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Jüdische Schulzeitung · 1927-04-15 · 4 (15.4.1927) · page 7

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
3 (1927)
Issue
4 (15.4.1927)
Date
1927-04-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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i'tumnu’v 4- Jüdische Schulzeituug. . C U C / imicrririjt in höheren Schulen auch auf einfache Neligionsschul- ^verhällniffe angewcndet werden?" Mil meisterhafler Beherrschung des Eefamtstoffcs zeigte der ^Referent. wie auch in einfachen Schulverhältniffen bei sachgemager Stofsverleilnng unter interessierter Mitwirkung des Elternhauses dieser Lehrplan erfolgreich verwendet werden könne. > An der daran sich anschliessenden Debatte beteiligten sich u. a. Herr Scminardozent Dr. Nabln. Brock, Bahr und der Referent. £>m Dr. Nabin macht der Versammlung die dankenswerte Akitteilung. dasi die große Bibliothek des Breslauer jüdischtheologischen Sennnars jederzeit den Lehrern zur Benutzung offenstehc. Mögen die Kollegen von diejem Anerbieten reichlichen Gebrauch rnachen. Kollege Moops referiert über den jetzigen Stand der Untersiützungsrasic des Vererns und bittet um mitwirkende Förderung der Kollegen. Nach Rechnungslegung und Wiederwahl des Vorstandes wurde die erfolgreiche und alljeitig befriedigende 44. Haupttagung geschloffen. Heidettfeld - Striegau, B ä h r - Breslau, Schriftführer. Vorsitzender. Bei der Wristleilmg eingegangkne Bücher. Martin Vuber, gemeinsam mit Franz Rosenzweig. Die Schrift: Drittes und viertes Buch. (Das Buch Er rief und das Buch Zn der Wüste). Berlin. Lambert Schneider. Schächtfrage und jüdische Speisegesetze. Offene Worte an Schach tgegner und Juden. Leipzig 1927. Gustav Engel. Dr. Julius Höxter. Quellenlesebuch zur jüdischen Geschichte und Literatur. UI. Teil. Deutschland, Frankreich und Italien im Mittelalter. Frantfurt a. M. 1927. I. Kauffmann. Preis 1.80 -.ll. deinen Weinberg pflücke nicht aus, den Abfall deines Weinbergs lies nicht auf, dem Armen und dem Gastsafsen überlasfe sie. Ich euer Gott. Stehlt nicht. Hehlet nicht. . ' Belüget nicht einen Mann seinen Volksgesellen. Schwöret nicht bei meinem Namen zur Lüge, . daß du den Namen deines Gottes preisgäbest. Ich. Presse nicht deinen Genossen. - Raube nicht. Nicht nachte das Erarbeitete eines Löhners bei dir bis an den Morgen. Lästre nicht einen Tauben, vor einen Blinden lege keinen Anstoß, fürchte dich vor deinem Gott. Ich- Machet nicht Verdrehung im Gericht. Emporhebe nicht das Antlitz eines Geringen, beschöne nicht das Antlitz eines Großen, nach Ordnung richte deinen Volksgesellen. Trage nicht Verleumdung unter deinen Volksleuten feil, steh nicht still bei dem Blut deines Genossen. Ich- Hasse nicht deinen Bruder in deinem Herzen, mahne, ermahne deinen Volksgesellen, daß du nicht Sünde seineihalben tragest. Heimzählc nicht und grolle nicht den Söhnen deines Volkes: liebe deinen Genossen dir gleich. * Ich- Literarisches. Martin B n b e r gcmeinsanr mit Franz Rosenzweig: Die Schrift, das Buch Er rief, und das Buch In der i Wüste. Berlin, Lambert Schneider. Buber und Rosenzweig haben nunmehr das vierte und fünfte Buch Mose bearbeitet. Was wir bei den ' beiden ersten Büchern hcrvorgchobcn haben, „möglichst wortgetreue Uebersctznng, modernstes Deutsch und Wiedergabe des biblischen Rhythmus", es trifft in gleicher Weise auch aus die vorliegenden beiden Bände zu. Es ist ein her- , vorragendcs Kulturwerk, das die beiden Autoren schaffen, und wir können nur den ernsten Wunsch aussprechen, daß \ es ihnen vergönnt sein möge, dieses Werk auch gemeinsam > zu vollenden. Nachfolgend geben wir wiederum zwei Proben aus den beiden Büchern. I Aus dem dritten Buche Mose: s Er redete zu Mosche sprechend: j Rede zur ganzen Gemeinschaft der Söhne Jißraels, l sprich zu ihnen: , \ Werdet heilig, ' denn heilig bin Ich, Euer Gott, s Jedermann seine Mutter und seinen Vater sollt ihr : fürchten. Meine Feiern sollt ihr wahren. Ich euer Gott. i Wendet euch ja nicht zu den Gottnichtsen, l Gußgötter machet euch nicht. [ Ich euer Gott. l Wenn ihr den Schnitt, eures Landes schneidet, vollende nicht den Rand deines Feldes zu schneiden, , die Lese deines Schnittes lies nicht nach. Aus d e m vierten B u ch M o s e: Wie sind deine Zelle, Jaakob, schön, deine Wohnungen, Jißrael! Wie Vachgründe, gebogen, wie Gärten am Strom, wie Aloen, von Ihm gepflanzt, wie Zedern am Wasser! Wasser rinnt von seinen Trieben, in vielem Wasser ist seine Saat. Höher wird als Agag sein König sein, sein Königtum sich erheben. - Gott, der aus Aegypten es führte, Es verzehrt die Erdstämme, seine Dränger, wie des Wisents Gehörn ist er ihm. es zermalmt ihre Gebeine, . - die auf es einhauen, zerhaut es. ' Es kauert, es lagert, wie der Leu, wie die Löwin, wer mags aufreizen! Die dich segnen, gesegnet, die dir fluchen, verflucht! Wir empfehlen das Werk erneut aus das Angelegentlichste; es läßt sich auch beim Unterricht sehr gut verwerten. * M. St. S. Poljako ff, Sabbrttai Zewi, Roman aus dem Russischen von Z. Holm. Hcrausgegeben vom Heine- Bund. (Eine jüdische Buchgemeinde unter Leitung von Dr. Eliasberg.) Berlin, Linkstraße 39. Nach dem Muster der deutschen Buchgemeinschaft hat sich als erste jüdische Buchgemeinde der Heine-Bund organisiert und ist jetzt mit obigem Roman als seinem

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