KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 1 (10.1.1930)
- Date
- 1930-01-10
- Page
- Seite 12 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Unser l. i. a. B. Werner Oppenheimer bestand ebenfalls sein Diplomexamen. Wir inaktivierten unsere a. B. a. B. Spittel (Viadr. D.) und Dannenberg und gewährten unseren i. a. B. i. a. B. Machsmann (Lic.) und Tuerk für dieses Semester Generaldispens. Saxo-Bavaria, Leipzig. Es ist jedes Semester dasselbe Lied: Wir haben zu wenig Aktive. Und jedes Semester derselbe Refrain: And deshalb strengen wir uns um so mehr an. Wir erögneten mit zwei aktiven Burschen und freuten uns, daß sich i. a. B. Silberschmidt wieder aktiv meldete. Wir inaktivierten a. B. Totscheck und waren mit unseren drei Brandern nunmehr fünf Aktive. Jedoch die Äilfe einiger Inaktiven und a. L. a. D. bringt uns über manche Klippe. Unseren beiden F. M. F.M. sind'wir wieder sehr zu Dank verpflichtet. Ihre Erziehung hatte den schönen Erfolg, daß wir unsere drei Brander mit gutem Gewissen rezipieren konnten. Feuerstein. Abraham und Leiser sind jetzt Inngburscken und beteiligen sich mit allen Kräften an der Aufrechterhaltung der Verbindung. Eie werden dem X, a. B. Silberschmidt, eine gute >)ilfe sein. Unsere Eemesterantrittskneipe war so stark besucht, daß wir das 5)eim bald hätten wegen Andrangs schließen müssen. Das lag zum Teil auch daran, daß schon Gäste anwesend waren, die am nächsten Tage den Verband sächs.-anhaltscher K. C.er gründen wollten und gegründet haben. Sie luden uns am nächsten Tage zu einem feudalen Mittagessen ein, was ihnen im Leben nie vergessen werden soll. Die Einzelheiten über die Offizien zu berichten, lohnt sich nicht. Mir schlossen mit einer lustigen Fericnkncipe, als deren wesentlichste Folge der Einsturz einer Cbristmarktbude zu erwähnen wäre. Unsere A. Ä. A. £>. stellen uns einige Einladungen in Aussicht. Wir werden im Februar eine größere Festlichkeit vom Stapel lassen. Wir blicken also doffnungsfroh in die Zukunft. lWir bitten alle die, deren Adressen sich geändert haben, dies noch vor dem Fest im Februar uns mitzuleilen.) Liearia, München. Das Wintersemester nahm seinen gewohnten Fortgang und brachte eine solchs Menge von Geschehnissen und Veranstaltungen. daß ee unmöglich ist. auf alle näher einzr,gehen. ES sollen hier nur die wichtigsten Ereignisse erwähnt werden. .Bierlein rinn. B,erlein rinn", sang man auf der S.-A Kneipe, die zugleich StiftungSfestkneipe war. und das Bier rann. (Rlcht nur rin.' sondern auch raus!) Es ist eine unbestrittene Tatsache, daß Biertrinken eine Arbeit, eine sehr schwere Arbeit ist: von der Arbeit aber sagt Schiller, sie fließe munter fort, wenn gute Reden sie begleiten. Run kann wohl gesagt werden, unsere Arbeit (und damit auch unser gutes Löwenbräuvier) floß recht munter fort und wir sehen in Uederemstimmung mit Schiller den Grund dazu darin, daß wir eine große Anzahl von wirNich guten Reden zu hören bekämen, die erstens den Durst, zweitens den Zusammenhalt und die guten Beziehungen zwischen E. B. R. I. F.. Eoneordia. U. O. B. B. usw. einerseits und unserer Verbindung andererseits zu stärken bestimmt und geeignet waren. Ein wirklicher Genuß war es. den vortrefflichen Ausführungen unseres lieben a. .\\ Holländer zu lauschen, die jedem, der sie gehört hat. unvergeßlich bleiben werden. Besondere Freude b«. reikete uns ferner die Anwesenheit unseres lieben a. .vV Steinharter, der eigens von Berlin noch München kam. um unseren jüngsten Fuxen. seinen Sohn, in denselben Farben zu sehen, die auch er einst vor langen Jahren um die Brust getragen hat und die er heute noch im Lerzen tragt. Daß sich auf einer so wohlgelungenen Veranstaltung, wie es unsere S.-A.-Kneipe war, unsere an sich schon stattliche (will sagen: zahlreiche) Confuria um zwei Eonfüre vermehrte, darf nickt wunder nehmen. Es sind dies die Äerren stad. phil. Joachim Domp aus Münster i. W. stad. iur. Leo Philippsborn aus Lannover. Kurz nach der S.-A.-j?ncipe fanden die definitiven Ehargenwahlen statt. Es war eine sehr aufregende Angelegenheit — ich höre bereits böse Zungen flüstern: Biel Lärm um nichts! — und schließlich ergab sich folgender CE: X a. B. Kurt Lartoch (Rh.-Gu-.-stph. >XX >!) X X a. B. .Kurt Ermann XXX a> B. Kurt Weis Die Wartschaften wurden bestätigt. Lediglich in der Schriftwartfchaft trat eine Aenderung ein: da der nunmehrige X vom Amt des Schriftwarts zurücktrat und dasselbe a. B. Fritz G l ü ck, Bav., übertragen wurde. Es sollen hier alles andere als BE-Geheimnisse ausgeplaudert werden. aber einige Worte müssen über das Zustandekommen des EE gesagt werden. Der X a. i. a. B. Erich Kohn ist nur deshalb nicht mehr im EC vertreten, weil er sich in Eramcnsnöten befindet; in Anbetracht seiner Verdienste um die Verbindung wurde ihm das X in Klammern verliehen. Cs ist durchaus abwegig zu glauben, es bestehe irgend ein BE-Beschluß. der besagt, daß nur Leute mit dem wohlklingenden Ramen Kurt fähig und würdig sind, dem CE der Licaria anzugehören. Wir weisen an dieser Stelle ausdrücklich darauf hin, daß diesbezügliche Gerückte jeder Grundlage entbehren. Wie so oft. trügt auch hier der Schein! Dies vom EE! Doch jetzt zu einem anderen Kapitel! Wie schon aus dem letzten Bericht zu ersehen war, fanden die Asta-Wahlen statt. Die Ergebnisse sind aus den Tageszeitungen bekannt. Für die Liearia ist die bedauerliche Tatsache zu verzeichnen, daß sie keinen Sitz in, Asta erringen konnte. 20 Stimmen sind zwar nickt viele, wenn sie aber fehlen, können sie doch von Bedeutung sein. Allerdings wird unser Vertreter höchstwahrscheinlich im nächsten Sommersemester in den Asta einziehen. da zu erwarten ist. daß ein Fraktivnsmitglied im Sommer 1930 München verlassen wird. Bon den .männlichen- Ossizien ist nur noch eine Kneip« zu erwähnen, die für sehr viele Bundesbriider ähnliche Folgen zeitigte, wie sie ein« Ozean fahrt auf einem Fracdtdampfer gewöhnlich mit sich dringt. Qeringshändler sollen, so wird erzählt, beinahe Millionäre geworden sein. Und nun zum sogenannten .schönen- Geschlecht! Wir haben eine Tanzstunde, die sich würdig in den Rahmen der anderen Offizlen einfügt. Jeden Donnerstag Abend ist eine stattliche Anzahl lernbegieriger Tänzer und Tänzerinnen auf dem Qause versammelt, um unter der fachkundigen Leitung des Tanzlehrers Bosch die neuesten Schritte zu lernen. Nim scholac, sed viiac discimus. Was man gelernt hat. will man auch prattisch anwenden. Willkommene Gelegenheit dazu dot ein Logendall im Regina-z>ote! und ein Wohltätigkeirsball. Seinen Höhepunkt aber fand der gesellschaftliche Teil des Haldsemesters in einem Damenfest auf unserem Hause. das wir in Form -'.»er Damenvowlenkneipe mit anschließendem Tanz abhielten. Dafür, daß das .gefährliche" Getränk nicht allzusehr die Geister und Glieder der Teilnehmer lähmte, ohne jedoch an geschmacklicher Oualirät einzuhüßen. sorgte in altgewohnter Tüchtigkeit unser lieber Tdoma. Die Rächt wurde für alle ein wenig kurz, woraus ganz logisch folgt.