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Jüdische Schulzeitung · 1926-09-15 · 9 (15.9.1926) · page 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Schulzeitung
Volume
2 (1926)
Issue
9 (15.9.1926)
Date
1926-09-15
Page
– (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Jüdische Schulzeitung._^ _■_ _NurnmerS . Arbeit hindern. Die Vokabeln Feind, Pest, Schwert, .Hunger, Kummer und Hinderet werden eingeübt. So soll uns Gott bergenwie der Adler seine Jungen unter seinen Flügeln schirmt. Zel, Schatten. Uebersetze: Der Ewige dein Hüter, der Ewige dein Schatten an deiner rechten Hand. Kenofajim, Flügel (warum Endung ajim?) tastirenu, Zusammenstellung von Haschkiwenu haamidenu tastirenu. Durchnahme von Fut. hifil. , In der nächsten Stunde wird dann das Stück im Gebetbuch gelesen und übersetzt. Die Miisterübersetzung wird durch Ehorsprechen eingeübt. Zur Einprägnng des Sprachschatzes wird ins .Hebräische übersetzt: Zum Frieden und zur Freude gab uns der Ewige den Tag der Ruhe. Unser König hat über uns die Hütte seines Friedens in Liebe gebreitet. Unser Vater, versorge uns mit gutem Rate von Dir zum Leben, wegen Deines Namens. Entserne von uns Hunger und Kummer, Du unser Hüter und Netter. Birg uns in den Schatten Deiner Flügel, Du Gott des Lebens. IV. A u s d.r u ck s st u s e. Wie eine Hütte, wie ein Zelt soll Gott seinen Frieden über uns breiten. In der Wüste findet der Beduine im Zelte Zuflucht vor Wind und Wetter. So soll Gott uns decken mit seinem Frieden. Er soll uns auch die Sorgen nehmen und guten Rat uns geben. Menschen geben oft schlechten Rat! Von Gott kommt guter Rat, zu unserem wahren Heil. Gott soll uns schirmen wie der Schild den Krieger. Gott soll uns Helsen, nicht weil wir aus seine Hilfe Anspruch haben, sondern weil sein Name ist Allgütiger. Was heißt das? In dem Gefühle wird uns sicher und geborgen zu Mute, wie der Krieger hinter dein Schilde. Im anderen Gebete, wo? wird Gott Schild Abrahams genannt. Warum? Abraham fühlte sich bei Gott sicher, wie der Krieger hinter dem Schilde. Wo hat Abraham sein Gottvertrauen gezeigt. Auch auf die Gebetswendung Schild Davids wird hier eingegangen. Wenn Gott will, kann er uns nicht nur vor den Feinden und ihren Waffen schützen, er kann auch alle anderen Gefahren von uns beseitigen: Krankheit, Hungersnot, Kummer. Warum Feind und Schwert hervorgehoben? Feind — persönlicher Hasser. Schwert — Kriegselend. Es gibt persönliche Feinde, die schaden uns auch ohne Schwert? Verläumdung usw. Auch der Hinderer, was ist das? Die böse Neigung in unserem Herzen: „Hinter uns und vor uns"; wollen wir etwas Böses tun, dann gibt uns die böse Neigung gleichsam einen Stoß, daß wir es ja tun, und wenn wir etwas Gutes Vorhaben, dann stellt sie sich uns hemmend in den Weg. Beispiele! Vergleich des Stückes mit Ps. 23 und ev. 121. V. Z u s a m m e n f a s s u n g: Gottes treue Wacht in finsterer Nacht (Ueberschrift). - VI. Anwend u n g. Was schuldest du Gott für seine Vaterliebe und .Hirtentreue? Dank und Vertrauen. Wie zeigen wir diese? Wie wirst du danken nach überstandener Krankheit? Hinweisung auf die fromme Sitte des Gomelbenschens. VIII. Das Bibellesen auf der Oberstufe. Das Verfahren ist vom Standpunkte der Arbeitsschule dankbar und einfach, dankbar, weil die Mitarbeit der Klasse sich schnell einzustellen pflegt und einfach, weil nach einigen nötigen Vorbercitungssragen und Aufgaben, welche Zustimmung und Empfänglichkeit vermitteln, der Schrifttext selbst die Aussprache der Schüler weckt. Ich gebe daher so- . fort einige Uuterrichtsskizzcn, wobei ich lediglich das zur Aussprache gelangte Gedankenmaterial fixiere, ohne abzugrenzen, ums von den Schülern sreitätig oder vom Lehrer Moses Berufung. Beim Bibellesen auf der Oberstufe. I. Vorbereitung: Wir haben die Berufung des Jesaias, Jeremias Ezechiel betrachtet. Was spiegelt sich darin von den Seelenvorgängen, die mit dem Beruf eines Propheten zusammenhängen, z. B. Jeremias, die Bedenken gegen die Uebernahme des schweren Amtes. In der Thora wird ausführlich berichtet, wie Mose zum Propheten von Gott bestellt wurde. II. Ziel: Wie die Thora Moses Berufung schildert. III. Darbietung. Ex III—IV, 17 als Eindrucks-- stufe. . IV. Vertiefen und A u s d r u ck s st u f e. Moses lebt ganz in dem Gedanken, wie kann ich dem armen Volke helfen. Die Schrift bereitet in drei Bildern seine Weihe vor: a) der Helfer der vergewaltigten Israeliten, b) der Schützer der verfolgten Mädchen am Brunnen, c) der treue Freund seines unglücklichen Volkes, das er auch in der Freinde nicht vergißt. Da sieht er den umflammten, aber vom Feuer nicht verzehrten Busch. Im Busch-Israel. Das Feuer des Leids wird es nicht vertilgen. Mose wird sich der Heiligkeit dieser Stunde bewußt. Es ist ihnr, als müsse er die Schuhe von den Füßen tun. Der Staub der Welt soll diesen Ort der Gottesschau nicht entweihen. Gott spricht zu ihm aus den Flammen. Er ist der Gott der Väker. Nicht die Götterweisheit Aegyptens hat seinen Sinn verwirrt. Der Gott der Welt ist der Allgerechte, in dessen Dienst die Patriarchen getreten sind. Dieser Gott, dem Mose nicht ins leuchtende Antlitz zu blicken wagt, ist ein Sachwalter des Rechts und ein Schutzherr der Bedrückten. Von ihm erhält Mose den Auftrag, an Israels Befreiung zu arbeiten und es nach Kanaan zu führen. In einem Zwiegespräch mit Gott sucht Mose mit den Betenkeu fertig zu werden, die gegen diese gewaltige Aufgabe in ihm aufsteigen: 1. Ich bin zu gering. Mit Gott aber bin ich stark., 2. Die Nengeburt des Volkes ist ohne religiöse Verjüngung nicht möglich. Das Gottbewußtsein Israels muß geklärt werden, werde ich das vermögen? — Künde ihnen den geistigen, ewigen Gott, der sich bereits von den Ahnen des Volkes hat erfahren und erleben lassen. 3. Sie werden nicht glauben, daß ich ihnen wahre Gotteskunde bringe! — Der Erfolg wird ihnen die Augen öffnen. Was du jetzt im Bilde schaust, werden sie in Wirklichkeit erleben: _ a) Der Stab wird zur Schlange. Aegypten stützt sich auf Israel, doch es wird au ihm Schaden nehmen. Die Schlange wird zum Stab. Das Leid der ägyptischen Knechtschaft wird zum Nutzen für Israel, zur Kraftquelle. In der Schule der Not wird seine Stärke gefestigt. b) Die Hand wird aussätzig. Israel ist durch das Elend der Knechtschaft mit manchen Gebrechen behaftet. Die Hand wird wieder gesund. Gott vermag das Siechtum seines Volkes zu wenden. c) Das Wasser wandelt sich in Blut. Die Aegypter haben den Israeliten die Arbeit, die Erfrischung bringen soll, durch ihre grausame Behandlung zum Anlasse des Ueberdrusses gemacht, so soll auch das, was ihnen eine Quelle der Wonne ist, der Nil, ihnen, zum Ekel werden. 4. Ich kann nicht reden. Bon Gott kommt die Kraft des Wortes. Gott wird helfen. 5. Um das ganze Bangen Moses, die furchtbare Größe seines Seelcnkampfcs uns lebendig vor die Augen zu fühviut Xtr» vft

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