Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- Heft 7 (15.7.1929)
- Date
- 1929-07-15
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nummer 7 Jüdische Schulzeitung. Seite 7 bürg, verlesen, in dem er vorschlägt, an Stelle dhr zentralen pädagogischem Kommission über das ganze Reich verteilt mehrere Pädagogische Arbeitsgemeinschaften zu bilden. In der Aussprache wurde von Koll. Peritz der Gedanke vertreten: Das Streben nach Fortbildung und der Antrieb zu wissenschaftlicher Arbeit würde stärker, wenn Beförderungsmöglichkeiten für Religionslehrer geschaffen, würden. Kollege Abraham. Berlin, legte die zwei folgenden Resolutionen vor.- die einstimmig angenommen wurden: a) „Der Ausschuß des Reich s verband es jüdischer Lehrervereine empfiehlt allen Vereinen aufs dringendste, die Einrichtung und Pflege pädagogischer Kommissionen." d) „Der Ausschuß des Reichsverbandes jüdischer Lehrervereine hält die Schaffung von weiteren Religionslehrerprüfungen, die den Lehrern Anreiz zur Fortbildung und begründete Aussicht aus Aufstieg geben, für notwendig." 5. Ueber die Jugendschriftenkommission berichtet Koll. Rothschild. Er verlangt mehrere Kommissionen in den einzelnen Vereinen und berichtet über ein bald erscheinendes Verzeichnis von Jugendschriften, das die Jugendschristenkommission des Lchrerverbandes zusammengestellt habe. Steinhardt teilt mit. daß er dieses Verzeichnis zum Abdruck in der Jüdischen Schulzeitung schon in Händen habe. Auf seinen Antrag genehmigt der Ausschuß die erforderlichen Mittel, um 200 Exemplare dieser Nummer der Schulzeitung Herstellen zu können. 6. Bibliotheksfragen. Kollege Hirschseld, Berlin: Die Bücher der Bibliothek der jüdischen Gemeinde in Berlin stehen allen Kollegen im Reiche zur Verfügung. Gegen Ersatz der Portokosten werden die gewünschten Bücher zugeschickt. Wünsche um Anschaffung von Werken werden berücksichtigt. Ein Katalog dieser Bibliothek ist in Bearbeitung und wird bald erscheinen. I. B. Levy teilt mit, daß die Bücher der Bibliothek der israelitischen Gemeinde in Frankfurt a. M. mit jüd. Schularchiv für das Deutsche Reich ebenso allen Kollegen zur Verfügung stehen. 7. Satzungsänderung. Folgender Antrag Steinhardts wurde angenommen: Der Ausschuß beschließt, dem Verbandstag die Annahme folgender Satzungsänderung zu empfehlen: Dem 8 der Satzung: „Der Verband bewahrt in allen religiösen und jüdisch-politischen Fragen Neutralität" ist nachfolgender Satz zuzufügen: „Soweit solche Gegenstände zur Behandlung kommen, dürfen Beschlüsse, die eine religiöse Bindung für Vereine und ihre Mitglieder bedeuten, nicht gefaßt werden." 8. Ueber den nächsten Verbandstag berichtet Abraham. Beschluß: Da der in München angeregte Plan, den nächsten Verbandtag in Wiesbaden abzuhalten, nicht durchführbar ist. soll der Verbandstag 1930 in Frankfurt a. M., und wenn das nicht möglich ist. in Berlin, stattfinden. 9. Ueber die Arbeit des sozialen Ausschusses berichtete Hirschfeld. Berlin, der derzeitige Vorsitzende dieses Ausschusses. 10. Ueber ein Ferienerholungsheim referierte I. B. Levy. Frankfurt a. M. Er berichtete an Hand eines den Ausschußmitgliedern vorgelegten Exposes über einen Plan, das ehemalige „Zentral-Waisen- und Mädchenheim" in Bad Ems in ein Erholungsheim für Lehrer. Kantoren und Gelehrte umzuwandeln. — S.. Denkschrift von I. B.. Levy Dom 24.., MW.. ----- In der Aussprache bezweifelten mehrere Kollegen die Möglichkeit, mit einem täglichen Pensionspreis von 3.50 bis 4 M — wie Koll. Levy angegeben — auszu« kommen. Auch sonst waren sich die Mitglieder des Ausschusses über die Durchführbarkeit dieses Projektes noch nicht klar genug, um jetzt schon irgendeine Verpflichtung für den Reichsverband der jüdischen Lehrervereine übet«» nehmen zu können. Am Ende der Diskussion ergab sich folgendes Bild: Der Ausschuß steht dem Plan der Schaffung eines Erholungsheimes für Lehrer und Beamte, in dem den Kollegen verbilligter Ferienaufenthalt gewährt werden kann, sehr sympathisch gegenüber. Er dankt dem Kollegen I. B. Levy fiir feine in dieser Frage geleistete Arbeit. Er ersucht den Kollegen Levy. gemeinsam mit einem in oder bei Frankfurt wohnenden Kollegen, mit dem Kuratorium der Waisenanstalt in Bad Ems zu verhandeln und den Plan und seine Durchführbarkeit zu klären. Nach Klärung der Durchführbarkeit des Projektes soll eine Kommission, bestehend aus den Kollegen: 1. I. B. Levy. Frankfurt a.M., 2. Peritz. Königsberg. 3. Rothschild, Eßlingen, 4. A. Bich Michelstadt i. O.. weitere Verhandlungen einleiten. 11. Fortbildungskurse. Berichterstatter: Abraham. Berlin. Beschluß: Der Ausschuß des Reichsverbandes der jüdischen Lehrervereine empfiehlt dringend die Festlegung der an sich wünschenswerten Fortbildungskurse nur im Einvernehmen mit der Verbandsleitung vorzunehmen, damit eine zweckdienliche Verteilung der Zeit. Kräfte und Mittel erfolgen kann. Zusatz: Dieser Beschluß bezieht sich vor allem auf die preußischen Provinzialvereine und ist durch die Verhältnisse im Verband der-jüdischen Lehrervereine in Preußen veranlaßt. 12. Auf Antrag des Vorsitzenden wird folgendes beschlossen: Die drei Vorsitzenden werden ermächtigt, für den Verband bei neutralen jüdischen Korporationen die Mitgliedschaft zu erwerben und kleinere Beträge als Beiträge zu diesen Korporationen vorbehaltlich der Zustimmung des nächsten Verbandstages zu bewilligen. 13. I. B. Levy schlägt vor, die Verbandsleitung möge den Philo-Verlag ersuchen. Lehrern die neue Zeitschrift für Geschichte der Juden um die Hälfte des Preises zu überlassen. Nachdem Dr. Bamberger dem Vorsitzenden Dr. Stern für die Leitung der Sitzung gedantt hatte, schließt dieser um 2.30 Uhr die Sitzung. Leipzig. 21. Mai 1929. Krämer. München. Liierarisches. Die Schrift zu verdeutschen unternommen von Martin Buber gemeinsam mit Franz Rosenzweig. Band 9. Das Buch der Könige. Berlin. Lambert Schneider. Pappband 5 ML Auch der vorliegende Band des wunderbaren Buberschen Werkes steht auf der gleichen Höhe wie feine Vorgänger und ist aus demselben Guß geformt. Wir geben, ww bei der Besprechung der früheren Bände, auch dieses Mal wieder eme Probe, und zwar aus dem Gebete Salomos ber der Einweihung des Tempels: Wie, aber, könnte jy>M,ich GMhM Mf $$$& AI Himmel in und ’»>te Himmel ob Himmeln fassen fm nicht, wre gar dieses Haus, das ich baute! Lmd doch willst du dich zum Gebet deines Knechtes und su temem Euusterflehn neigen.