Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 7 (15.7.1930)
- Date
- 1930-07-15
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite l» Jüdische Schulzeitung. Nummer 7 gehe,!. Da das Lehrziel willkürlich bestinunt ist, wird die Lehrsloffverteilung. auch nicht anders aufgebaut. Durch irgendwelche nutzere Gründe werden Abschnitte im Lehrstoff gemacht '.lud sie aus die einzelnen Lehrjahre verteilt. Damit hat mau. aber den Erfolg weitgehend und meistens in negativem Sinne beeinflusst. 2n dem landläufigen Fibelunterricht, wie z. B. bei Benutzung der älteren Ausgabe des Abrahamschen Buches wird noch immer nur mechanische Leseübung getrieben. Bei der Betrachtung der gedrückten Buchstaben wird durch Assoziation, das Buchstabenbild mit dem oft geübten Laut verbunden, unverständliche Worte werden so mehr oder weniger flüssig gelesen, ohne die eigene Dankbarkeit des Kindes anzuregen und die Gedankenwelt des Kindes, nämlich seine Phantasie anzusprechen. Nicht verwunderlich, datz Kinder im ersten Schuljahr, die im Gesamtunterricht sehr gut sind, in Hebräisch ganz freudlos arbeiten und nur sehr beschränkte Erfolge aufzeigen. (Schlutz folgt.) .LeitgedsrrLsrr hü meinem RKterricht. Von M. Abraham. Berlin. (Schlutz.) V. I e r e m i a u n fc Zedekia. a) Das Joch Babels. 27, 1—11 Rede an die Gesandten. 12—15 Rede an Zedekia. 16—22 Rede an die Priester und das Volk. 23, 1—14 d) Das hölzerne und das eiserne Joch. 29, 1—14 c) Brief an die Verbannten. 21, 1—10 d) Nebukadnezars Anmarsch. 37, 1—10 e) Die Unterbrechung der Belagerung. 34, 6—22 f) Die Wiedercinfangung der freigelassenen Sklaven. 37,11—12 g) Jeremias Gefangennahme. 38, 1—13 h) Jeremias Lebensgefahr. 33,14—26 i) Neue Unterredung Zedekias mit Jeremias. C. Jeremias Innenleben. 16, 1—9 Ohne Familie, einsam und freudlos lebt er dahin. 6,16—23 voll Gram über das tiefe Leid, welches er über sein Volk 9, 1—2 durch dessen eigene Schuld hereinbrechen sieht. 15,10 u. 15—21 Bitterlich empfindet und beklagt er sein Prophetenlos: Das Unheil voraussehen und verkünden und immerfort rügen zu müssen, ohne doch ändern und helfen zu können. 20, 7—11 Schwer ist der innere Kampf, den er durch? kämpfen mutz, aber er ringt sich zur Treue gegen sich selbst und zur Treue gegen Gott durch. O. Jeremias Zukunftshoffnung. 32, 6—15 Er ist aufs festeste überzeugt, datz Juda nach unvermeidlichem Falle aufs neue erstehen wird; zum Zeichen dessen kauft er während der Belag^- rung ein Feld. 31, 1—14 Gottes Liebe wird neue Freude schaffen. 15—20 Die klagende Stamm-Mutter Rahel wird Trost und Ruhe finden. 31—34 Gott schlietzt mit seinem Volke einen neuen Bund, dessen Inhalt in die Herzen eingeschrieben sein soll. 35 Ewig und unwandelbar wie die Naturgesetze ist die Liebe Gottes zu seinem Volke. E. Der Zusammenbruch des Staates 586. (Kap. 39.) Religiöse Bedeutung des Zusammenbruchs. 1. Weil der Zusammenbruch schon lange von den Propheten vorher verkündet war, erschien er nun nicht als Leichen der Machtlosigkeit des Ewigen, sondern vielmehr als Ausdruck seines unbeugsamen sittlichen Willens und als Beweis der Wahrheit prophetischer Verkündigung. 2. Wie man sich der Erkenntnis beugte, datz die im Namen Gottes ausgesprochene Strafandrohung Wirklichkeit geworden war, so erschloss man sich der Hoffnung, datz auch seine Verheitzung in Erfüllung gehe;: werde: datz er ein gebessertes Israel nicht untergehen lassen werde. 3. Solche Gedanken führten zur Butze und spornten zur Standhaftigkeit im Unglück und zur Treue gegen den Ewigen und seine Religion an. Ezechiel. l. Seine Berufung. 1.1— 3 Zeit und Ort. (4—28a Die Erscheinung der göttlichen Herrlichkeit.) 1,23b—2,2 Sein Niedersinken und seine Aufrichtung. 2.3— 7 Seine Weihe. 2.8—3.3 Seine Ausrüstung — mit der Schriftrolle. 3.4— 9 Seine Ausrüstung — mit dem unbeugsamen Charakter. 3,10—11 Die Erneuerung seiner Sendung. 3,12—15 In tiefer Erschütterung begibt sich Ezechiel an die Stätte seiner Wirksamkeit. II. Ezechiels Auffafsung von seinem Prophetenamt. 33.1— 6 a) Das Beispiel eines in Kriegszeiten vom Volke bestellten Wächters — Mr das Heil des Leibes. 7—9 b) Der Prophet: der von Gott bestellte Wächter — für das Seelenheil jedes einzelnen. III. Seine V er g el tu n g sl e h r e. (Der Matzstab der göttlichen Gerechtigkeit.) (Kap. 18.) 1—4 A. Das Thema: die sittliche Freiheit und Verantwortlichkeit jedes einzelnen. B. Die Ausf ü hrun g: a) Der einzelne ist nur für sein persönliches Tun verantwortlich. 5—9 1. Der Fromme bleibt „leben". 10— 13 2. Der gottlose Sohn des frommen Vaters mutz „sterben". 14—17 3. Der fromme Sohn dieses gottlosen Vaters bleibt „leben". 18—20 4. Zusammenfassung. b) Matzgebend ist nicht das frühere, sondern das letzte Verhalten.' 21—23 1. Der reumütige Frevler findet Gnade. 24—25 2. Der frevelhaft gewordene Fromme mutz es bützen. 26—29 3. Nachdrückliche Wiederholung. 30—32 C. Darum mahnt Gott immer aufs neue zu völliger Besserung. IV. Seine Zukunftshoffnung. A. Die sittliche Erneuerung des Volkes. 36,22—23 1. Grund: damit Gottes heiliger Name wieder 31t Ehren komme. 24—23 2. Ausführung (Art und Weise): Gott verleiht jedem einzelnen einen neuen Geist und ein neues Herz. B. Wieder her st ellung des Landes. 29—36 1. Das Land wird wieder in üppiger Fülle blühen. 2. Wirkung: Israel wird sich seines bisherigen sündigen Tuns schämen und die Heiden werden die Macht und das Walten Gottes erkennen. C. Wieder her st ellung des Volkes. (Kap. 37) a) Die Neubelebung des Volkes. 1—10 1. Die Vision. 11— 14 2. Die Deutung.