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Die Kreatur · 1929-01-01 · Heft 3 · p. Seite 283

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Kreatur
Volume
3 (1929-1930)
Issue
Heft 3
Date
1929-01-01
Page
Seite 283 (sequence 34)
Language
German
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rüttet und zerteilt, statt aufzuerbauen und allgemein zu machen. Die Elementarschule sind Elementarschulen, und keine einzelne, keine Art von einzelnen, kann den Anspruch erheben, ihre Ergebnisse: die Gebote, die zunächst sie sich fand, propagandistisch-universell predigen zu dürfen : es sind ja erste Ansätze nur, und bei anderen .Mensehen und Gemeinschaften von Menschen mag der erste Ansatz ein anderer sein. Diese Schule spricht keine Lehre außer den gerade für diese und diese einzelnen Lehren heut und hier offenen Ohren; gleichzeitig mag anderswo anderes Ohr andere ebenso elementare Lehre vernehmen. \\ enn jede Gemeinschaft -ich im Gehorsam unterordnet, wird es so zu der Ordnung kommen, die au> den! t ,eist der Wahrheit in seine Buchstaben hereinleuchtet. Die Erkenntnisse, die Gemeinschaften werden sich ein ander ersehließen, und. verwirklieht in Tat. ein tatsächliches Reich bilden. Aber das ist cura posterior. End wir haben uns zu hüten, vor zu weitem Ausblick den nächsten Schritt zu verstraucheln. Dies würde ebenfalls geschehn, wenn für das nächst zu tindende \\ ort von Gebotskraft das uns schon vorgefundene eines Bekenntnisses einträte. Zwar: auch das Bekenntnis ist Gebot, nämlich: zu bekennen! Aber eben damit erschöpft es sich; das Absurde eines Credo, desjenigen zumal, das das Unendliche und Endliche in Einem bekennt, in der mensch liehen Einmaligkeit des Ewigen in Christus, hat Sinn eben auch nur als tangentiale Berührung und verträgt nicht, daß der Bekenner v on diesem Wort aus, als das allumfassend ist. seine bedingten Momente gestalte. In ~ - er* diesem Verstand gibt es keine Nachahmung Christi. Selbst da. wo das Bekenntnis scheinbar auf ein Soll gestellt ist. wie in dem zu der Thora, wird in Wahrheit nur das Dasein dieser Gesetze bekannt, noch aber nicht der Weg angezeigt, weder wie sie zu erfüllen sind noch was überhaupt sie unter bedingenden Umständen bedeuten. Das Gesetz z. B. Du sollst nicht stehlen, gibt keine Handhabe, den Satz: Eigentum ist Diebstahl zu verifizieren oder zu entkräften, der unter den geschichtlieh bedingten Eigentumsverhältnissen auftaucht; es sagt schlechterdings nicht aus, was Stehlen ist. So wenig wie das Bekenntnis zu Christus und die lex evangelii dies aussagt oder irgend welches andere Credo oder Vm-Credo. Jede Kasuistik, die diesen Weg will weisen, verrät das Bekenntnis um seine Lauterkeit. Dagegen der Kasus, der Einzelfall, nicht die Vielheit der Fälle, der Gewissens-Kasus, der entweder zum Fall wird oder zum Frstehn, ersteht nicht am Gesetz, sondern am Gebot. Und daß das (resetz 283

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