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Jüdische Schulzeitung · 1930-07-15 · 7 (15.7.1930) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
6 (1930)
Issue
7 (15.7.1930)
Date
1930-07-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
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Jüdische Schulzeilung. fcuntmc: b) Die Wiedervereinigung Judas und Israels. 15—17 1. Die symbolische Handlung (mit den zwei Hölzern). 18—22 2. Die Deutung. 23—25 a) Das einige Königtum. 26— 23 ci) Der ewige Friedensbund. Der Prophet der Verbannung: Deuteroiesaja. l. Die bevorstehende Erlösung (Kap. 40). a) Die frohe Botschaft. 1—2 Die Leidenszeit geht zu Ende. 3— 5 Sehet den Weg für die Heimkehr instand! 6—8 Menschenmacht ist hinfällig, Gotteswort aber ist zuverlässig. 9— 11 Gott selbst wird sein Volk heimgeleiten wie ein Hirte seine Herde. d) Die Beschwichtigung der Zweifel. 12—26 Gott ist der Unvergleichliche an Macht, Weisheit und Erhabenheit. 27— 31 Dieser (Sott der Ewigkeit verleiht den Schwachen wundersame Kraft. ll. Der Erlöser. 41.1— 4 a) Der eben siegreich Dahinstürmende vollzieht nur Gottes Willen. 44,28 b) Eyrus — Gottes Hirt — soll den Tempel und Jerusalem wieder aufbauen. 45.1— 7 c) Der Heide ist das Werkzeug des Ewigen, — sein Gesalbter. III. Des Propheten Zukunftshoffnung en. a) Israel, der Knecht Gottes, ist zu Hohem berufen. 42.1— 4 Der Geist seines künftigen Wirkens: Milde. 5— 9 Seine Aufgabe: Recht (Sah 1) und Licht (Erleuchtung) den Völkern zu bringen. 41,3—16 b) Ermutigender Zuspruch für das schwere Werk, und 43,1—10 * c) Israel ist seht der leidende, wird aber sein der erhöhte Eottesknecht. 53.1— 3 Der Anschlag in der Beurteilung. 4— 9 Das unverschuldete, geduldig getragene Leiden. 10— 12 Die Wendung und Anerkennung. IV. Mahnreden. a) Suchet den Ewigen. 55,6—7 Bubruf und Gnadenverheiszung. 8—9 Gottes Gedanken sind Gedanken des Heils, 10—11 Sein Wort ist zuverlässig. 12—13 Reiches Heil spricht dann rings um euch. b) Wahret das Recht und haltet den Sabbath. 56.1— 2 Das sind die Bedingungen nahenden Heiles. 3— 6 Deren Erfüllung macht auch den Fremdstämmigen vor Gott vollberechtigt. 7 Denn sein Haus ist ein Bethaus für alle Völker. c) Fastet in rechter Weise. 56.1— 2 Euer bisheriger Anspruch auf die Nähe Gottes ist unberechtigt. 4— 5 Aeuherlichcs Frommsein, bestehend in leiblichem Fasten, ist kein wahrer Gottesdienst. 6— 7 Wahres Fasten besteht in sittlicher Selbstüberwindung, in Gerechtigkeit und werktätiger Nächstenliebe. 8—14. Menschenliebe und Sabbathheiligung führen sicher das Heil herbei. Literarisches. Dr. Manfred Saalheim er. Der Jüdische Reichsvcr- Land. Heber eine öffentlich-rechtliche Eesamtorganisation der deutschen Juden. 33. Heller, München, 1930. 55 S. Eine interessante Studie über die Eesamtorganisation der deutschen Juden, die wir leider noch immer entbehren. Auf ihren ersten 16 Seiten behandelt sie die verschiedenen Versuche, die bis jetzt gemacht sind, diese Organisation zu schaffen, die aber 'Lunte 7 sämtlich scheiterten. In ihrem zweiten Teil Seite 17—11 die zu beachtenden Rechtsgrundlagen für diese Eesamtorganisation, und in ihrem letzten Teile Seite 12—53 zeigt sie unter Zugrundelegung der Entwürfe von 1926 und 1938 „Aufgaben und 3lufbau eines Reichsverbandes der Landesorgnnisationcn". 3lus diesem Titel ist zu ersehen, das; der Verfasser den Reichsverband als Dachverband der bestehenden Landesorganisationen erricyret zu sehen wünscht, während die Landcsversaminlung des Preutzischcn Landesverbandes gerade dieses Umstandes wegen mit einer, wenn auch nur knappen Mehrheit, aber einer solchen, die sich aus Stinimen aller Parteien zusammensetzte, abgelehnt hat. Nichtsdestoweniger handelt es sich, wie bereits bemerkt, um eine interessante und durchaus gründliche Studie, die dem 3lufbau des Neichsverüandes, der' einmal kommen must, sicher gute Dienste leisten wird. Möge dieser Zweck recht bald erfüllt werden. Beachtenswert ist auch auf S. 54 und 55 der Broschüre die umfangreiche Literatur, deren sich der Verfasser bedient hat. Paul Mühsam, Worte an meine Tochter. Verlag Fr. Wilh. Grunow, Leipzig. 176 S. Preis geb. 4 üi)l. Der Verlag widmet dem Werke folgende Worte zur Einführung: Die „Worte an meine Tochter",-, die Mühsam seinen drei Töchtern widmet, zeugen von der unsäglichen Liebe seines Vaterherzens, das bestrebt ist, seinen Kindern den rechten Weg zu weisen, sie an ihre Pflichten zu gemahnen, ihre guten Herzen zu erhalten, die Liebe zu dem Menschen, das Leben, wenn es auch noch so schwer ist, frohen Mutes zu geniesten, die Wahrheit zu finden, die Schönheit zu schaffen und die Reinheit der Seele zu erhalten. Ein Buch der Vaterlieüe, der Güte, das man jungen Leuten in die Hand, ans Herz legen sollte, das sie vor voreiligen, folgenschweren Schritten bewahren wird. — Wir schliesten uns diesen Worten ganz und gar an und empfehlen das Buch als ganz besonders für Geschenke an junge Mädchen -geeignet. Eine kleine Probe aus dem Buche möchten wir unfern Lesern geben. Seite 72/73 des Buches spricht von Goethe, und ihm widmet der Verfasser folgende Worte: Quelle der Erbauung ist uns Goethe. Führer zur Wahrheit und Künder der Weisheit. Er ist der Vorn, aus dem wir in jeder Not des Geistes schöpfen. Er ist der Arzt, den wir nie vergebens rufen. Er ist der Reichtum, der uns Armut vergessen macht, weil wir alle an ihm teilhaüen dürfen. Sein Genius überschüttet mit Rosen unseren Weg, und die Musik seiner Worte geleitet unsere Seele zum Tempel der Schönheit. Durch seine Augen sehen wir in die Ferne der Unendlichkeit. — Ring dich empor an seiner Größe, und es wird dir nie an Hochgefühl mangeln. Folge dem kühnen Fluge seines Geistes, und alle Erdenpein wird unter dir versinken. Lausche in andachtsvollem Schweigen seiner erhabenen Stimme, denn was er kündet, ward ihm von Gott auf feine Tafeln geschrieben. M. St. Lieder für Schule und Haus. 3 Teile. Herausgegebett vom Okdenburgifchen Lehrerverein. 56. gänzlich umgearveitete Auflage. Verlag: Gerhard Stelling, Oldenburg. Nachdem durch Professor Jodes Liederbuch „Der Mnsikant" und Hensels „Finkenstciner Blätter" der Weg gezeigt worden ist, den die Schulmusik zu wandeln hat) mussten die Schulliederbücher einer gründlichen Reform unterzogen werden. Aufgabe der Schule ist es, das Volkslied zu pflegen. Das Kunstlied möge den Vereinen überlassen bleiben. So findet man in dieser Neubearbeitung Volkslieder, deren Entstehung Jahrhunderte zurückliegt. Aber gerade in ihnen offenbart sich am deutlichsten der Kern deutscher Art. Dabei ist das neuere Volkslied nicht vergessen worden, ebensowenig wie der polyphone Gesang und die Instrumentalbegleitung, Laute und Violine. Bei den Spielliedern ist auch eine Spielregel nicht vergessen worden. Der 1. Teil ist besonders für die Grundschule gedacht: die Lieder sind nach Tonarten geordnet. Der 2. Teil ist nach Sachgebieten geordnet: Lieder religiösen Inhalts, Jahreszeiten. Wanderlieder. Tageszeiten, Heimat und Vaterland, Aus Wald und Heide, Deutsche Geschichte und Sage, Der Soldat, Von treuer Liebe, Untreue und Leid, Schön ist die Jugend, Fröhliche Klänge aus Nord und Süd. Teil 3 enthält Hebungen für das Singen nach Noten, Atem-, Stimm- und Lautbildnngsübungen. Hierbei ist keine besondere Methode zugrunde gelegt worden: durch untergelegte Notennamen,' Stufenbczeichnungen und Tonworte ist jedem Lehrer die Möglichkeit gegeben, nach der ihm zusagenden Methode zu unterrichten. Es ist dem Werke zu wünschen, daß es weit über den Kreis der Schule hinaus bekannt und auch Eigentum des Hauses, der Iugendvereine und Wanderbünds wird. M. A.., .r.

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