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KC-Mitteilungen · 1929-08-31 · Heft 7-8 (31.8.1929) · p. Seite 65

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1929
Issue
Heft 7-8 (31.8.1929)
Date
1929-08-31
Page
Seite 65 (sequence 9)
Language
German
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06 medizinische Fakultät in Breslau zu ihrem Ehrendoktor machte, hat ihm jetzt die Technische Lochschule in Danzig, anläßlich ihres Jubiläums die Würde eines Dr. Ing. e. h. verliehen. Slndienreise deutscher Studenten nach Italien. Auf Einladung der Italienischen Landelskammer für Deutschland wird in diesen Tagen eine etwa 20 Teilnehmer umfassende Gruppe deutscher Studenten eine vierzehntägige Studienreise durch Italien antreten. Die Lauptstationen der Fahrt sind: Venedig, Florenz, Rom, Bologna und Mailand. Es sind gemeinsame Veranstaltungen mit italienischen akademischen Körperschaften geplant. Die Kosten der Reise sind auf nur RM. 132,— (Lit. 600,—) festgesetzt worden. In diesem Preis sind sämtliche Kosten für Fahrt, Unterbringung, Verpflegung, Führungen und Besichtigungen ab italienischer Grenze einbegriffen. Die Studienreise soll eine große Reise- und Austausch aktion einleiten. Es ist beabsichtigt, noch in den laufenden Semesterferien weitere Gruppenreisen mit gleichem Reiseprogramm und zu den gleichen Bedingungen zu organisieren, und zwar soll die zweite Reise am 15. September beginnen. Anmeldungen von Studierenden Deutscher Lochschulen und in Ausbildung befindlichen Alt-Akademikern (Referendare, Medizinal-Praktikanten, Studienreferendare usw.) nimmt die Italienische Landelskammer für Deutschland, Berlin W 8, Friedrichstraße 79 s, Fernsprecher: Zentrum 12351, entgegen. Gesamtbericht über die Internationale Schulungsmoche für studentische Selbsthilfe des Weltstndentenwerbes in Dresden. Vom 2.—10. Juli 1929 fand auf dem Lingner Schloß in Dresden die 2. Internationale Schulungswoche für studentische Selbsthilfe und Gemeinschaftsarbeit statt, lieber 100 Vertreter aus 20 verschiedenen Ländern, darunter auch Delegierte von Uebersee (Mexiko, Süd-Amerika, China, Indien, Süd-Afrika u. a. m.) waren der Einladung des Internationalen Institutes für studentische Selbsthilfe und Gemeinschaftsarbeit gefolgt. Der Präsident der Konferenz war Dr. h. c. Conrad Hoffmann, der langjährige Generalsekretär des Weltstudentenwerkes, der sich durch sein Wirken für die studentische Arbeit in den verschiedensten Ländern die größten Dienste erworben hat. Auf dieser Schulungstagung sind die gesamten Fragen der studentischen Wirtschafts- und Fürsorgearbeit eingehend erörtert worden, mit dem Ziel, Erfahrungen^ auszutauschen und neue Richtlinien für die weitere Arbeit in den verschiedenen Ländern festzulegen. Stipendienfonds zur Unterstützung und Förderung unbemittelter begabter Studierender hat es in den meisten Kulturländern immer gegeben. Durch die schwere Not der Nachkriegsjahre, die die Studentenschaft vieler Länder besonders hart betroffen hat» ist aber eine Selbsthilfebewegung entstanden, die ganz neue Methoden herausgearbeitet hat, um zu erreichen, daß auch in Zukunft die Hochschule den Tüchtigsten aus allen Volksschichten offen steht. An der Eröffnung dieser bedeutungsvollen Veranstaltung nahmen Vertreter der Reichsregierung, der sächsischen Staatsregierung, der Stadt und der Hochschule Dresden teil. Die Eröffnungsrede hielt die bekannte Schwedin Dr. h. c. Elsa Brandström, die den Gedanken der studentischen Selbsthilfe besonders deshalb begrüßte, weil nach ihrer Ansicht vielmehr Menschen im Leben scheitern aus Suchen nach allzuviel Sicherheit als am Ueberschätzen eigener Kraft. Die Jugend müsse dazu erzogen werden, daß man sich nicht auf Andere, sondern nur auf sich selbst verlassen darf. Die Tagung war so gestaltet, daß in Vollsitzungen über besonders originelle Einrichtungen in einzelnen Ländern Vorträge gehalten wurden und in 6 verschiedenen Kommissionen alle wesentlichen Aufgabengebiete der studentischen Wirtschafts- und Fürsorgearbeit im einzelnen erörtert wurden. Es sprachen Dr. Rabinowitsch vom Internationalen Arbeitsamt in Genf über das Problem der Ueberfüllung akademischer Berufe, unter Hinweis auf die Enquöte, die das Internationale Arbeitsamt über diese Frage augenblicklich veranstaltet. Ein Schweizer über die studentischen Arbeilstolonien in der Schweiz. Ein Oxforder Arbeitsstudent über die Möglichkeiten für englische Arbeiter, sich eine Hochschulbildung anzueignen. Professor Launah (Inspecteur d'Acadenne et de ('Office Nationale des Universitös de France) über Studentenauslese in Frankreich. Ein Pole über Aufbau und Organisationen der polnischen Studentenhilfe. ein Amerikaner über die amerikanischen Darlehnskassen. Ein Franzose über die Citös Universitaires (Studentensredlungen in Frankreich). Ein ganzer Nachmittag war der Besichtigung der Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft und des Dresdner Studentenhauses Vorbehalten. An diesen beiden Stätten konnte den Teilnehmern ein lebendiges Bild von der gesamten deutschen Arbeit gegeben werden. Eine besonders lebhafte Diskussion lösten die Referate von Dr. Kullmann über die Aufgaben des Internationalen Adressenänderungen Personalnachrichten und ähnliche Mitteilungen bitten wir, nicht mit anderen Zuschriften an das K. C-Büro oder andere Stellen des K.C. verbinden zu wollen, sondern solche stets gesondert zu schicken. Als Grundlage für die Versendung von K. C.- Blättern und für die Berichtigung der Mitgliederkartei können nicht verstreute Angaben in Verbandsberichten dienen, sondern nur Zuschriften, in denen die Adressenänderung ausdrücklich gewünscht wird. Bei neu eingetretenen K. C.ern ist außer dem deutlich geschriebenen Namen Angabe der Heimatadresse, sowie des Zeitpunktes des Eintritts in die bebetreffende Verbindung erforderlich. Wir bitten ferner, die Vornamen auszuschreiben und die Verbindungsangabe nicht in Form eines Zirkels, sondern in Buchstaben zu bewirken. K. C.-Büro.

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