KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 6 (25.6.1929)
- Date
- 1929-06-25
- Page
- Seite 48 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2822870-2822924-2822927--625-2823672- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
48 pekuniären Gründen nicht möglich war, den Tisch jeden Morgen um 10 Ahr durch Ansehen eines Frühschoppens zu besehen, mußten wir trotz des korrekten Verhaltens des Wirts unseren Miltagstisch aufgeben. Anser A. £j. V. hat diese Angelegenheit an maßgebende Persönlichkeiten der Universität weitergeleitet. Gerade hier in München haben die jüdischen Korporationen einen sehr schweren Stand und sind gezwungen, ein durchaus korrektes Verhalten an den Tag zu legen. Trotz dieser wenig angenehmen Vorfälle herrscht innerhalb der Verbindung das beste Einvernehmen. Wir bemühen uns, durch Abhaltung von wissenschaftlichen Abenden und zahlreichen Tendenzfuxenstunden unsere Füxe im Sinne des K. E.-Gedankens zu erziehen, wobei jedoch das fröhliche Studentenleben durchaus zu seinem Recht kommt. Wir hoffen, daß dieses Semester genau so harmonisch verlaufen wird wie das vorige, und daß alle Bbr. Bbr. sich gern an die Zeit erinnern werden, die sie in München als aktive Licaren verbracht haben. Sprebia, Berlin. Wir eröffneten das Sommersemester mit einer Aktivitas von 11 Burschen und 2 krassen Füchsen. Eine l. K. V. „Licaria" beurlaubte zu uns ihren a. B. Curt Dörnberg, eine l. K. V. „Reo-Friburgia" ihren a. B. Baer. Trotz der schwierigen Keiltätigkeit — so wird uns als „konfessioneller" Verbindung von der Aniversität ein Auszug aus den Immatrikulationslisten verweigert — meldeten sich ferner aktiv die Herren: stud. jur. 2. Albin aus Berlin stud. jur. Martin Pfeffermann aus Berlin stud. math. Erwin Ansbach aus Berlin stud. med. dent. Eugen Brandt aus Bad Pyrmont stud. jur. Martin Höchstätter aus Luckenwalde stud. jur. Rudi Leibholz aus Berlin. Die Aussicht, auswärtige Kommilitonen zu keilen, ist sehr gering, wenn nicht auswärtige K. C.er Adressen geeigneter junger Leute an uns senden. Die definitiven Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: X a. B. Walter Braun XX a. B. Karl Meyer (X), Rhen.-Pal. XXX a. B. Hans Bloch F. M. f. C. A.H. Keidanski S.M.f.T. a.B. Hans Hirschberg . W. a. B. Falk K.W. XXX F.W. a.B. Dörnberg, Lic. Sp. W. i. a. B. Coler E.R. E.R. X. i. a. B. i.a.B. H. Wolfs, Sachs, Groß, a.B. Karfunkelstein, XX. Der Verbindungsbetrieb wird trotz mancher Schwierigkeiten, die die Großstadt hier einer studentischen Verbindung entgegenzusetzen pflegt, straff durchgeführt. Zwei Fechtoffizien auf dem Haus, zwei beim Fechtlehrer, dazu zweimal in der Woche um 7 Ahr früh Sport sollen die körperliche Ausbildung der Aktiven fördern, Kneipen und Exbummel bringen die Bundesbrüder des Abends zusammen und bieten studentische Fröhlichkeit. Zu einem Vortrag konnten wir Herrn Redakteur Alrich Salingre bei uns begrüßen, der über das Thema: „Wie eine Zeitung entsteht" in interessanter Weise plauderte. Ebenso stellte sich unser l. A.H. Kurt Braun uns zu einem Keilvortrag zur Verfügung, der allgemein, auch innerhalb der Aktivitas, einen starken und nachhaltigen Eindruck hinterließ. An dieser Stelle möchten wir auch noch Herrn Kartellbruder Erich Stern für sein in der letzten Zeit erneut erwiesenes Interesse und seine Tätigkeit innerhalb unserer Verbindung danken. Zum Schluß noch einige Personalien: Auf dem Schlußkonvent des Winter-Semesters wurden die Austrittsgesuche (nicht Inaktivierungsgesuche!) der a.B. a.B. Hene, Horwitz, Jonas. Martin Wolfs, Baruch und Iacobi genehmigt; beurlaubt wurden die a. B. a. B. Rosenbanm, Reumann und Scheiberg zu einer l. K.V. „Rheno-Silesia", die a.B. a.B. Caspary, Schreiber und Katz zu einer l. K. V. „Nassovia", a.B. Witkowski zu einer l. K.V. „Friburgia" und die a.B. a.B. Caro und Jacobsohn zu einer l. K.V. „Rheno-Palatia", der wir auch die a.F. a.F. Wiesner und Dombrower überwiesen; unfern a. F. 2. Lewinthal überwiesen wir einer l. K.V. „Reo-Friburgia". Den a.B. a.B. Löwenstein, Herbert D. Klein und Bensinger wurde der Austritt genehmigt. Wir inaktivierten unsere a.B. a.B. Coler und Iungmann und philistrierten unsern i.a.B. Gerh. Caspary. Neo-Friburgia, Freiburg. Das Sommersemester 1929 eröffneten wir am 18. April mit einem gemütlichen Beisammensein im „Kopf". Nach der langen Ferienpause fanden sich die Bundesbrüder in ausgezeichneter Stimmung hier ein, um mit frischen Kräften an die Semesterarbeit zu gehen. Während der Pessach-Woche sahen wir von Keiloffizien ab und begnügten uns damit, den persönlichen Verkehr mit den an uns empfohlenen Keilfüchsen anzubahnen. Anser l. A. H. Dr. Eugen Meyer (Trips) veranstaltete einen Sederabend, an dem wir sämtlich teilnahmen. Auch an dieser Stelle sei ihm für die geistigen und lukullischen Genüsse herzlichst gedankt. Die erste größere offizielle Veranstaltung war die traditionelle Maibowle auf dem Loretto. Leider war das Wetter „höchst couleurwidrig" und löste unsere Couleuren fast in ihre Bestandteile auf. Auf dem Antrittskonvent wurden die interimistischen Chargen folgendermaßen besetzt: X Klaus Dreher, F. M. f. C. XX Kurt Lefevre, Sp. W.F.W. XXX Hans Ringer, K. W. F.M. f. T. Alfons Silbermann, S. W. Heinz Lewin, Hochschulvertreter. Als Ergebnis unserer Keiltätigkeit hatten wir bis jetzt folgende Aufnahmen zu verzeichnen. Es meldeten sich aktiv die Herren: stud. med. dent. Heinz Sternberg aus Breslau stud. med. Kurt Abraham aus Leipzig stud. med. Karl Heinz Moses aus Bewarb stud. med. Hellmuth Goldblum aus Gelsenkirchen stud. med. Egon Wartelski aus Elbing stud. jur. Arthur Markus aus Münster stud. jur. Hans Eckstein aus Oberhausen stud. jur. Werner Max aus Mülheim stud. jur. Lothar Eisener aus Guttentag stud. jur. Walter Weißenberg (Sohn u. l. A.H. Malwin Weißenberg) aus Berlin stud. jur. Joachim Levinthal aus Berlin stud. jur. Kurt Grünbaum aus Bischofsburg. Die meisten unserer neuen Bundesbrüder waren von unseren auswärtigen l. A.H. A. H. und unseren l. Kbr. Kbr. an uns empfohlen. ' Es beurlaubten zu unserer l. Verbindung eine l. K.V. Thuringia die a.B. a.B. Joachim Gerber, K. Kiwi und Hans Schein, eine l. K.V. Licaria den a. B. Otto Schäfer. Außerdem überwies uns eine l. K.V. Thuringia den a.F. Heinz Ehrlich. Ansere Aktivitas besteht zurzeit aus 23 Köpfen. Außer den gemütlichen kleinen Exkursionen, die wir bisher als Keiloffizien veranstalteten und die einen schönen und befriedigenden Verlauf nahmen, veranstalteten wir als Keiloffizien auch zwei wissenschaftliche Abende, bei denen unser l. a. B. A. Silber-