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Die Kreatur · 1927-01-01 · Heft 2 · page 103

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Kreatur
Volume
2 (1927-1928)
Issue
Heft 2
Date
1927-01-01
Page
– (sequence 103)
Language
German
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ganzen Kraft und sprang in die Hölle. Darüber gab's im Himmel große Unruhe, und bald bekam der Höllenfürst einen Erlaß : Solange der Rabbi von Sassow dort ist, soll das Feuer ruhn. Der Fürst bat den Zaddik, sich nach dem Paradies hinwegzubegeben, denn hier sei nicht sein Platz; es gehe nicht an, daß die Hölle seinetwegen feire. „Ist dem so," sagte Mosche Leib, „dann rühre ich mich nicht weg, bis alle Seelen mitgehn dürfen. Auf Erden habe ich mich mit der Auslösung Gefangener abgegeben, da werde ich doch diese Menge da nicht im Kerker leiden lassen!" Und er soll es durchgesetzt haben. Der Pflock und die Krone Der Kobryner Rabbi sprach: Der Führer in Israel darf nicht meinen, der Herr der elt habe ihn deshalb erwählt, weil er ein großer Mann sei. Wenn es dem König beliebt, seine Krone an einen Holzpflock zu hängen, der in der Wand steckt, wird der sich seiner Schönheit berühmen, die das Auge des Königs auf sich gezogen habe? Die Kugel Ehe der große Maggid die beiden Brüder, Schmeike und Pinchas, zu lehren begann, sagte er ihnen, wie man sich den ganzen Tag über, vom Erwachen bis zum Einschlafen, führen solle, wobei er ihre bisherigen Gepflogenheiten so, zugleich bestätigend und überwindend, einbezog, als sei ihm all ihr Leben vertraut. Am Schluß sagte er: „Und eh man sich am Abend hinlegt, macht man eine Rechnung über den ganzen Tag. L ud wenn der Mensch sich da vorrechnet, wie er nicht einen einzigen Augenblick eitel vertan habe, und sein Herz sich erhebt, nehmen sie im Himmel all die guten Werke, ballen sie zu einer Kugel und schleudern die in den Abgrund." Unentgeltlich Einer der Chassidim Rabbi Jizchaks von Worki kam nach dessen Tod zu Rabbi Mosche von Kobryn. „Was sucht Ihr bei mir in Litauen?4*, fragte er, „wovon Ihr nicht ebensoviel und mehr bei jedem der Zaddikirn in Polen fändet?" „Mein Lehrer", antwortete der Mann, „hat oft gesagt, es sei fromme Pflicht, den Rabbi von Kobryn kennenzulernen, denn er

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