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KC-Mitteilungen · 1929-05-22 · Heft 3-5 (22.5.1929) · p. Seite 29

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1929
Issue
Heft 3-5 (22.5.1929)
Date
1929-05-22
Page
Seite 29 (sequence 5)
Language
German
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29 aus. Sie widmet sich „der Pflege der Friedensidee als religiös-sittlichen Gebotes" und der „Schaffung einer Friedensatmosphäre innerhalb der weitesten Volkskreise, als zuverlässigster Grundlage der Erhaltung des Friedens". Sie will „den äußeren Frieden auf dem Wege des inneren Friedens zwischen den Bekenntnissen und Ständen" anstreben. Zu diesem Zweck sollen in möglichst vielen Zentren Deutschlands Friedensgruppen unter der Aegide der evangelischen, katholischen und jüdischen Geistlichkeit organisiert werden. 2m Einklang mit diesem Programm nimmt der Jüdische Friedensbund laut seiner Satzungen sich vor, „im Geiste der jüdischen Lehre für die Versittlichung der Menschheit und den dauernden Weltfrieden zu wirken". Der Bund wird bestrebt sein, einerseits durch Vorträge und Veröffentlichungen möglichst weite jüdische Kreise, insbesondere auch die jüdische Jugend, für die Wiederbelebung der altjüdischen Friedenslehre zu interessieren; andererseits, in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, zur praktischen Sicherung des Friedens auf religiös-sittlicher Grundlage für möglichst große Teile der Menschheit beizutragen. Diese Zielsetzungen fanden den ungeteilten Beifall der Versammlung. Die Ansprachen der weiteren Redner — R.-A. Heinrich Stern, San.-Rat Dr. A. Goldschmidt, Rabb. Dr. Freimann, Frau Dr. Eschelbacher — gipfelten in dem Gedanken, daß es innerhalb der jüdischen Gemeinschaft eine Diskussion über die Notwendigkeit der Beteiligung an den Friedensbestrebungen nicht geben könne, es sei dies ja nur eine Rückkehr zu den vom Judentum stets bekannten Ideen. Dementsprechend traten sämtliche Anwesende einstimmig dem Friedensbund bei. Eine große Anzahl von Personen, die am Erscheinen verhindert waren, haben schriftlich ihr stärkstes Interesse und ihre lebhafteste Sympathie für das Werk bekundet. Im Verlaufe der Versammlung wurde bekanntgegeben, daß auch in England unter Führung von Lionel de Rothschild, Claude Montefiore, Chief Rabbi Dr. Hertz, Herbert Samuel und Lord Reading eine „Iewish Peace Society" mit gleichen Richtlinien ins Leben gerufen wurde. Weltreise für Professoren nnd Studenten. Die University Travel Association in New Pork unternimmt am 10. Oktober 1929 ihre dritte Weltreise, die sieben Monate dauern soll und während welcher Studenten Gelegenheit haben werden, zwei Semester lang ihre Studien zu betreiben. Zu diesem Zweck ist der moderne Vergnügungs-Motor-Dampfer „Letitia" (13 500 Tonnen) gechartert worden. Die Leitung dieser schwimmenden Universität liegt, soweit die wissenschaftliche Seite in Frage kommt, in den Händen von Dr. James E. Lough, während die Reise-Arrangements von dem Internationalen Reisedienst, En Route Service G.m.b.H. (Berlin W 8, Unter den Linden 9) getroffen werden. Während dieser Weltreise werden zwei Semester Vorlesungen gehalten werden. Die des ersten Semesters werden während einer Europa-Reise durch England, Holland, Belgien, Frankreich, Schweiz, Deutschland, Oesterreich und Italien abgehalten. Das zweite Semester» das am 28. Januar 1930 beginnt, wird an Bord des Dampfers „Letitia" abgehalten werden, während dieser Griechenland, Palästina, Aegypten, Somaliland, Indien, Ceylon, Sumatra, Java, Straits Settlements, Borneo, China, Korea, Japan, Hawaii Californien, Panama und Cuba besucht. Landausflüge werden von den Studenten von allen Häfen aus unternommen werden; außerdem größere Landreisen in Indien und durch China von Nanking nach Peking und Seoul. Dies ist zum dritten Mal, daß die Universith Travel Association Weltreisen organisiert. Die erste Reise fand auf S. S. „Rhndam" 1926/27, die zweite auf S.S. „Belgenland" 1928/29 statt. Augenblicklich wird von letzterer Indien besucht. Die wissenschaftliche Leitung dieser Universitäts- Weltreisen liegt in den Händen von Professoren der leitenden amerikanischeii Universitäten; Harvard, Pale, Williams, Dartmouth, Southern California, Colorado, Missouri, Lafayette, Texas, Colgate, Michigan und Oregon stellen aus ihren Fakultäten Professoren zur Verfügung. Es sollen auf dieser Weltreise nur solche Fächer gelesen werden, die in den Rahmen der Reise besonders Hineinpassen; Geschichte, pol. Oekonomie, Volkswirtschaftslehre mit Berücksichtigung des Außenhandels, Soziologie, Kunst, Geologie, Geographie, vergleichende Religionsgeschichte und Navigation sind Fächer, über die gelesen wird. Hinzu kommen noch Kurse in Englisch und Französisch. Die Vorlesungen finden wahrend der europäischen Reise (erstes Semester) in den europäischen Haupt- und Universitätsstädten statt, so auch in Heidelberg, Oxford und Grenoble. Während der Weltreise selbst (im zweiten Semester) werden täglich Vorlesungen auf hoher See gehalten. Die Anzahl der Vorlesungen ist in beiden Semestern die gleiche. Die Landausflüge nach den europäischen Städten und in die Häfen, die berührt werden, werden unter Leitung der betreffenden Dozenten unternommen und bilden einen Teil der Kurse. Eine vollständige Bibliothek befindet sich an Bord des Schiffes. Es ist für die Studenten möglich, sowohl für beide Semester, als auch für jedes Semester einzeln zu belegen. Die Kosten betragen für die Unterkunft auf der „Letitia" einschließlich der zu hörenden Vorträge, aller Landausflüge und Reisen, mit Ausnahme jedoch der drei Monate in Europa, ca. 6000 RM. Nähere Auskünfte werden von der University Travel Association, 285 Madison Avenue, New Port City. U. S. A., sowie von dem Internationalen Reisedienst, .En Route Service G.m.b.H., Berlin W8, Unter den Landen 9, bereitwilligst erteilt. Anwälte lm K..C. bedient Euch bei Bedarf Vertreter» und Hilfserbeltern juristischen Arbeitsnachweises des X L

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