Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 6 (1930)
- Issue
- 6 (16.6.1930)
- Date
- 1930-06-16
- Page
- – (sequence 6)
- Language
- German
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Seite 6 Handlung und Bearbeitung findet. Zwar sind nicht allein Rabbiner im Amte Mitarbeiter dieser Festschrift, aber doch in der überwiegenden Zahl. Die Aufsätze zeigen auch, das; nur die Vertiefung in Spezialgebiete fruchtbare und wertvolle Früchte entstehen lüszt. Man wird sehr befriedigt von dieser Festschrift scheiden, voll doo Dankes für die. die sie gefüllt, für die, die ihr Erscheinen ermöglicht haben, und mit den besten Wünschen für die treuen Lehrer und Schüler und ihre jüdische ahm mater. Leitgedanken Lei meinern Unterricht. Von M. Abrahaut, Berlin. (Fortscwma aus Nr. 4.) E. Jesajas Gedankenwelt. 1. Der Ewige ist der heilige und der erhabene Gott (VI, 1-3). 2. a) Als der heilige Gott verlangt der Ewige von seinem Volke sittliche Reinheit: nur sittliches Tun ist ihm ein wohlgefälliger Dienst (l, 11—15, besonders 16 bis 17). b) Dem erhabenen Gott gegenüber ziemt sich tiefste Denlut (VI. 5). ' . Hochmut ist mit die schwerste Sünde des Einzelnen (V, 15 bis 16), wie ganzer Völker (X, 5—15). 3. Da Juda in beiden Beziehungen Gottes Anforderungen nicht genügt, mutz es gerichtet werden (VI,>J1—13). 4. Ein Rest, der sich bekehrt, wird der Kern eines neuen Gottesvolkes werden (V!. 13). 5. Ein Sprützling vom Stamme Jsais wird ein Reich des Friedens und der Gerechtigkeit Herstellen (XI. 1—9,!!, 2—5). Bedeutung der NetLrlng Jerusalems (701) für die Erhaltung der israelitischen Religion. r. 1. Durch die Verbannung der Nordisraeliten nach Assyrien (722) ist das Nordreich Israel für die israek. Religion völlig verloren gegangen. Als aber Juda 536 in die babylonische Verbannung geriet, ist es — mindestens zun: großen Teil — für die israek. Religion erhalten geblieben. 2. Das ist sicherlich dem Umstande zuzuschreiben, datz es 701 nicht Zusammenbrach, sondern noch über 100 Jahre bestand — und datz in dieser Zeit a) die Worte der bisherigen Propheten Wurzel fatzten, b) die prophetischen Gedanken in der Reform Josias wirksam werden konnten, c) neue bedeutende Propheten auftraten. II. Wie die Rettung Jerusalems aus höchster Gefahr einerseits viele zur Dankbarkeit gegen Gott, zu Demut und innerer Einkehr geführt haben mochte, so dürfte anderseits in manchen ein falsches und sorgloses Vertrauen auf die Unantastbarkeit Jerusalems und die unfehlbare Hilfe Gottes entstanden sein, so datz sie es nicht für nötig hielten, die Bedingung der Propheten anzuerkennen .und zu erfüllen: durch sittliches Tun den Schutz Gottes zu verdienen. Micha.!. Die Sünden der .Führe r. (Kap. 3.) a) 5— 8 Die falschen, käuflicheil Propheten, b) 9—11 die verbrecherischen er, die gewohnheitsmätzige Beugung des Rechts die mu dem MlNe! der Gewalr, 'V '.-ei V; A::-4ec:.:.o des \'} 12 das Strafgericht. . . Nummer 6 II. Der Rechtsstreit des Ewigen — der wahre Gottesdien st (Kap. 6). a) 1 Aufforderung Gottes an den Propheten. b) 2 Die Anrufung der Zeugen oder Richter. c) 3—5 Die Anklage Gottes: Seine viele Wohltaten — Israels Undank. d) 6—7 Die Verteidigung des Volkes: Seine Opferwilligkeit. e) 8 Die Entscheidung: Gott fordert: Gerechtigkeit, vgl. Amos 5. 24: Liebe, vgl. Hofea 6. 6: Demut, vgl. Jesaja 2, 11, in Verbiildung mit 6, 3—5. Jeremia. A. Seine Berufu n g. (Kap. 1.) 4—5 Jeremias Erkenntnis: Prophet sein ist Grund uitb Zweck seines Daseins. 6 Seine Bedenken: er fühlt sich noch nicht fähig seiner grotzen Bestimmung. 7— 8 Abwehr der Bedenken: Wer zum Dienste Gottes berufen ist, darf und kann sich seiner Sendung nicht entziehen. 9 Seine Weihe und Ausrüstung: er wird ein für allemal mit den; Gotteswort allsgestattet. 10 Seine Aufgabe: umfassend und gewaltig, im Negativen: das Böse ausuzrotten. und Positiven: das Gute herzustellen. 18—19 Nochmalige Ermunterung: Eharakterfest unb treu darf er des göttlichen Schutzes gewitz fein. 6. Seine Wirksamkeit. I. Rede wider Israels Abfall. (Kap. 2.) (Aus der Zeit Josias.) a) Wie schön war die Vergangenheit, 1—3 da Israel voll Vertraueil Gott nachzog. b) Wie trostlos ist die Gegenwart, 4—8 da das Volk voll Undank 9— 13 in beispielloser Treulosigkeit seinen ewigen Lebensquell gegen ohnmächtige Gebilde eintauscht. c) Wie furchtbar wird unter Gottes Strafgericht 4,19—28 die Zukunft sich gestalten. II. Die Tempelrede, a) Die Rede. (Kap. 7.) 1—2 Einleitung: Ort und Angeredete. 3—7 Das falsche und das wahre (berechtigte) Gotüvertrauen: nicht der Tempel an sich, sondern ge? rechter Lebenswandel verbürgt den Schutz Gottes. 8— 11 Das schändliche Verhalten des Volkes entweiht den Tempel und führt sein Verderben herbei. 12—15. Und so droht das Geschick des Heiligtunis von Silo und des Nordreiches auch dem Tempel, der Stadt und der Bevölkerung von Jerusalem, b) Die Wirkung derRede. (Kap. 26.) 7—9 ' Die Aufregung der Zuhörer. 10— 11 Die Anklage der Priester und Propheten. 12— 15 Jeremias Verteidigungsrede. (Sein Verhalten in dieser Gefahr.) ' 16 Das Urteil der Fürsten. 17—19 Die Parteinahme der Aeltesten für ihn. (20—23 Wie es dem Propheten Urija erging.) 24 Jeremias Rettung. III. Die Palast rede — gegen Iosaki ny kKo«: 23.) 13— 15a Des Königs Pruntfuch: und Ungerechtigkeit. [ ib—ib <v!e ti’ujcii&ocviulibuni)« Jüdische Schulzeitung.