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Jüdische Schulzeitung · 1929-07-15 · Heft 7 (15.7.1929) · page 8

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Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
5 (1929)
Issue
Heft 7 (15.7.1929)
Date
1929-07-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 Jüdische Schrrlzeitimg. Nummer 7 iwbörm1 dun^Äushall, dem Gebet, das dein Knecht heuttags vor deinem Antlitz betet. f . bafe geöffnet leien deine Augen diesem Haufe zu, Nacht und der Stätte zu, von der du sprachst: Dort soll' mein Name zuzuhörm" dem Gebet, das dein Knecht nach dieser Stätte! zu beten wird! Höre dem Flehm deines Knechts und deines Voltes Iitzrael das Re nach dieser Stätte zu beten werden, selber mögst Ws zur Stätte deines Sitzes machen.. zum Himmel hin hören.!o erhör, lo »erzekhl sündigt etwa jemand an seinem Genossen und man überträgt auf ihn emen Droheid, ihn zu vere,digen. und er tommt, erdbedroht sich vor dem« Schlachtstatt in diesem Haus, selber mögst du's himmelwärts hören, so mach's zur Tat. so schaffe Recht deinen Knechten, ^. dm der sich verschuldete zu beschulden, seinen Abweg aus sem Haupt zu gebm, * „ p. dm der sich bewährte zu bewähren, chm nach semer Bewährung zu gebm. Wann dein Volk Iitzrael vor einem Feind hingestürzt wurde, da sie an dir gesündigt hatten, . und sie lehren um zu drr. bekennm demm Ramm, beim, flehen zu dir in diesem Haus: selber mögst du's himmelwärts hörm, jo verzeih die Sünde deines Volkes Iitzrael, jo latz sie setzhast bleiben auf der Scholle, die du chrm Vätern gegeben hast. Wann der Himmel abgehegt ist und es mcht regnet, weil sie an dir gesündigt haben, und sie beim nach dieser Stätte zu, bekennen deinen Namen und kehren um von ihrer Sünde, dieweil du sie beugtest: selber mögst du's himmelwärts hörm, so verzeih die Sünde deiner Knechte, deines Volles Iitzrael, dieweil du ihnen nunmehr den guten Weg gewiesen hast, darin sie gehen sollen, >o gib Regen aus dein Land, das du deinem Voll zu eigen gegeben hast. _ Und auch dem Fremden, der nicht von demem Volle Iitzrael ist, und er kommt aus fernem Land auf deinen Namen hm, — dmn hören werden sie von deinem grotzen Namen, deiner starken Hand, deinem gestreckten Arm — er kommt und betet nach diesem Hause zu: selber mögst du's himmelwärts hörm, hin an die Veste deines Sitzes, so tue, allweil der Fremde zu dir ruft, auf datz alle Völler des Erdlands deinen Namm wissen, dich zu fürchtm wie dein Voll Iitzrael, zu wlssm, datz dein Name ausgerufen ist über diesem Haus, das ich baute. M. St. Pfalmm, ausgewählt und erläutert von Dr. M. Spanier, Berlin. Zweite vermehrte Auflage. Berlm. C. A. Schwetschke u. Sohn. Preis 3,50 M, geh. 5 M. 1C4 S. Eigenes Spiel der Dinge! Kurz vor der Zusmdung der neuen Ausgabe dieser Arbeit Spaniers hatte ich in Heroers „Vom Geist der Ebräischen Poesie" gelesen. Und gleich in der Vorrede hatte ich mir den Satz angemerkt: „Rechter Verstand der Worte, Bilder und Sachen gibt dmm, die Gefühl habm, ohne viel Rede und Anpreisung Begriff der Schönheit. Indessen mutz dieser „rechte Verstand" — erworbm werden. Und dabei kann die große Mehrheit der Leitung nicht enbehren. — Für die Psalmen bietet Spanier, der in der Dichtung Lande so meisterlich Bescheid weiß, zum zweitenmal als Führer sich an. — Nicht für alle dieser frommen Lieder. Nur hat er die Auswahl gegen früher weiter gesteckt. Sie umfatzt jetzt 22 Psalmen. Und eine weitere Neuerung besteht darin, datz der Uebertragung und Erläuterung der hebräische Wortlaut in leicht erkennbarer Glieds nrng vorangestellt ist. „Tiefer kann man diesen Reichtum nur ausfchöofm, wenn man m des Dichters (eigne) Sprache slch versenkt * (S. 14). „Doch wird man Uebersetzungm der Malmen... von vornherein nicht verschmähen dürfen. Die Zauberwirkung des schöpferischen Wortes liegt ja mmt allein im Klang, sondem auch in der eigenartigm Ge- Vattung^ seines gedanklichm Gehalts/' (S. 6). -Und diesen „gedanklichm Gehalt" baut Spanier mit . femfüynger Hand dem Leser auf. Und er zeigt ihm, welcher Zeitstimmuna auch das Lied entquoll. Hier bin ich, wie ich es auch in der früheren Besprechung feiner Einführung dargetan, nicht immer des Führers Meinung. Pf. 126 erscheint — -- —- « - r Hem»- Fes. In tümlicher Sangeskunst" sich mir dar." —' .. Solche kleine Abweichung beeinträchtigt aber nicht im mindesten meine aufrichtige Bewunderung fW die Seelenkunst, in der Spanier die feinstm Regungen des Dichter- Eütes in Gedankm- und Wortbewegung erfühlt. Er hat Ohr lauschend an dm Multerboden dieser alten Dichien gelegt und hat ein singendes oder klagendes Mmschenherz „durch die Feme der Jahrtausende pochm hören". Ich will hier nicht weiter Vorzüge von Spaniers Uebertragung und Erläuterung anderen „Versuchen" gegmüber „anprersm". Der „verständige" Leser wird sie selbst herausfindm. Das erste Psalmmbüchlein Spaniers habe ich als Kranzgewinde für unsere Fraum empfunden. Das Buch in lemer heutigen Fassung gilt einem grötzerm Kreis, vor allem auch den Lehrmden, es ist aber auch der „reifen" Iugmd gewidmet, allm überhaupt, die ein Herz und ein Ohr habm für dm erhabenen Pulsschlag entschwundener Zeit. — S. Andorn, Krefeld. Drei Schriften des Philo-Verkags: Edmond Fleg, „Warum ich Jude bin" (brosch. 2.50 Ml); Eugen FuK, „Glaube und Heimat" (0,45 Ml); Ludwig Holländer, „Deutsch-Jüdische Probleme der Gegenwart" (1,30 MM). Die beiden ersten Schriften sind Neuauflagen bzw. Abdruck aus der Zeitschrift „Der Morgen": beide Broschüren sind beachtenswert und bieten dem Leser anregmde Momente, wenn ich mich auch nicht mit allen Ausführungen Flegs einverstanden erklären kann. Die dritte Schrift „Deutsch-Jüdische Probleme der Gegenwart" ist neu erschienen und enthält die Wiedergabe emes Referats von Ludwig Holländer. Der Leser wird insofern enttäuscht sein, als von allen Problemen, die die deutsche Iudmheit der Gegenwart beschäftigm — und es gibt so viele Probleme, derm Ungelöstheit am Marke des Judentums zehrt und seinen Fortbestand bedroht —, nur ein Thema herausgegriffen ist: Der Gedanke des E. V. und ihm gegenüberstehend der Zionismus und Palästinaaufbau. Ich mutz mir ein Eingehen auf die in dem Büchlein enthaltene Polemik versagen, da diese Zeitschrift unter allm Umständen parteilos gehalten werden soll. M. St. Bel der Mktleitung eingegangene Mer. Unsere Welt. Gedichtsammlung für das 5. bis 8. Schuljahr. Herausgegeben von Berliner Schulmännern. Berlin SO 36. 1929. Freier Schulverlag. Grotzoktav. 224' Seiten. In Ganzleinen 2,75 Ji.- (Genehmigt unter U. III A. 2172/1 vom 4. November 1928 durch das Ministerium für Wissenschaft, Kunst und Volksbildung.) Dr. Albert Lervkowitz. Dozent am jüdisch-theologischen Seminar in Breslau: Das Judentum und die geistigen Strömungen der Neuzeit. I. Die Renaissance. Breslau 1929. M. & H. Marcus. 46. Bericht der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin. Inhalt: Jahresbericht des Kurator rums. „Die Feier der drei Wallfahrtsfeste im zweiten Tempel" von I. Elbogen. Das GeWlechtsleben der Jugend und seine Erziehung. Von Prof. A. Busemann. Broschiert 2,40 M, Halbleinen gebunden 3 " ^- Deutsche 3 JL (Pädagogischer Wegweiser, Band 15.) Union Verlagsgesellfchaft, Zweigniederlassung Berlin SW 19. Notizen. Palästina-Jugendfahrt 1829. Auch in diesem Jahre findet im Herbst eine Palästina- Jugendfahrt statt. Die Reise dauert genau einen Monat und schließt einen 16tägigen Aufenthalt in Palästina ein. Außerdem bietet sie Gelegenheit zu einem 2tägigen Aufenthalt in Aegypten. Eine Reihe von Verbesserungen in der Durchführung, geben der Reise in diesem Jahre auch den Charakter einer Erholungsreise. Prospekte und Auskünfte durch den Palestine «8? Orient Lloyd, Vertretung Berlin, Atlantic Expreß G.m.b, H, Berlin N 24, Friedrichstraße 121.

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