Jüdische Schulzeitung
- Journal
- Jüdische Schulzeitung
- Volume
- 5 (1929)
- Issue
- Heft 2 (15.2.1929)
- Date
- 1929-02-15
- Page
- – (sequence 5)
- Language
- German
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Dtjd) e,Muiz eitung. zerit des Baugewbetrags erreicht hat. Den Zuschlag bekommen die Sparer mit den höchsten Schlüsselzahlen im Rahmen des augesammelten Kapitals. Spareinlagen und Geschäftsanteile werden nicht verzinst. Die Gelder werden bei der Württ. Beamtcnbanl wertbeständig angelegt. Die Zählungen dürfen nicht direkt geleistet, sondern müssen auf das Konto der „EWO" bei dieser Ballk durch Vermittlung der Geschäftsstelle überwiesen werden. Die Rückzahlung beträgt 6 Prozent vom ganzen Baugeid; von dieser Summe entfalten 1 Prozent aus die Verzinsung der jährlichen Restschuld und der Rest auf die Amortisation. Aus diese Weise ist ein Haus nach spätestens 16 Jahren abbezahlt. Die Verzinsung und Tilgung entspricht ungefähr dein Betrag, den eine Familie für eine ähnliche Wohnung an Miete ausbringen muß. Für den ZinSverlust. den der Genosse dadurch erleidet, daß die Spareinlagen nicht verzinst werden, wird er durch die nur 1 Prozent betragende Verzinsung des jeweiligen Restbetrages des Bandarlehens reichlich entschädigt. Die „EWO" ist die vorteilhafteste und b i l l i g st e B e am t e n - B a u s pä r k a s s e! Sie ermöglicht es jeden» ernst strebenden Beamten bei erträglichen Rücklagen tatsächlich a n ch Eigentümer eines Eigenheims zu. werden. Für die Sicherheit der Gelder bestehen die denkbar besten Garantien. Die „EWO" nimmt auch Sparer auf. die einen Bauplatz oder ein Eigenheim (höchstens 2 Wohnungen) kaufen oder eine teure Hypothek ans einem solchen ablösen wollen. Der Beitritt zur „EWO" ist sehr zu empfehlen. Die Geschäftsstelle der „EWO" in Pforzheim. Zähringcr Allee 61 (Fernsprecher 4640). erteilt gerne Auskunft aus befonbere Fragen und versendet Vordrucke für Beitrittserklärungen, beides gegen gefl. Beifügung des Rückportos. Bereinsberichke. Verein der Israel. Lehrer in der Provinz Pommer». G e n e r a l v e r s a m m l u n g vom 21. November 1928 in Belgard. Pünktlich 13.30 Uhr erössnete der Vorsitzende. Kollege Baronowitz. die Versammlung mit Worten herzlicher Begrüßung aller Anwesenden. Er gibt einen klaren Rückblick über die Geschehnisse des Vereins im letzten Jahre und gedenkt in tief bewegten Worten des so jäh aus dem Leben gerissenen jungen Kollegen Alexandrowitz-Schivelbein, sowie der Kollegen Dingfelder. München, und Bähr, Waldenburg, deren Heimgang einen unermeßlichen Verlust in unseren Reihen bedeutet. Ihr Andenken wird durch Erheben von den Sitzen geehrt. Der Geschäftsbericht zeigt die Leistungen des Vereins und gibt Kenntnis von den Verhandlungen mit dem Synagogenverband Pommerns zwecks Anschluß an die Provinzials-Pensionskasse. Infolge Ablebens des Schriftführers berichtet der Vorsitzende auch über den genauen Stand des Vereinsvermögens. Es folgten nun die Referate: Landesverbände und Lehrer-Fortbildung. Sprach- und Leseunterricht. Zn 1. wird die bisher so durchaus »»»»fruchtbare Arbeit des Preuß. La»»dcsverba»»des für die Lehrer gegeißelt im Vergleich zu den süddeutschen Verbänden Bayern und Württemberg, wo die jüdischen Lehrer in bezug auf Gehalt u»»d Altersversorgung ihren christlichen Kollegen gleichgestellt sind. - ■ ' eite f> Zu 2. wird als Fortbildnngsmöglichkeit folgender Weg angezeigt: pfleget Kollegialität, schließt euch den bestehe»»' den Lehreru»»d Kantorenvereinen an, besuchet die Lehrcrur»d Ka»»torer»versamn»l»lngen. leset unsere Fachzeitschrift ten. bestlchet Fortbildungsürrse, benutzet vorhandene Lehrer- und Gemeindebibliothekei». Zn 3. Unterricht im Hebräische»»' »nuß von der ersterr St»»nde an lebendiger Unterricht in einer Fremdsprache sein unb als solcher behandelt werden. Lesen heißt nicht Buchstaben ertenuen und aussprechen, sondern Lesen heißt Inhalt gelvin»»ei». Das Verständnis des Gelesenen »st Voraussetzung eir»es Leseunterrichts. Nach Schluß einer mehrstündigen, sehr anregenden Debatte wurden den» Referenten seitens des Vorsitzende»» herzlicher Dank ausgesprochen. Antrag Wccblowski. Stolp. daß auf jeder ordent lichen Generalve, sammlung abrvechselr»d einrnal einTherna pädagogischen unb dann ein Thema ka»»toralen Inhalts gehalten werden soll. »v»»rde angenoininen. Ebenfalls der Antrag Ja»»kelowitz. Schioelbein. der- Verein »nöge beim Verband der Lehrervereine in Preußen darauf hinwirkcn. daß die Rechtsschutzabteilung des Lehrer verba»»des etwaige Streitigkeiten seiner Mitglieder mit ihren Gemeinden, sow» it sie sich auf Bertragsdisferenzen u. a. stütze»», gegebenenfalls a»»ch zur gerichtlichen Klärung brirrgt. wurde einstilninig angenominen. Ein weiterer Punkt der Tagesordnung war Vorstandswähl. In den Vorstand wurden neu gewählt: Moses. Schlawe. Schriftführer und Kassierer; Wcrblorvski. Stolp, und Goldschmidt. Bütow. Beisitzer. Hierinit hatte die Tagesordnung ihr Ende erreicht, und mit herzlicher» Dankesworten für das rege Inter esse während der Tagung »vurde die Generalversammlung »»»n 19 Uhr vom Vorsitzenden geschlossen, nachdem ihr»» a»»s der Mitte der Versammlung Dank und Anerkennung siir seine Mühervaltung und sichere Führung ausgesprochen worden war. Julius Moses. Schriftführer. Bericht über die Sitzung des Vereins israelitischer Lehrer im ehemaligen Herzogtum Nassau vorn 21. Novernber 1928 in Wiesbaden. Gegen 10 Uhr eröffnete der Vorsitzende, Kollege Nuß bau»»». Wiesbaden, die g»»tbes»»chte Versammlung mit einer warinen Begrüßung der Kollegen, sotvie der Vertretung der Vorstände beider Wiesbadener Kultusgemejndeu und deren Rabbiner. Herr Leopold Nnßba»»»»» dankte für die Kultusgeineinde unb Herr Rabbiner Dr. Ansbacher im Nanreu der Altisrael. K»llt»lSge»llci,kde. I.- Dein Jahresbericht des Vorsitzenden e»»tneh»nen »vir als wichtigstes Ereignis für die gesa»»»te jüdische Lehrerschaft Deutschlands die vor zirka eine»»» Jahre ftattge ft»ndcne pompöse Tagung des Reichsverbandes zu München. Herr Kollege Eapell. Wiesbaden, hatte es übernommen, über diese Tagung einen eingehenden Bericht zu geben, der in äußerst anschaulicher und interessanter Art uns über Verlauf. Themcnbesprechung u»»d Beschlüsse Aufschluß gibt. sowie die Persönlichen Eindrücke des Berichterstatters uns schildert. Als freudiges Ereignis irr» abgetanst»»«» Bereinsjahr erwähnte der Borsitze»»de sein eigenes 40jähriges Dienstjubiläum unb dcmkte. nicht ohne aufrichtige Rührung, allen Kollegen, die ihn durch ehrende Ansprachen und aufmerksames Gedenken erfreut hätten. Nachdem bei der Wahl des Ausschusses der Vorsitzende trotz feines festen Vorsatzes, die auf ihn faltende Wahl nicht mehr annehmen zu wollen, sich auf energisches Zureden doch dazu entschlossen hatte.