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KC-Mitteilungen · 1929-05-22 · Heft 3-5 (22.5.1929) · p. Seite 34

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1929
Issue
Heft 3-5 (22.5.1929)
Date
1929-05-22
Page
Seite 34 (sequence 10)
Language
German
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34 meistens die Hochschulpolitik ein für den jüd. Studenten grausiger und leidiger Punkt, mit dem sich der Einzelne eher abzufinden bemüht, so stellt sich der Verbindung die Hochschulpolitik als ein erschütterndes und. erschreckendes Beispiel gleichzeitig als Ausfluß der politischen Einstellung der Gesamtstudentenschaft dar, mit dem sich die Verbindung nicht in kurzer Zeit abfinden kann, da diese ein Hauptgebiet ihres Betätigungsfeldes einnimmt oder einnehmen sollte. Es ist hinreichend bekannt, daß im hiesigen Asta ein Antrag des nationalsoz. Studentenbundes, der -im Numerus clausus gipfelt, nur gegen die Stimmen des K. V. und Dtsch. Studentenbundes durchgekommen ist; es ist jetzt endlich Wahrheit geworden, was man bisher nicht offen bekennen wollte, daß die C. V.-Verbindungen mit den nationalsozialistischen Studenten in vielen Punkten und Kernfragen einig gehen — die C. V.-Verbindungen stimmten geschlossen für den Numerus clausus. Wenn auch diese Abstimmung und die Annahme des Antrages im Asta für den Augenblick von keinerlei auswirkenden Bedeutung ist, so dürften doch die sich hieraus ergebenden Konsequenzen für eine spätere Zeit in starkem Maße richtunggebend sein, dieses zu verhindern oder wenigstens abzuschwächen, nennen wir unsere Aufgabe. Nicht ist dieses Unterfangen allein durch Ueberzeugungs- und Aufklärungsversuche möglich, sondern in erster Linie durch eine zahlenmäßige starke Gruppe — gleichbedeutend mit Stimmengewinnung. Auf eine Unterstützung von vielen Seiten ist hierbei nicht zu rechnen. Die zionistisch eingestellten Studenten glauben für ihr vermeintliches Ziel nicht besser kämpfen zu können als durch Stimmenverweigerung in deutsch. Kulturfragen; die jüd. Freistudenten sind die einzige Quelle, aus der ein zahlenmäßiger Zufluß kommen kann. Leiderl Welches Maß an Indifferenz und Interesselosigkeit diese Kreise, mit verschwindend wenig Ausnahmen, an den Tag legen, sollte man kaum von'den nur allzu oft gerühmten politisch stark interessierten. Jungakademikern glauben; daß diese Kreise bei der Wahl für die Astavertreter völlig versagt haben, ist traurig, aber auch bezeichnend. Diese Leute zu belehren und für uns nutzbar zu machen, können wir durch erhöhte Keiltätigkeit erzielen, die auf der Gegenseite vorbildlich durchgeführt wird. Daher in diesem Zusammenhang eine Frage, von der hiesigen Verbindung: Warum keilt der K. C. an dem bekannten Thomastag in Nürnberg nicht für ihn in Frage kommende junge Leute, warum erfolgt der Zuzug bayerischer Abitilrienten in so geringer Zahl in den K.C.? Ferner muß es einmal mit allem Nachdruck an dieser Stelle gesagt sein, daß ein Dauerbestand der hiesigen Verbindung, der ein unbedingt notwendiger ist, in der Gegenwart noch nicht garantiert ist. Die Verbindung, die mit einer kleinen Zahl Aktiven — im letzten Sem. „eigenen" Aktiven — den Winter überdauert hat, kann einzig und allein auf eine bessere Zukunft hoffen, wenn ihr von allen Seiten, ganz besonders von seiten der festgegründeten Kartellverbindungen unter Voranstellung des Verbandsinteresses Keilmaterial und junge Aktive zugeführt werden, damit eine Gruppe junger Menschen das Gebäude auf dem gut vorbereiteten Boden in Würzburg mit errichten hilft. Wir rezipierten in der 2. Semesterhälfte die beiden Brander Karl und Paul Schnitzler und hatten die Freude, unseren lb. A. H. Gunz während seiner Promotionszeit bei uns begrüßen zu dürfen; daß seine hiesige Tätigkeit mit einem recht guten Erfolg gekrönt war, läßt uns unsere Glückwünsche an dieser Stelle nochmals wiederholen, ebenfalls gratulieren wir unserem lb. Bbr. Walter Goldmann zu seinem bestandenen Doktorexamen, sowie unserem lb. A. £>. Fricdenreich zur Geburt seines Stammhalters recht herzlich. Die letzten Tage des Semesters beschäftigten uns mit der Festsetzung und Ausgestaltung unseres zehnjährigen Stiftungsfestes. Man kam dahin überein, das Fest in den Pfingstfeiertagen steigen zu lassen, und zwar in der Zeit vom Pfingstsonnabend bis Pfingstmontag. Ausgehend von der Erwägung, daß kein anderer Termin als Pfingsten besser für eine derartige Feier geeignet ist, da die hiesige Gegend gerade in dieser Zeit eine Fülle von Reizen und ischönheiteu in sich birgt, glauben wir auch im Sinne unserer Gäste gehandelt zu haben. A. H. B. „Sprevia". Die Lauptversammlung, die am 18. März 1929 in den Räumen des K. C.-Klubheims Kurfürstendamm 202 abgehallen worden ist, stand unter dem Eindruck der Erklärung des Vorsitzenden, Bbr. Dr. Joseph Lirsch, daß er von seiner Wiederwahl zum Vorsitzenden des Alt-Lerren-Bundes abzusehen bitte. Da Lirsch vier Jahre lang den Alt-Lerren-Bund mit Interesse, Liebe und Geschick geleitet hat, der Versammlung also bekannt war, daß nur gewichtige Gründe ihn zur Aeußerung dieser Bitte bewogen haben konnten, drang man nicht weiter in ihn. Die Versammlung dantte ihm herzlich für seine dem A. L. i9. geleisteten Dienste und ernannte ihn in dankbarer Anerkennung derselben zum Ehrenvorsitzenden des Alt-Lerren - Verbandes. An den von dem Vorsitzenden erstatteten Geschäftsbericht und den Kassenbericht des Bbr. Nothmann schloß sich die Neuwahl des Vorstandes, des Ausschusses und der Ehrenrichter. Die Leitung des Alt-Lerren- Verbandes hatte der Versammlung insofern ihre Entschließungen erleichtert, als sie der Versammlung geeignete Vorschläge unterbreitete. Die Wahlen des Vorstandes und des Ausschusses erfolgten demgemäß ohne weitere Debatte durch Akklamation und hatten folgendes Ergebnis: Der Vorstand besteht aus folgenden Bundesbrüdern: Rechtsanwalt Georg Cohn, als Vorsitzenden, Landgerichtsrat Max Nothmann, als Kassenwart, Gerichtsassessor Lans Lennhoff, als Schriftwart. In den Ausschuß wurden dieselben Bundesbrüder gewählt, die bisher dem Ausschuß angehört haben, nämlich die Bundesbrüder: Lerbert Auerbach, Martin Sternberg, Lermann Goldmann und Fritz Riesenfeld-Lirschberg. Die erste Amtshandlung des neugewählten Vorsitzenden bestand darin, daß er sowohl im eigenen als Sporthaus HERCO ERSTKLASSIGE GERÄTE UND BEKLEIDUNG FÜR SOMMER- UND WINTERSPORT BERLIN - CHARLOTTENBURG 4 KANTSTRASSE 129 A Tennis / Hockey / Fechtsport Fußball / Athletik / Wassersport Gymnastik /. Eislauf / Ski Wandersport etc. K. C. er S% Rabatt

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