Mannheim
Compact Memory

Jüdische Schulzeitung · 1926-11-15 · 11 (15.11.1926) · page 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
2 (1926)
Issue
11 (15.11.1926)
Date
1926-11-15
Page
– (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2825247-2825294-2825305--0129-2825709
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

Kummer 11 foftgefteüt, daß diese Verwendung des Buches nicht in der Absicht und im Wunsche des Verfassers liegt. Krämer, Speyer. I. B. Levy, S ch a a r e C h a j i m, methodischer Lehrgang des hebräischen Unterrichts in der Unterstufe höherer Lehranstalten oder in der Mittelstufe der Volks- undder Religionsschulen (unter Mitwirkung von Dr. B. May, 2. verbesserte Auslage, Frankfurt (Main), Lehrberger 192L. Es ist eine Freude, diese Arbeit anzuzeigen, allerdings unter der Voraussetzung, daß man Hilfsbücher für die ersten Schuljahre überhaupt gutheißt, bevor man die' Kinder an das eigentliche Gebetbuch und den Pentateuch heran führt. Die hier gebotenen Proben aus den genannten Büchern stellen eine gute Auswahl dar, die dem Herausgeber Gelegenheit bietet, allmählich grammatische Kenntnisse zu vermitteln,- die geschieht auf fast spielende Weise, so daß die Aneignung leicht sein muß. Nachgeholsen wird dadurch, daß die betreffenden Formen oder Zeichen in den dazugehörigen Texten durch den Druck hervorgehoben werden; der Schüler wird also dadurch sofort darauf hingewiesen, daß hier seine neue grammatische Erfahrung geprüft werden soll. Die selbst geschaffenen Texte entbehren des Reizes nicht; freilich wird hier Vorsicht empfohlen werden müssen. Es dürste besser sein, nicht belegte > Formen zu vermeiden. Alls S. 20, 15 würde ich z. B. nicht mit „iswu", der Mehrzahl beginnen, oder Chikob mit Le ist nur durch Jes. 30, 18 zu belegen (vgl. S. 30,14).; Tie Form „wajsdeh" (S. 37, 14) ist nirgends zu finden und müßte wohl (nach tertiae he) das he verlieren (vgl.; wajiwen, nicht aber wajiwneh). Die deutschen Stücke, die Wortverzeichnisse am Ende : des Buches und viele andere Dinge, wie die Anmerkung ' auf S. 14, verdienen volles Lob. Das Buch kann vielen Segen stiften; möge dies auch; der Fall sein. Rabbiner Dr. Posner, Kiel. Stern, H., Warum sind wir Deutsche? Philoi Verlag. Diese sechs Aufsätze sind wirklich außerordentlich ge- ' eignet, unsere Jugend für das Deutschtum neben ihrem; Judentum zu begeistern. Sie zeigen ihr'erstens nach der z positiven Seite, warum wir uns mit vollem Recht Deutsche! nennen dürfen, nachder negativen, was von jüdisch-; nationaler Seite dagegen an Argumenten ausgebracht wird. \ Der Verfasser will der „zwischen zwei Fronten" stehenden Jugend sagen, wohin ihr Weg führen muß, wenn sie rechte! deutsche Juden sein wollen. Er versieht sie mit den besten l Waffen im Kampfe gegen den äußeren und inneren Feind.; am zu beweisen, daß inan beides: ein guter Deutscher? und ein guter Jude zugleich sein kann. Das Schristchen \ sollte jedem ins Leben tretenden Juden ein Vadeillecnm i werden. Ly.? Martin Buber (genieinsam mit Franz Rosenzweig), Die Schrift II. Das Buch Namen. Berlin, Lambert l Schneider. l Wir haben in Nr. 7 dieser Zeitschrift die Eigenart ' der neuen Buber'schen Bibelübersetzung eingehend ge- U würdigt. Den Momenten, die wir dort erörterten, sei 5 ' an dieser Stelle noch eines hinzugesügt: die heilige, echt? jüdische Scheu der Uebersetzcr vor dem Gottesnamen. Seite 7 Der vicrbuchstabige Gottesname wird nie anders als mit dem Fürwort der dritten oder zweiten Person wiedergegeben: „Er sprach zu Mosche", oder „Mosche sprach zu Ihm". Wir geben auch heüte eine Uebersetzungsprobe und zwar Kap. 19, die. Einleitung zur Offenbarung, wieder: „In der dritten Mondneuung nach Ausfahrt der Söhne Jißraels aus dem Land Aegypten, genau auf den Tag, kamen sie in die Wüste Ssinai. Sie zogen aus Refidim und kamen in die Wüste Ssinai, und sie lagerten in der Wüste. Dort lagerte Jißrael, gegenüber dem Berg. Ausstieg Mosche zu Gott, Da rief Er ihm vom Berg,- er sprach: So sprich zum Hause Jaakobs, ansag den Söhnen Jißraels: Selber habt ihr gesehen, was ich an ^Aegypten tat, ich trug euch auf Flügeln von Adlern" und brachte euch zu mir. Und jetzt, hört ihr gehorsam auf meine Stimme und wahrt ihr meinen Bund, dann seid ihr mir aus allen Völkern ein Sonderschatz. Denn mein ist die ganze Erde. Ihr aber ' sollt mir sein ein Reich von Priestern, ein heiliger Stamm. Das ist die Rede, die du zu den Söhnen Jißraels reden sollst. Wir erwarten mit Spannung das Erscheinen weiterer Bände und wünschen dem Werke weiteste Verbreitung. M. S te in ha c b t. Bei der Wistleituiig einsegangenc Bücher. . Martin Buber (zeineinsam mit Franz Rosenzweig): Das V u ch Runtc rt. Berlin. Lambert Schneider. Otto Geismar: T i e rs ch n e l l z e i ch ne n. Berlin. Union Deutsche Verlagsanstalt. Broschiert 2,10 Jl. Briefkasten. Droh wiederholter Bitte von meiner Seite und nicht minder auch seitens der Redaktion des „Israel. Familienbl." kommen immer wieder Fälle vor, daß Kollegen Artikel und Notizen, die für die Blätter für Erziehung und Unterricht bestimmt sind, nicht mir, sondern dem Verlag nach Hamburg zusenden. Sie verursachen uns damit nur unnötige Arbeit und mancherlei Mißhelligkeitcn. Ich sehe mich.darum veranlaßt zu erklären, daß ich in Zukunft Zuschriften von Kollegen, die mir auf dem Umwege über Hamburg zugehen, überhaupt nicht mehr veröffentlichen werde. — Desgleichen bitte ich zu beachton, daß meine Adresse jetzt Uhlandstraße 12 ist. Briese erreichen mich stets ganz zuverlässig auch ohne nähere Straßenbezeichnung; sie treffen jedoch verspätet bei falscher Adresse ein. Insbesondere wolle man die Auschrist „Lehrer an der jüdischen Gemeinde" meiden. Die Briese wandern dann erst ins Gemeindebüro und gelangen, da ich nicht mehr im Amte bin. mit wesentlicher Verspätung in meine Hände. M. S t e i n h a r d t. Berichtigung. In Nr. 10 der Ausgabe vom 10. Oktober soll es Seite 8. erste Spalte, Zeile 11 von unten anstatt Seite 14 heißen: Seite 101. Die betreffende Komposition wurde in der Bearbeitung Henle's als Beilage versandt. Jüdische Schuljeitung. | Kollegen, werbt für die Verbreitung der „Jüdischen Zchulzeitung"! f .probcrnnrnncnt in beschränkter ZM Leben bei der S&rtfiltiimg zur .yerftztzMg.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.