Mannheim
Compact Memory

Die Kreatur · 1927-01-01 · Heft 3 · page 99

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Kreatur
Volume
2 (1927-1928)
Issue
Heft 3
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 99)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
80% known words query
IRI
…/2823768-2823775-2823779--0846-2824796
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

ehe das Großhirn zur Entwicklung kommt. Orientiert man ein Wirbeltier so, daß man alles oberhalb des Zentralnervenstranges (Gehirn dorsal, alles darunter Gelegene als PiNEAL OMAN R/£(J40ftäAN PiNEAL' 0&6AN ^HYPOPHYSE tiEiH- OkäAN HYPOPHYSE OSEPÜPPE und Rückenmark) Gelegene als ventral bezeichnet, so legt sich gerade der Geruchssinn im frühesten Stadium der Schädelentwicklung ventral vom Gehirnknoten an (Fig. 1 A) und dies zu einem Zeitpunkt, wo weder Auge noch Ohr noch andere Gefühlskomplexe und -nerven der Körperoberfläche entwickelt sind, ebensowenig wie das Großhirn selbst. Dieser Uranlage des Urgeruchorgans ist nun unmittelbar eine andere Organbildung nebengelagert, die (Fig. 1A) als Hypophyse bezeichnet wird, über deren Charakter man in der Anatomie viel nachgedacht hat. Sie ist ein Seiten- oder Doppelorgan zur Urgeruchsphäre, aus welch letzterer später teilweise dasNasenorgan hervorgeht. Wie nun Fig. 1 B ausweist, wird nach kurzer Zeit dieses Riechorgan mitsamt der Hypophyse nach vorne oben verlagert meinem weiteren Stadium (Fig.1C) wird die letztere in die liefe versenkt, um von da ab nicht mehr so unmittelbar mit der Außenwelt in Beziehung zu stehen, wie es das Nasalorgan nach wie vor tut; doch bleibt die Hypophyse mit diesem in ersichtlichem Zusammenhang. Unten aber, wo die Organe zuerst lagen, hat sich inzwischen Unter- und Oberlippe des Urmundes gebildet (Fi^. IC). Ein Wesen - es ist zunächst noch rein fiktiv - das nun mit diesen ersten HYPOPHYSE OBEßUPPE UNTERLIPPE Fig. 1. A-C. Entwicklung des irehirns der Farve fiMfi ni"ileren Fi.scl.es (.Neun-iuge), die l .nt *t rhung und Yerschiebunz der primären Sinnesorgane andeurmd. (Nach Kujd.'er und Dohm, aus W ieder-heim.) Etwa» vereinfacht und stark vergrößert. 347

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.