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Die Kreatur · 1927-01-01 · Heft 3 · page 106

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Kreatur
Volume
2 (1927-1928)
Issue
Heft 3
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 106)
Language
German
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welche wir kurzweg als hellseherisch, hellhörig - mit einem Wort: als natursomnambul erkennen und empfinden. Betätigten sich somit andere Sinnesorgane als die mit der Intellektualsphäre des Großhirns verbundenen, die erst später entstanden, so waren die mit der älteren Sinnessphäre begabten wirklichen und hypothetischen Tiere zugleich auch Wesen, welche jene anderen Ursinnesempfindungen als normales Besitztum hatten. Heute noch haben Tiere auch Reste jener uralten Organe, Die Echsen und ihre Verwandten werden genannt; bei Insekten und Krebsen treffen wir sie gleichfalls noch an. Daraus könnten einer fortgeschritteneren Tierpsychologie wichtige Erkenntnisse und Erklärungen fließen. Was wir heute noch bei Tier und Mensch an hellseherischen, hellhörigen, telepathischen Eindrücken finden, wird daher wohl auf der Innenfunktion jener Organe und Organrudimente beruhen. Und bei alledem versagt ja, wie wir wissen, jede intellektualistische Erklärung, wie beim ..Fcrnwittern" des Hundes oder bei der „AntennenWirkung" der Insekten. Konstruieren wir uns nun, um der ganzen Sache noch eine letzte konkrete Anschauungsform zu geben, einen Urschädel mit Sinnesöffnungen, welche der Lage der Ursinnesorgane beim Embryonalschädel entsprechen, so bekommen wir das beifolgende schematische Bild (Fig. 9). Das aber entspricht gerade jenem alten Panzerfischschädel (Fig. 5), den wir schon betrachtet haben und von dem wir als einer gegenständlichen Unterlage ausgegangen waren, um zu unseren Schlüssen zu gelangen. Es ist also wohl mit Recht zu vermuten, daß wir mit alledem die anatomischen, wrie auch die stammesgeschichtlichen Daten für die Rückentwicklung des Hellsichtigen, Hellhörigen, Fernwitterns und möglicherweise anderer Ursinnesqualitäten haben und daß damit, wenn wir an die Entwicklung des Menschen von anderen Ahnenstadien her denken, auch eine höchst wirkliche Grundlage für die bei ihm jetzt zwar nur noch dürftig vorhandenen, in alten Traditionen aber sehr lebendigen rätselhaften Fähigkeiten jener Art gefunden ist. Wenn die heutige Psychiatrie dazu neigt, in ge- 354 ^ZIRBEL V VOIOIRSEL PARAPHYSE (PAÜETMr RtäWORüAN ') OMAN / HYPOPHYSE UZMUND Fig. 9. Schema der Anlage der Ureinuesfcjihare mit darüber gedecktem Schädel ejn^s Panzerh^hes, dessen Öffnungen 1, 3 der F ge primärer Sinnesorgane entsprechen. (Origiu tlfigur.)

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