KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1929
- Issue
- Heft 3-5 (22.5.1929)
- Date
- 1929-05-22
- Page
- Seite 35 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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35 auch im Namen der nunmehr neugewähllen Leitung des Alt-Lerren-Bundes den aus dem Vorstand ausgeschiedenen Mitgliedern Josef Lirsch und Edgar Cohn den herzlichen Dank für ihre treue Mitarbeit aussprach. Er dankte dem Bbr. Edgar Cohn für seine Tätigkeit als Schriftwart, die er während zweier Geschäftsjahre trotz seiner amtlichen Tätigkeit als Referendar und einer beruflicken Nebenbeschäftigung geleistet hat. Er dankte insbesondere aber dem bisherigen Vorsitzenden Bbr. Lirsch, dessen Mitarbeiter er während der vier Jahre seines Vorsitzes gewesen ist, aus tiefem Äerzen für seine aufopfernde Tätigkeit für den Alt- Lerren-Bund, für die Liebe, die er jeder K. C.-Arbeit zollt, und für die vorbildliche Objektivität, deren er sich sowohl der Sache als auch der Person gegenüber befleißigt hat. Während der vier Jahre seiner Tätigkeit sei unser Alt-Lerren-Bund im Innern gefestigt und damit ein gut Stück weitergekommen. In seinen Dankesworten für die ihm ausgesprochene Ehrung führte Lirsch aus, daß er die Arbeit für den Alt-Lerren-Bund gern und mit Freuden geleistet habe, daß ihm überhaupt, und auch in Zukunft, Arbeit für den K. C. Lerzensbedürfnis sei. Als ihre hervorragendste Aufgabe sieht es die Leitung des Alt°Lerren-Verbandes an, die aktive Verbindung zu der guten alten bewährten Tradition der Sprevia zurückzuführen. Der Vorsitzende appellierte an die gut besuchte Generalversammlung, die Leitung des Alt-Lerren-Bundes bei diesem ihrem hehren Ziele nach Kräften zu unterstützen. Weniger erfreulich war das Ergebnis des Berichtes unseres Kassenwarts, der besonders darauf hinwies, daß es nur dann möglich sein werde, ohne eine Erhöhung der Mitglieder-Beiträge den Etat des Alt-Lerren- . Bundes zu balancieren, wenn ein jeder Bundesbruder seinen pekuniären Verpflichtungen gegenüber dem Alt- Lerren-Bund gewissenhaft und pünftlich nachkommt. Die Anschrift des Vorsitzenden, an den den Alt-Lerren- Bund betreffende Angelegenheiten zu richten sind, lautet: Rechtsanwalt Georg Cohn, Berlin W 10, Bendlerstr. 17 (Nollendorf 1012). In Kassenangelegenheiten wende man sich an den Kassenwart: Landqerichtsrat Max Nothmann, Berlin-Wilmersdorf, Aschaffenburger Straße 26 (Pfalzburq 915). Wir hoffen und wünschen, daß sowohl die Berliner als auch die auswärtigen Bundesbrüder das bei ihnen zweifellos vorhandene Interesse an dem K. C. und unserer lieben alten Sprevia dadurch betätigen werden, daß sie an den Veranstaltungen teilnehmen und in ständiger Fühlung mit der Leitung des Alt-Lerren- Bundes bleiben. A. H.V. Friburgo-Ghibellinia. Der letzte Appell in den K. C.-Mitteilungen hatte wieder neue Spenden für den Hausfonds zur Folge. Wenn die bisher noch säumigen Bundesbrüder aus ihrer Passivität heraustreten und sich an der Sammlung für das Haus beteiligen, kann das vorhandene Objekt sehr bald erworben werden. Jeder einzelne, der noch zögert, trägt die Verantwortung, wenn unsere l. Verbindung noch länger in der unzureichenden Kneipe bleiben muß. Zeichnungen für den Hausfonds sind zu richten an den Vorsitzenden des A. H. V., Dr. Erwin Rosenow, Berlin SW 61, Belle-Alliance-Str. 23, Zahlungen sind zu senden an Dr. Siegfried Hein, Freiburg i. Br., Friedrichstr. 45 (Postscheckkonto Karlsruhe i. Bad. Nr. 31024). Hanseatischer Landesverband des K. C. Am 20. Februar d. I. fand ein sehr anregenden K. C.-Abend statt. Kbr. Wallach referierte über „Juden in der Politik". Er zeigte an den verschiedensten Beispielen die Wege, auf denen Männer zu Politikern, zu Staatsmännern wurden. Das Wesen von Lassalle und Disraeli, von Gambetta und Rathenau wurde erschlossen. Am Schluß zog der Referent die aktuellen Lehren, welche sich für uns ergeben. 2n der Diskussion wurde das Wesen der Politik von verschiedenen Seiten beleuchtet. Kbr. Urias betonte das Machtstreben, welches aller Politik zugrunde liegt. Kbr. Oppenheimer äußerte seine wirtschaftliche Einstellung zur Politik. Der Abend war für alle Teilnehmer eine Mahnung zur Aktivität. Am 14. März fand in den gastlichen Räumen von Kbr. Oppenheimer ein Bavarenabend statt. Verschiedene Kartellbrüder waren eigens von auswärts gekommen. Der Abend bewies wiederum, daß nicht nur der kartellbrüderliche, sondern auch der bundesbrüderliche Zusammenhalt im Landesverband ein guter ist. Erfreulicherweise liegen für das Sommersemester 1929 soviele Anmeldungen vor, daß der Stammtisch an der Universität Hamburg eröffnet werden kann. Auch für die folgenden Semester erscheint der Bestand des Stammtisches gesichert. Gleichwohl bedeutet das Kommen jedes einzelnen Kbr. eine wesentliche Unterstützung für die Neugründung. Gerade das Sommersemester 'wird die Erwartungen sicherlich nicht enttäuschen. Die Eigenart Hamburgs gibt Erinnerungen und Eindrücke für das ganze LebenI Kein Ort bietet gleich gute Betätigungsmöglichkeit im Wassersport. Die Veranstaltungen des Landesverbandes im Sommer (wie Maibowle, Barkassenfahrten) pflegen besonders harmonisch zu verlaufen. Das Leben ist für den Studenten in Hamburg nicht allzu teuer, da ein vorzügliches Studentenheim besteht, in dem gutes Mittagessen für 0,80 bis 1,— RM. geliefert wird. Bei normaler Lebensweise kommt ein Student mit einem Monatswechsel von 150 RM. aus. Pekuniäre Gründe dürften hiernach kein Hindernis bilden, in Hamburg zu studieren. Verbindungsbeiträge werden übrigens vom Stammtisch nicht erhoben, da der Landesverband sowohl die Kosten des Stammtisches wie die Kosten besonderer Veranstaltungen trägt. Wir hoffen nach alledem, eine größere Anzahl von Kbr. Kbr. im Sommer in Hamburg begrüßen zu können und erbitten Anmeldungen an beit Vorsitzenden des Landesverbandes. Landesverband im K. C. Sachsen-Anhalt. Am Sonntag, den 7. April 1929, fand in Dessau eine gut besuchte Zusammenkunft statt, die erfreulich. verlref. Die Veranstaltung begann mit einem Konvent, der folgende Beschlüsse faßte: § 6 der Satzung wurde dahin geändert: „Der Mitgliedsbeitrag wird auf 10 RM. jährlich festgesetzt. Diejenigen Mitglieder, die sich noch nicht in einer wirtschaftlich selbständigen Lebensstellung befinden, zahlen die Hälfte." § 1 der Satzung soll dahin erweitert werden, daß hinter das Wort „Freistaat Anhalt" die Worte „Freistaat Sachsen" emgefügt werden. Der Vorstand wird ersucht, innerhalb von 3 Monaten eine außerordentliche Landesverbandstagung nach Leipzig einzuberufen, zu der auch sämtliche K. C.er des Freistaates Sachsen einzuladen sind, und in der endgültig über die Zustimmung zur Satzungsänderung Beschluß gefaßt werden soll. Kartellbruder Kaß ist beauftragt worden, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um den K. C.- Stammtisch in Magdeburg wieder ins Leben zu rufen. Dem Vorstande wurde Entlastung erteilt und zum 1. Vorsitzenden Mendershausen wieder gewählt, zum