Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 11 (14.11.1930)
- Date
- 1930-11-14
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer 11 sry && <2* ri r? /V!<^s y^vJ 1 Jjliuto§J^ MsnaLsschrLst für Pädagogik und Schulpolitik Herausgegeben vom „Neichsvcrband der jüdischen Lehr ervereine" S.FahrgauA Die „Jüd-Schulzeiluiig" erscheint um den 15. einesjedenMonatsundwird allen Mitgliedern der dem „Reichsverband der jüdischen Lehrervereine" angeschlossenen Vereine kostenlos zugestellt. — 'Post-Bezugspreis für Nicht- Mitglieder: Mk. 1.20 pro Quartal. Hamburg, 14. November 1930 Druck, Vertag und Geschäftsstelle: M. Letz mann, Hamburg, ABC-Stratze 57. Tel.: Sammelnunrmer C4 Dammtor 0737 Verantwortlich für den redaktionellen Teil. M. Steinhardt. Magdeburg, fürden Inseratenteil: L.Kn u d sen, Hamburg. Anzeigenpreis 40 für die 6gespaltene Nonpareille-Zeile. Inhalt dieser Nummer: Zum 10. Lehrcrverbandstag. Historischer lleberblick über die Entwickelung der Methode zur Erwerbung eines Wortschatzes von Dr. Alice Weil. Phantasie und Kunstgeschmack von Anselm Bing. Von meiner Palästina-Ncise von Otto Geismar. Literarisches. Bei der Schriftleitung eingegangene Bücher. Notizen. Zum 10. Lehrerverbandstag. Einladung des Neichsveebandes jüdischer Lehrervereine zu seiner Tagung in Berlin vom 29. bis 31. Dezember 1930. Programm: 1. Voroersamtnlung: Montag, den 29. Dezember 1930, 9 llhr, in der Mädchenvolksschule, Auguststrahe 13. Nichtöffentliche Sitzung des Jüdischen Lehrerverbandes in Preußen. (Tagesordnung: Geschäftsbericht, Kassenbericht und Entlastung, Etatsberatuug für die nächste Verbandsperiode, Wahlen — Vorstand, Ausschuß des Reichsverbandes, Vertretung im Rate des Preußischen Landesverbandes —, Anträge, Freie Aussprache.) 11% Uhr öffentliche Sitzung: „Zur gegenwärtigen Lagelder Jüdischen Lehrerschaft in Preußen." Referent: Steinhardt, Magdeburg. Ergänzendes Referat über die Verhältnisse in Süddeutfchland. Referent: Rosenfeld, München. 2. Begrüßungsabend: Montag, den 29. Dezember, 20 Uhr, in der Aula der Knabenmittelschule, Große Hamburger Straße 27. 3. Dienstag, bcn 30. Dezember 1930, 9 Uhr, in der Mädchenvolksschule, Auguststraße 13: Oeffentliche Sitzung: „Die Apologetikim jüdischen Religionsunter r i ch t. Referenten: Professor Michael Guttmann, Breslau; Lehrer Lilienthal, Wiesbaden. Aussprache. 16 Uhr: „Was ist und was will der Woltverband Lcbomre Schabboth?“ Referent: Rabbiner Dr. Jacob ns, Berlin. 4. Mittwoch, den 31. Dezember 1930, 9 Uhr, in der MAxhenoolksschule, Auguststraße 13. Nichtöffentliche Sitzung: 1. Bericht. Der Vorsitzende. 2. Kasse. Der Geschäftsführer. 3. Rcvisionsbcricht. — Entlastung. 4. Etat. Der Geschäftsführer. 5. Verüandsorgane. Steinhardt. 6. Anträge. 7. Kommisfionsberichte. a) Pädagogische Kommission: Stoll. v) Jugendschriften-Kommlssioni: Rothschild, c) Rechtsschutz: Katz-Rienburg. d) „Lehrerschaft und Jugendwohlfahrt": Hirschfeld-Verlin. 8. Wahlen. 9. Erholungsheim Ems. I. V. Levy. 10. Zentralhilfskaffe. Pcritz. 11. Pensionskaffe. Abraham-Berlin. 12. Der 11. Verbandstag. 5. 16 llhr: Ausschuß- und Vorstandssitzung. Der Vorstand des Neichsverbandes der jüd. Lehrervereine. Feiner, Hamburg, Ehrenvorsitzender. Dr. Stern, Berlin. Dr. Bamberger, Nürnberg, Vorsitzender. 2. Vorsitzender. Steinhardt, Magdeburg, 3. Vorsitzender. Abraham» Berlin, Geschäftsführer. Levy, Frankfurt a. M. Peritz, Königsberg i. Ostpr. Bericht über die Verbandsperiode 1828-1936!. Zum Gedächtnis. Unser Bericht über die letzte Verbandsperiode muß mit einer wehmütigen Erinnerung beginnen: denn schon wenige Monate nach der Münchener Tagung, deren Zustandekommen vornehmlich sein Verdienst war, wurde uns Dingfelder durch den Tod entrissen. Von seinem klugen Rate und seiner tatkräftigen Hilfe durften wir noch vieles für die Förderung und das Gedeihen des Verbandes erwarten. Es gereicht uns zum Tröste, daß die Männer, die an seiner Statt zu wirken berufen worden sind, in seinem Geiste arbeiten. Noch eines zweiten Heimgegangenen wollen wir an dieser Stelle ehrend gedenken, des Kollegen B ähr-Waldenburg, des langjährigen Führers der schlesischen Kollegenschaft und Mitarbeiters im Verbandsvorstand. Durch seine zielbewußte Verfechtung der Interessen der Lehrer hat er entscheidenden Einfluß auf die Besserung der wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse ausgeübt. H. Ausbau des Verbandes. Mit großer Freude haben wir im vorigen Jahre den Anschluß des „Israelitischen Lehrervereins im Volksstaate Hessen" begrüßt, weil wir zur Erhöhung unserer Kraft und zur Erringung unserer Ziele die gesamte jüdische Lehrerschaft brauchen, und weil alle Kollegen und Kolleginnen, welcher religiösen Richtung sie auch immer angehören, wissen und fühlen sollen, daß sie in unserem Verbände heimatsberechtigt und willkommen sind. In gleicher Weise freut es uns auch, daß die jüdische Lehrerschaft Hamburgs sich zu gemeinsamer pädagogischer Arbeit zusammengefunden und daß diese Hamburger „Arbeitsgemeinschaft" auf dem besten Wege ist, gleichfalls ein Glied des Verbandes zu werden. Wir geben der Hoffnung Ausdruck, daß auch der letzte kleine Rest der immer noch abseits stehenden jüdischen Lehrer