichtet worden. VII. Verbandsstatistik. Wir wissen wohl, datz die jüdische Lehrerschaft im allgemeinen der Veranstaltung von Statistiken gleichgültig, zum Teil sogar ablehnend gegenübersteht. Die so oft in ihren Hoffnungen und Erwartungen Getäuschten sagen sich und uns: „Schade um die Mittel und Mühen, die dabei aufgewendei werden, da sie ja doch keine sicht- und greifbaren Erfolge zeitigen! Besser als jede Zählung wäre Aufbesserung des Gehalts und Sicherung der Stellung." Aus solcher Stimmung erklärt es sich wohl, datz die Fragebogen, welche von den Kollegen R o s e n f e l d und Steinhardt im März ds. Is. allen Verbandsmitgliedern unterbreitet wurden, weil deren Resultate den beiden Kollegen für ihr Referat durchaus notwendig erschienen, zunächst eine erstaunlich geringe Beachtung fanden. Datz ein Körnchen Berechtigung in jener Kritik steckt, soll nicht bestritten werden. Anderseits aber mutz eingesehen werden, datz es eine unumgängliche und dringende Notwendigkeit für uns ist. zuverlässiges Material zu besitzen, aus Grund dessen begründete Forderungen gestellt und unrichtige Behauptungen entschieden zurückgewiesen werden können. Wir gehen noch weiter. Selbst wenn besagte Fragebogen vollzählig und. lückenlos beantwortet würden, so wäre damit noch lange aiicht die Zusammenstellung erzielt, die uns fehlt. Wir brauchen eine umfassende, übersichtliche, leicht zu ergänzende und zu berichtigende Statistik über den ganzen Kompler der Fragen, die die jüdischen Lehrer, die jüdischen Schüler, die jüdischen Unterrichtsstätten, den jüdischen Religionsunterricht. die Vor- und Fortbildungsmöglichkeiten für jüdische Lehrkräfte betreffen. Es mutz erstrebt und ermöglicht werden, eine solche Uebersicht mit Hilfe der jüdischen Lehrkräfte, Gemeinden und Landesverbände und auch der öffentlichen Behörden zu erlangen und auf dem laufenden zu erhalten.