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KC-Mitteilungen · 1929-05-22 · Heft 3-5 (22.5.1929) · p. Seite 32

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1929
Issue
Heft 3-5 (22.5.1929)
Date
1929-05-22
Page
Seite 32 (sequence 8)
Language
German
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82 Unsere Schlußkneipe, an der auch die Chargierten der F. W. V. teilnahmen, verlief in gewohnt gemütlicher Weise. Rezipiert wurden unsere Brander Abraham und Löwenstcin. Auf dem Schlußkonvent wurden die Chargierten, der F. M. und die Warte rite dechargiert und erhielten die Kreuze bzw. das F. M.- Zeichen. Ihnen allen sei hiermit nochmals für die im abgelaufenen Semester oft schwierige und verantwortungsvolle Führung ihrer Aemter gedankt. Wir inaktivierten unsere a. B. a. B. Daniel, Friedheim, Goldblunl, Iacobi, Meyerhoff, Marx, Neufeld, Salm. Ullmann und Weil. Den Austritt gewährten wir unserem a.F. Nathan. Bei dem (jährlich veranstalteten) Wett-Turnen der Universität konnte unser a. F. Katz den ersten Preis, unser a. B. Lefevre den dritten Preis erringen. So war das Semester nicht nur wegen seines gemütlichen Verbindungsbetriebes, sondern ebenso auch wegen der erfolgreichen sportlichen Betätigung recht erfreulich. Der Kampf um unser Recht und die Zurückweisung der uns zugemuteten Zurücksetzungen führten die Bundesbrüder zu enger Gemeinschaft. Ein gemütlicher Exbummel zum „Iägerhäusle" vereinigte zum letzten Male die Bundesbrüder vor dem Abschied vom schönen Freiburg. Das Wintersemester 28/29 wird allen Bundesbrüdern eine schöne Erinnerung bleiben. Rheno-Silesia, Bonn. Das Wintersemester war für uns, vom K. C.-innenpolitischen Standpunkt gesehen, sehr interessant. Es zeigte sich deutlich, daß sich mehr und mehr zwei extreme Richtungen (Tradition und Fortschritt) herausbilden, während die verbindende Mittelschicht langsam verschwindet. Es war uns allen klar, daß nur unter den schwierigsten Bedingungen die Bundesbrüder in näheren Konnex kommen würden. Daß diese Schwierigkeiten zum Schluß des Semesters größtenteils behoben waren, beweist die große Verbindungsdisziplin, die in der Aktivitas herrschte. Waren unsere Konvente und Wissenschaft!. Abende auch belebt von erregten Debatten, sprach der jugendliche Zorn da auch oft ein allzu rasches Wort, so waren es doch unsere Kneipen, unsere Exbummel, unsere sportlichen Offizien, die die Bundesbrüder wieder einander näherbrachten. Wir rezipierten die Brander Moritz, Paßmann, Frank, Meherowitz. Wir philistrierten die i. a. B. i. a. B. Löwenherz, Putziger, Windmüller, Pick, Rosenberg. Unserem l. Kbr. Peter F. Meyer verliehen wir das Band unserer Verbindung h. c. Auf dem Schlußkonvent inaktivierten wir die a. B. a. B. Steinhauer, Baruch, Löwenstein, Abraham, Kamp, Schürmann, Falkenstein, Schwarz. Wir dechargierten den Ersten (Daniel), den Zweiten (Boß) und den Dritten (Frank) und gaben ihnen die Kreuze. Den Austrittsgesuchen der Bbr. Bbr. Daniel, Salm, Marx, Neugarten und Sagan wurde stattgegeben. Thurkngia, Breslau. Wenn wir auf das Wintersemester, das hinter uns liegt, betrachtend und wertend zurückschauen, können wir ohne Beschönigung feststellen, daß es die Verbindung in vieler Hinsicht vorwärts gebracht hat. Es ist einmal eine bemerkenswerte Tatsache, daß innerhalb der Verbindung eine Entspannung Platz gegriffen hat, die sich günstig auf die Verbindungsarbeit auswirkte. In den letzten Semestern hatte sich bedauerlicher Weise eine recht scharfe Gegensätzlichkeit zwischen der Aktivitas und den Inaktiven herausgebildet, die ihren Grund in der verschiedenartigen Auffassung von Wesen und Gestaltung des Verbindungsbetriebes hatte. Die Probleme und inneren Gegensätze, die in den letzten Semestern für den Verband und die einzelnen Verbindungen immer mehr akut wurden, und die auf dem letzten K.C.-Tage ihren Ausdruck fanden, haben nun doch nicht den Zusammenhang und das gute Einvernehmen innerhalb der Verbindung zu gefährden vermocht, und im letzten Semester war das Verhältnis zwischen Aktivitas, Inaktiven und den jüngeren A. H. A. H., die sich dankenswerter Weise rege am Verbindungsleben beteiligten, das denkbar beste. Weiterhin ist es für uns als Großstadtverbindung äußerst schwierig, unter der Aktivitas selbst dasjenige Verhältnis entstehen zu lassen, das dem Wesen und den Aufgaben wahrer Bundesbrüderlichkeit entspricht. Die räumlichen Entfernungen, die verschiedene Lebensweise von Auswärtigen und Einheimischen, die vielseitigen Veranstaltungen und Verpflichtungen außerhalb des Verbindungslebens lockern den inneren Zusammenhang. Trotzdem kann gesagt werden, daß es der Verbindnngsleitung gelungen ist, die Einheitlichkeit zu wahren. Der sogenannte straffe Verbindungsbetrieb wurde konsequent durchgeführt, und auch außerhalb der Verbindung fanden sich die Aktiven bei Theater, Konzert und Vortrag, beim Skisport in den schönen schlesischen Gebirgen und bei sonstigen Gelegenheiten zusammen, wodurch eine vielseitige gemeinsame Basis geschaffen war, die zu näherem Kennenlernen und zu engerer Fühlungnahme unerläßlich ist. Die Verbindung hat, wie wir bereits früher berichteten, die seit Jahrzehnten traditionelle Tanzstunde in diesem Semester nicht abgehalten. Obwohl im Laufe des Semesters mehrere äußerst gelungene Damenveranstaltungen stattfanden, hat sich diese Maßnahme nicht bewährt, da vor allem die auswärtigen Bbr. Bbr. nicht genügend Eingang in die hiesige Philisterschaft fanden. Es wird Aufgabe des kommenden Sommersemesters sein, in dieser Hinsicht eine bessere Lösung zu finden. Besonders bedeutungsvoll war uns dieses Semester durch den Königsberger K. C.-Tag, an dem wir uns mit zehn Aktiven beteiligten. Es braucht an dieser Stelle nicht mehr näher auf Verlauf und Bedeutung der Tagung eingegangen zu werden. Es soll nur soviel gesagt werden, daß der Königsberger K. C.-Tag uns allen, die wir ihn miterlebt haben, auf Jahre hinaus Begeisterung und Liebe für den Verband und seine Ideale, Anregung und Richtung zu Arbeit und Verwirklichung gegeben hat und geben wird. In der notwendigen Erkenntnis, daß der Schwerpunkt unserer Veröindungsarbeit sich immer mehr auf eine tatsächliche Aktivierung der in einer Aktivitas vereinigten Kräfte konzentrieren muß, und daß diese Aktivierung sowohl persönliche Meinungsbildung wie Durchdringung des geistigen Stoffes von uns verlangt, haben wir das Problem der geistigen Verbindungsarbeit von verschiedenen Seiten aus zu lösen versucht. Endgültiges haben wir, das sei vorausgeschickt, nicht gefunden. Es ist bei Versuchen geblieben, wobei wir uns klar sind, daß das Problem in jedem Semester, bedingt durch die veränderte Zusammensetzungder jeweiligen Aktivitas, stets neu entstehen muß. Wir veranstalteten mehrere Tendeuzburschenstunden, bei denen unter Führung eines mit dem Stoffe vertrauten Diskussionsleiters (unseres l. Kbr. Dr. Ernst

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