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Jüdische Schulzeitung · 1926-12-15 · 12 (15.12.1926) · page 7

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Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
2 (1926)
Issue
12 (15.12.1926)
Date
1926-12-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
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H Nummer 12 Jüdische Schulzeitung. icite 7 | (Sol)cn und der Ausführungen Schestelowitz in Brunns ^Monatsschrift 1912, und meint nun, es kann doch nichts mehr Neues auf diesem Gebiete gesagt werden. Und man wird angenehm enttäuscht. Gewiß, inhaltlich muß ja vieles schon gesagt worden sein, denn die bekannten jü- .bischen Argumente gegen die landläufige Redensart vom 'l Gott der Rache bringt natürlich Norden. Aber er bringt 1 auch das Alte in einem solch neuen Rahmen, er charak- -! terisiert die Gottesvorstellnng, die das Alte und das Neue Testament durchzieht, so prägnant, und ern'cist in einer Weise den Gott der Gerechtigkeit, den Vater der Menschheit, der auch aus dem Munde des Sohnes .3 der Maria redet, daß man dies Büchlein aus der Hand; legt mit der Frage: Warum verbreiten wir nicht solche * Schriften ebenso stark wie die Gegenseite ihre vergiften- ■\ den Nachrichten verbreitet? Warum besitzt dieses Schrift- : chen nicht jeder Lehrer, jeder Schüler der höheren Klassen? P Die Zwischenbemerkung S. 11 betr. Hammurabi's hätte i vielleicht unterbleiben können, da sie sachlich nicht unangei, fochten ist. Sonst ist das Werkchen inhaltlich und sti- 1 linisch gut und außerordentlich allgemeinverständlich, j B. M '. .] Die Juden in der Philosophie der Gegenwart, von 1 Prof. Dr. Ludw. Stein. Gin LLerk, das mit in die Reihe der Schriften ge- : hört, die uns die Erfinder und Entdecker schauen lassen, J die ans den jüdischen Reihen hervorgehen. Hier werden f die genannt, die aus philosophischem Gebiete bahnbrechend J waren neben Cohen und Bergson, ein Samuel und William Stern und viele andere, die unser geistiges Leben J) in Westeuropa und darüber hinaus befruchten, unter P denen der Verfasser selbst und sein Sohn nicht den letzten : Rang einnehmen. Dem Schristchen ist weiteste Verbrei- < tllng zu wünschen. B. M. Nathan Adler. 2^5, ein 21^ 2/" 4 Buch für die .Hand der Lehrenden und Lernenden in 4 Gemeinde und Schule, 1. Teil, Frankfurt a. M., Kauff- ■4 mann 1926. ■i Das vorliegende Buch, das eine große Belesenheit in den biblischen Kommentaren und in der Midrasch- ,j literatnr enveist, bringt kurze Betrachtungen zu den ein- - zelnen Wochenabschnitten des Jahres in einer Form, die der Verfasser — recht profan — selbst „Feuilteton- ■. Stil" nennt. Die ungleichen Arten der Darstellung, die ' sich bald an den biblischen Text hält und ein „Wörtlein" bringt, bald einen Midrasch znr Stelle heran- P zieht, bald eine historische Verknüpfung sucht (wie in; Nr. 41), macht das Büchlein reizvoller. Immerhin scheint 1, es mir doch nur dann von Wert zu sein, wenn man es J zum Ausgang eigener Betrachtungen nimmt, dies mag ' ‘ auch im Sinne des Verfassers liegen, wie wohl das in 1 ' Klammern gesetzte Wort „Schilde" (Nr. 33) andeuten ' soll. Dadurch entschuldigt sich auch die Abgerissenheit und l das Hingeworsensein von Gedanken, die nicht genauer i ausgeführt werden. So erinnere ich, daß in Nr. 26 sehr J schön andeutungsweise über kodausch und kodesch gesprochen 1 , wird, ohne daß dieses Thema weiter ausgesponnen wird. 1 ' In Einzelheiten weist das Buch sehr viele unange- 4 nehme Mißstände auf. Die Grundstelle der Zitate fehlt - oft; wenn sie angegeben ist, so geschieht dies keineswegs gleichmäßig, bisweilen heißt es Psalm, bisweilen Psalmen, der Traktat in Nr. 48 heißt Eruwin, nicht Eruwim, die Umschreibungen Jisro oder gar Haafino, ja auch Bamidbor wird man milde als unkorrekt bezeichnen dürfen, die Vokalisierung der Zitate wird oft angezweifelt werden dürfen. So ist wohl in Nr. 35 Bischaß, nicht Beschaaß zu vokalisieren. Als Hilssbuch wird das neue Werk gute Dienste leisten können, aber das, was man für private Zwecke als Schiurbuch sich wünschen könnte, dürfte damit noch nicht geliefert sein. Rabbiner Dr. A. Posner, Kiel. Bk! öer WIslIeiliW eingegongent Mer. Fest- und Sabbath-Predigten von Prof essorDr. Jacob Suttmann, weiland Rabbiner der Synagogen-Eemeinde Breslau. Frankfurt a. M. 1020. I. Kauffmann. Preis broschiert 0.50 Jt. Professor Dr. Alfred Scher: Friedrich Fröbel als Führer zur Gegenwartspädagogik. Berlin. Union Deutsche Berlagsgesellschnft. Max Konzelmann. Pestalozzi. Ein Versuch. Leipzig. Notapfel-Verlag. Preis geb. 7 «IC. Notiz. Herr Professor Freud hat an Herrn Lilienthal. Wiesbaden, den Verfasser der Arbeit „Väter und Söhne" in Nr. 10 dieser Zeitschrift nachfolgende Zeilen gerichtet: 'Wien. 27. Oktober 1020. Sehr geehrter Herr! Ich bestätige Ihnen dankend den Empfang Ihres inhaltsreichen und interessanten Aufsatzes, dem dafür, daß er sich an die jüdischen Religionslehrer wendet, eine besondere Bedeutung zukommt. Ich werde den Separatabdruct in das Archiv unserer Gesellschaft allsnehmen lassen. Mit usw. . . . Ihr Freud. Bücher zur religiösen Unterweisung der Jüdischen Jugend. Stuttgart, I. B. Metzler. Der letzten Nummer der Jüdischen Schulzeitung lag ein Prospekt des rührigen Metzlerschen Verlags in Stuttgart bei über die Lehrbücher unseres Kollegen Hauptlehrers Müller, Heidelberg: Ein Buch für unsere Kinder, Kleine Bibel, Jüdische Gesch i ch t e in Charakterbildern tlnd Ueberblick über die biblische und n a ch b i b l i s ch e G e s ch i ch t e. Vor dreißig Jahren erschien das erstgenannte der Müllerschen Lehrbücher, zunächst für einfachere Schuloerhältnisse bestimmt. Mit Bienenfleiß hat der Verfasser sodann weiter gearbeitet und ein System ausgebaut, das heute den gesamten jüdischen geschichtlichen Religionsunterricht aller Schulgattilirgen umfaßt. Die jüdische Fachpresse aller Richtungen, zum Teil auch die nichtjüdische. hat dle Müllerschen Bücher als vortreffliche Lehrmittel gewürdigt, die sich denn auch znr Zeit schon die meisten jüdischen Schulen Deutschlands erobert haben. Und mit vollem Recht. Denn sie vereinen alle Vorzüge eines Buches für den jüdischen Religionsicnterricht in sich, und wir wünschen ihnen, daß der Siegeszug durch die jüdischen Schulen ein ungehemmter werde, zum Segen der „Religiösen Unterweisung der jüdischen Jugend." M. St. g Hg Neuaufnahme 11 taubstummer Kinder vom I». LebenSiobre on zu Avril 10-/7. An- §== inclbvitncit ((Oebiirt'itrfjcht. Imvli'chein. iir,tl. Attest) bis zum I. ,kclirttor an Direktor Dn. Fi R'Sich, Herlin-WfciHensee, Parkstraire Ü2. Israelitische Taubstummenanstalt. Aollegen, werbt für die Verbreitung der „Jüdischen Schulzeitung"! _ prabenmnmern in beschrankter sah? ftehen bei.ber Lö-riftkrtung zur VerfLaunsi.

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