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Jüdische Schulzeitung · 1929-10-15 · Heft 10 (15.10.1929) · page 4

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Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
5 (1929)
Issue
Heft 10 (15.10.1929)
Date
1929-10-15
Page
– (sequence 4)
Language
German
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j( behandelt und in den folgenden Stunden je einmal wiederholt (s. Mertner» psychotechnische Sprachmethode). Permanente Wiederholung! c) An Bekanntes anschlietzen! Der erste Wortschatz ist dem Erfahrungskreis des Kindes entnommen. Der religiöse Erfahrungskreis ist in der Stadt gering oder gär 'nicht vorhanden. Also: Führet die Kinder zum jüdischen Leben zurück, auf dah es die folgende Generation besser; habe. v d) Logische Geg enüb er stell ungen rDD — Uebungen). Z. B. I. S. 36. nan ot myn "pin wk nDon Durch stete Wiederholung verschmelzen die Begriffe Tiy in rusTi noo l. S. 35. e) Mne m o 1 echnische M i t t e l. Buchstabenformbilder. Oder: Vergleiche hebräische Wörter mit lautähnlichen deutschen Wörtern (Wortwanderungen „Israelit" 1927 Nr. 20). 2. Motorische Mittel. Körperbewegungen. Hebungen I. S. 29—35. Aufstehen, setzen, gehen, zeigen, hantieren, öffnen. schließen, bauen usw. 3. Optische (visuelle) Hilfsmittel. a) Buchstabenform-Bilder. b) Illustration z. B. der 4. Schöpfungstag ITT» BW oder Uebung? slOO l. S. 35. c) Wortbilder werden durch die Druckschreibschrift eingeprägt. d) Ilebcrsichtliche. gefällige Darstellung. Wirkung durch äußere Form. Z. B. Gebete.; e) Betrachtung wirklicher Gegenstände. Z. B. Unterrichtsgang in die Synagoge, l. S. 38. 4. Akustische Hilfsmittel. Wirkung auf das Ohr. Pflege des Sprachgefühls z. B. Sprechübungen. Melodie zu den Zahlen v. 1—10 I. S. 16. (Anlage des Buches. Das ganze Hebr. Lehrbuch ist für 4 Schuljahre (Grundschule) berechnet. Der 1. Teil (Fibel) ist für das 1. und 2. , Schuljahr, der 2. Teil für das 3. und 4. Schuljahr bestimmt. Beginn des hebräischen Unterrichts. Nach dem vorliegenden Buch beginnt der hebräische Unterricht am ersten Schultage mit dem hebräischen Gruß (I. S. 29). Je jünger die Kinder sind, desto leichter lernen sie eine Fremdsprache. Um das Hebräische konzentriert sich der gesamte Religionsunterricht. Der Lehrstoff für biblische Geschichte lätzt sich beliebig kürzen. Außerdem ist auch, in späteren Jahren (in der Fortbildungsschule, in Abendkursen, bei Vereinsvorträgen und durch Lektüre) Gelegenheit geboten, Eeschichtske:mtnisse zu ergänzen. Für das Hebräische hingegen ist später wenig Interesse vorhanden, und das Versäumte lätzt sich kaum mehr nachholen. Einem Einwand gegen neuzeitliche Methoden mutz besonders begegnet werden: > Zeitmangel. „Wir haben keine Zeit." Das ist ein alter, billiger, immer wiederkehrender Einwand. Und zwar wird er meistens von jenen Kollegen gebraucht, die nie etwas Neues erprobt haben und es nie versuchten, sich umzustellen. Sonst hätten sie erfahren, datz die neue Methode viel weniger Zeit be- . ansprucht als die alte Lese- und Uebersetzungsmethode. Aber die Vertreter der neuen Methode beweisen aus der Erfahrung und durch ihre Erfolge, datz sie weniger Zeit benötigen uuu is kästyer zu Dauernden Erfolgen bringen. yJüt der alten Fibel lassen heute noch viele Kollegen in Stadt und Land ein ganzes Jahr lang lesen, d. h. die 27 Buchstaben mechanisch zusammensetzen und bilden sich dann ein. ihre Kinder hätten Hebräisch gelernt. Wer im Gegensatz hierzu die Erfolge mit Hilfe der neuer: Fibeln vergleicht, mutz den veralteten Betrieb als Zeitvergeudung. als methodische Sünde betrachten. Denn mit einer modernen Fibel lernen die Kinder in der gleichen Zeit j oerständnismähig lesen bei erhöhter Lesefertigkeit. Während die Lehrerschaft sich bereits an ein Uebergangsbuch gewöhnt hat, steht heute noch ein grotzer Teil jeder neuen Fibek . fremd gegenüber. Sprechen. Sprechen. Schreiben und Lesen gehen anfangs parallel. ] Der hebräische Unterricht beginnt mit dem Sprechen. Dieser; Weg ist der natürliche. Das Sprechen geht von der Anschauung aus und ist mit Vewegungsübungen verbunden Den kleinen AöL-Schützen, die noch kein Sitzfleisch haben, sind solche Bewegungsübungen sehr willkommen. Sprechübungen sind nicht Selbstzweck. Es kann heute nicht Aufgabe unserer Schule sein, das Hebräische als lebendige Sprache zu pflegen. Diese 11 Sprechübungen (für die 2 ersten Schuljahre berechnet), wollen das Kind rasch in den Geist der hebräischen Sprache einführen, wollen Schaffensfreude erwecken und dem Kind spielend und unaufdringlich einen Word schätz beibringen. Sprechen ist ein wichtiges Mittel ^zur Gewinnung eines lebendigen Wortschatzes. Die Sprechübungen kann man in den späteren Schuljahren je nach der zur Verfügung stehenden Zeit fortsetzen und — wir wollen ehrlich sein — je nach unserer eigenen Befähigung. Zur Zeit haben wohl wenig Lehrer die Vorbildung dazu. Die Fibel beginnt mit den beiden Sprech- und Bewegungsübungen. 8cbolom S. 29 und lodajirn S. 30. Die -Uebung Jodajim kann man etwa nach folgender Melodie ausführen: ggec/ggfd Schluß: ggfd/ggc—. < Gang einer Sprechübung. Schulchon (S. 31). Der Lehrer foricht: Am holech el haschulchon. Bei ani deutet er auf sich. Bei holcch deutet er auf seine Beine und hebt diese auffällig. Bei el deutet er nach der Richtung des Tisches. Bei kascbulckon fatzt er den Tisch an. Dasselbe üben die Kinder einzeln, indem sie mit dem Sprechen die Tätigkeit verbinden. Also (hebr.): Ich stehe auf. Ich gehe an den Tisch. Das ist der Tisch. Ich gehe an die Bank. Das ist die Bank. Ich setze mich auf die Bank. . Ich sitze auf der Bank. Schreiben. Man lasse viel schreiben. Durch vieles Schreiben prägen sich die 22 Buchstaben mit Leichtigkeit ein. Alle Elementarleseübungen und Sprechübungen sind abzuschreiben . unter Verwendung der Druckschreibschrist. Bek der Kürze des Stoffes ist dies auch'.unter schwierigen Schulverhältnissen möglich. a) Schreibvorübungen. Betrachtung und Besprechung des Bildes S. 1. # An den Figuren sind die Grundlinien der Buchstaben und zwar zunächst als Zeichnerische Figuren zu entwickeln. '

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