Die Kreatur
- Journal
- Die Kreatur
- Volume
- 2 (1927-1928)
- Issue
- Heft 3
- Date
- 1927-01-01
- Page
- – (sequence 99)
- Language
- German
- Belongs to
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- Oman 1× ep/1047563
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ehe das Großhirn zur Entwicklung kommt. Orientiert man ein Wirbeltier so, daß man alles oberhalb des Zentralnervenstranges (Gehirn dorsal, alles darunter Gelegene als PiNEAL OMAN R/£(J40ftäAN PiNEAL' 0&6AN ^HYPOPHYSE tiEiH- OkäAN HYPOPHYSE OSEPÜPPE und Rückenmark) Gelegene als ventral bezeichnet, so legt sich gerade der Geruchssinn im frühesten Stadium der Schädelentwicklung ventral vom Gehirnknoten an (Fig. 1 A) und dies zu einem Zeitpunkt, wo weder Auge noch Ohr noch andere Gefühlskomplexe und -nerven der Körperoberfläche entwickelt sind, ebensowenig wie das Großhirn selbst. Dieser Uranlage des Urgeruchorgans ist nun unmittelbar eine andere Organbildung nebengelagert, die (Fig. 1A) als Hypophyse bezeichnet wird, über deren Charakter man in der Anatomie viel nachgedacht hat. Sie ist ein Seiten- oder Doppelorgan zur Urgeruchsphäre, aus welch letzterer später teilweise dasNasenorgan hervorgeht. Wie nun Fig. 1 B ausweist, wird nach kurzer Zeit dieses Riechorgan mitsamt der Hypophyse nach vorne oben verlagert meinem weiteren Stadium (Fig.1C) wird die letztere in die liefe versenkt, um von da ab nicht mehr so unmittelbar mit der Außenwelt in Beziehung zu stehen, wie es das Nasalorgan nach wie vor tut; doch bleibt die Hypophyse mit diesem in ersichtlichem Zusammenhang. Unten aber, wo die Organe zuerst lagen, hat sich inzwischen Unter- und Oberlippe des Urmundes gebildet (Fi^. IC). Ein Wesen - es ist zunächst noch rein fiktiv - das nun mit diesen ersten HYPOPHYSE OBEßUPPE UNTERLIPPE Fig. 1. A-C. Entwicklung des irehirns der Farve fiMfi ni"ileren Fi.scl.es (.Neun-iuge), die l .nt *t rhung und Yerschiebunz der primären Sinnesorgane andeurmd. (Nach Kujd.'er und Dohm, aus W ieder-heim.) Etwa» vereinfacht und stark vergrößert. 347