KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 7-8 (31.8.1929)
- Date
- 1929-08-31
- Page
- Seite 71 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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71 Die bisherigen Anmeldungen für das Wintersemester, die in erfreulicher Anzahl vorliegen, geben dieMöglichkeit, den Betrieb weiter auszubauen, und lassen erhoffen, daß der Stammtisch in absehbarer Zeit in eine Verbindung umgewandelt werden kann. Wir sind auch weiterhin zu jeder Auskunft gern bereit, bitten aber die Kbr. Kbr., denen wir Anfragen beantwortet haben, uns möglichst bald dann ihren Entschluß mitzuteilen. Wegen des Wintersemesters wird später Weiteres bekanntgegeben. Das Wintersemester wird durch großzügige Veranstaltungen des Lanseatische» Landesverbandes eröffnet werden. A. H. V. Friburgo - Ghibellinia. Die ordentliche Generalversammlung unseres A. L. V. fand bei Gelegenheit des Stiftungsfestes unserer l. Verbindung Friburgo-Ghibellinia am Sonntag, den 28. Juli 1929, in Freiburg, statt. Der Antrag des Vorstandes wurde einstimmig angenommen, demgemäß der Vorstand bevollmächtigt und beauftragt wird, nach sorgfältiger Prüfung aller notwendiger Voraussetzungen ein Laus für die Verbindung zu erwerben. Der Vorstand besteht aus folgenden Bundesbrüdern: Rosenow (Vors.), Metz (Schriftw.), Joseph (Kaffenw.) und Lein. Die Sammlungen für das Laus müffen mit unvermindertem Eifer fortgesetzt werden, da die bisher vorhandenen Mittel noch nicht ausreichend sind, um außer derAnzahlung auch Grunderwerbssteuer und andere Kosten zu decken. Zeichnungen für das Lauskonto sind zu senden an vr. Erwin Rosenow, Berlin SW 6!, Belle-Alliance-Straße 23, Zahlungen an Dr. Siegfried Lein, Freiburg i. B., Friedrichstr 45, Postscheckkonto Karlsruhe i. B. Nr. 31024. Hanseatischer Landesverband des K. C. Am 14. Juli 1929 fand bei strahlendem Weiter eine Barkassenfahrt nach Stade statt, die bei guter Beteiligung sehr harmonisch verlief. Im August soll eine weitere Barkaffenfahrt stattfinden. Der Lanseatische Landesverband veranstaltet am Donnerstag, den 12. September 1929 abends im Curiohaus anläßlich des Deutschen Anwalltages einen K.C.-Abend mit Damen. Wir verweisen auf unsere Anzeige und rechnen mit zahlreicher Beteiligung. Im September wird der Lanseatische Landesverband ferner einen Autoausflug nach Lübeck veranstalten, um mit den dortigen Kartellbrüdern einige Stunden zu verbringen. Näheres wird noch bekanntgegeben. Das Wintersemester wird der Lanseatische Landesverband wieder durch großzügige Veranstaltungen eröffnen. Insbesondere soll am Sonnabend, den 2. November 1929 ein größerer Kommers stattfinden, auf dem Bbr. Ludwig Lolländer sprechen wird. Für Sonntag, den 3. November 1929 ist eine gesellschaftliche Veranstaltung geplant. Auch hierüber wird Näheres noch bekanntgegeben. Bücher- und BIcttterschau Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland. Philo-Verlag Berlin. Zweites Heft Juli 1929. Jahresabonnement 10 RN. Einzelheft 3,75 RM. Die großen Erwartungen, die das erste Heft der neuen „Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland" (Berlin, Philo-Verlag) sowohl bei der gelehrten Welt als auch bei dem gebildeten Publikum geweckt hat, sind durch das kürzlich erschienene zweite Heft der Zeitschrift in vollem Umfange bestätigt worden. Wie bereits das erste Heft, wird auch das zweite durch einen allgemeinen methodologischen Aufsatz eröffnet, in dem I. Elbogen, der heute wie kein an-> derer das weite Gebiet der jüdischen Geschichte umspannt, im Anschluß an eine Schrift von Malkizedek die „Probleme der jüdischen Geschichtsphilosophie" einer tiefgreifenden Kritik unterzieht. Der Zusammenhang zwischen der allgemein jüdischen und der speziellen deutsch-jüdischen Geschichte tritt klar hervor. In zwei weiteren, Niederbayern gewidmeten Aufsätzen wird die Zeitschrift ihrer Verpflichtung, Lerritorialgeschichte zu treiben, gerecht. Dr. R. Straus führt uns in einem, mit reichem Urkundenmaterial ausgestatteten Aufsätze „Die Judenpolitik Herzog Heinrichs des Reichen von Landshut" in die wildbewegte Konzilszeit des späteren Mittelalters. Prof. Wolfg. Maria Schmid bringt in einem, durch vorzügliche Abbildungen gestützten Aufsatze Beiträge „Zur Geschichte der Juden in Passau". Moritz Stern legt mit der „Schmähschrift auf den Berliner Hofjuden Israel Aron" ein genau kommentiertes Quellenstück aus den Anfängen der preußischen Iudenpolitik vor. Bernhard Wachstein, der bedeutende Wiener Forscher, schneidet in dem Aufsatz „Wer sind die Prager Munk im 16. Jahrhundert?" ein verwickeltes genealogisches Problem an. In einem wirtschaftsgeschichtlichen Aufsatz: „Jüdische Spitzenklöpplerinnen rm Netzedistrikt" beleuchtet I. Iacobsohn den jüdischen Unternehmergeist in den Entwicklungsjahren der preußischen Industrie. Neu treten in diesem Hefte Miszellen auf. Der Reichtum an interessanten Rezensionen und Nachrichten ist noch größer als im ersten Heft, so daß die Zeitschrift bereits heute der beherrschende Mittelpunkt der deutsch-jüdisch-historischen Forschung geworden ist. Anleitung zur strafrechtlichen Praxis. II. Teil: Das materielle Strafrecht. Von Lueas-Ebermayer. (Verlag Otto Liebmann. Geb. 15,—RM.) Der Verfasser will den jungen Juristen einen Beitrag zur Ausbildung liefern und den Pratikern ein Ratgeber sein. Er hat beide Ziele erreicht; das erste freilich ungleich vollkommener als das zweite. Für den Praktiker erschöpft sich die Bedeutung des Werkes in der begrüßenswerten Fülle von Linweisen auf die höchstrichterliche Rechtsprechung. Im übrigen aber ist es ein echtes und rechtes Lehrbuch, das den jungen Anfäuger getreulich an die Land nimmt und ihn in die tiefen Gründe des Strafrechts geleitet. Im ersten Teil wird der dogmatische Grundstein gelegt und so das Verständnis für die Prinzipalfragen des Strafrechts bereitet. In seinem zweiten Teil wächst