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KC-Mitteilungen · 1929-08-31 · Heft 7-8 (31.8.1929) · p. Seite 66

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1929
Issue
Heft 7-8 (31.8.1929)
Date
1929-08-31
Page
Seite 66 (sequence 10)
Language
German
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66 Institutes und des Generalsekretärs des Weltstudentenwerks, Dr. Kotschnig. über die Ziele des Weltstudentenwerks aus. An zwei Abenden fanden noch Vorträge über Grenzgebiete statt. Ministerialrat Professor Dr. Ulich sprach über drängende Fragen der deutschen Hochschulpädagogik, ein Thema, das eine besonders lebendige Diskussion hervorrief, und Professor Whhte über das amerikanische Erziehungsshstem. Von den Kommissionen ist umfassende Arbeit geleistet worden. 2m Rahmen eines kurzen Berichtes ist es nicht möglich, die wertvollen Ergebnisse im einzelnen zu würdigen. Aber schon eine Aufzählung lehrt, daß die Konferenz zu äußerst aktuellen Problemen praktische Vorschläge gemacht hat. Ein verstärkter Zudrang zu den Hochschulen und das Ueberangebot in vielen akademischen Berufen besteht fast in allen Ländern der Welt. Wie kann dem vorgebeugt werden durch richtige Verteilung? Welche Statistiken sind notwendig, um ein klares Bild zu erhalten? Welche Aufgaben fallen der Berufsberatung zu und nach welchen Methoden soll sie arbeiten? Ein Bericht enthält für alle diese Fragen klare Richtlinien. Der Frage des Unterstützungswesens durch Darlehen, Stipendien u. a. Maßnahmen und dem .Problem der Auslese und der in den einzelnen Ländern angewandten Auslesemethoden ist wiederum ein Kommissionsbericht gewidmet. Andere Berichte behandeln die Fragen des Gesundheitsdienstes, der Organisierung von Krankenversicherung, der architektonischen Gestaltung von Studentenhäusern mit Studentenrestaurants und Aufenthalts-, Lese- und Arbeitsräumen für Studenten und Studentinnen, die Aufgabe und Gestaltung von Studentenwohnheimen und Studentensiedlungen, das Problem der gastlichen Aufnahme ausländischer Studierender und das geistige und gesellige Leben in diesen verschiedenen Gemeinschaftshäusern. Auch die wesentlichen Organisations¬ und Finanzierungsfragen behandelte ein Kommissionsbericht. Diese Aufzählungen zeigen, daß es sich nicht um eine internationale repräsentative Tagung handelte, sondern um eine ernste Arbeitstagung. Wohl selten haben über 100 junge Akademiker aus mehr als 20 Ländern der Welt 8 Tage lang mit einem solchen Ernst und einer solchen Aufgeschlossenheit miteinander gearbeitet, immer von dem Bestreben geleitet, nicht nur zu empfangen, sondern auch zu geben. Die Delegierten verlassen Deutschland mit dem festen Willen, nun die gemachten Erfahrungen in den Dienst der Studentenschaft ihres Landes zu stellen und in der Erkenntnis, daß das Internationale Institut für Studentische Selbsthilfe und Gemeinschaftsarbeit, das seinen Sitz in Dresden hat, sie auch in Zukunft durch derartige Tagungen, durch Sachverständigengutachten und durch Vermittlung von Sachkennern, durch Herausgabe von Schrifttum u. a. m. bei diesen Bemühungen auf das wertvollste unterstützen kann. > \7erbandsnacfiricfiten £ (Die „Verbandsnachrichten" für die nächste Nummer sind einseitig beschrieben bis spätestens 16. September 1029 an die Schristleitung einzureichen.) Babaria, Heidelberg. Außer den im vorletzten Heft genannten Herren meldeten sich weiter aktiv: stud. jur. Ernst Walter aus Dessau, stud. jur. Hans Rehersbach aus Weißenfels a. S. stud. jur. Heinz Bähr aus Breisach (Baden), stud. jur. Artur Glaser aus Sorau (Lausitz) stud. jur. Fritz Neugarten aus Düsseldorf, stud. med. Jacob David aus Saarbrücken. Ende Mai rezipierten wir unseren C. K. Werner Katzenstein und vor einigen Tagen unseren a. F. Nelken. Die definitiven Chargenwahlen bestätigten das Ergebnis der interimistischen. _ Wir philistrierten unsere i. a. B. i.a. B. Herbert Cohn und Fritz Silberstein. Anfang Juli beteiligten wir uns am Pauktag in Freiburg: fernerhin entsandten wir Vertreter zum Stiftungsfest unserer l. K.V. K.V. Rheno-Silesia und Viadrina. Um den Zusammenhalt zwischen der Aktivitas und den A. H. A. H. mehr zu festigen, gaben wir dieses Semester wieder erstmalig einen Semesterbericht heraus, der nach den Aeußerungen unserer l. A. h. A. H. viel Anerkennung gefunden hat. Was die Verbindung selbst betrifft, so führen wir auch in diesem Semester wieder einen strammen Berbindungsbetrieb durch. Um das Geistige nicht zu kurz kommen zu lassen, halten wir auch jetzt im Sommer wöchentlich einen wissenschaftlichen Abend ab. Die Themen liegen sowohl auf allaemeinem Gebiet, als auch auf dem Gebiete der Tendenz; so sprach letzte Woche ein Bbr. über Moses Mendelssohn. Unsere hochschulpolitische Betätigung ist infolge der jetzt stattfindenden Asta-Wahlen sehr gesteigert worden. Es ist dies sehr nötig, da die antisemitischen Gruppen dieses Jahr eine besonders starke Propaganda entwickelt haben. Um das Vergnügen nicht zu vergessen, seien unsere Damenfeste im Haarlap und in Neckarsteinach erwähnt, bei denen wir zahlreiche Kbr Kbr. begrüßen konnten. Besonders haben wir uns mit denjenigen A. H. A. H. und Kbr. Kbr. gefreut, die nicht nur an den großen Offizien, sondern auch an unseren kleineren wöchentlichen Veranstaltungen teilnahmen; aber gerade bei diesen fühlte sich wohl jeder in seine frühere Studentenzeit zurückversetzt. Unser 39. Stiftungsfest feiern wir in kleinem Rahmen, hoffen jedoch trotzdem, viele A. H. A. H. und Kbr. Kbr. bei uns begrüßen zu können. Liearia, München. Das Semester ist harmonisch und schön wie es begann zu Ende gegangen. Wir veranstalteten noch zwei Damenfeste mit eckt Münchener Gemütlichkeit, mehr oder weniger alkoholische Kneipen, sehr nette Exbummel. lange und kurze Convente mit mehr oder weniger heftigen Debatten. Der Zusammenhalt der Bbr. Bbr. und der immer sehr gern in unserem Kreise weilenden Kbr. Kbr. war sehr gut. Allsonntäglich. also auch außerhalb der Offizien waren Liearen zusammen zu sehen bei Berg- und Badefahrten im herrlichen Bahernland.

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