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KC-Mitteilungen · 1928-11-15 · Heft 11 (15.11.1928) · p. Seite 115

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1928
Issue
Heft 11 (15.11.1928)
Date
1928-11-15
Page
Seite 115 (sequence 9)
Language
German
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115 Pcovinzialverbandes weitere Zuschüsse zu bewilligen. Der bisherige Jahresbeitrag in Löhe von 12 — M. wurde beibehalten. Für das neue K. C.-Leim sind die Räume über der Fttrstenberg-Klause im Lause Kurfürstendamm 207, Ecke Knesebeckstraße, durch den zu diesem Zweck gebildeten Berliner-K. C.-Club-Leim-Verein fest gemietet worden. Das Leim enthält sowohl Clubräume für die eilten Lerren als auch Zimmer für die aktiven Berliner Verbindungen. Ein großer Saal steht für besondere Veranstaltungen zur Verfügung. Das neue Leim wird gegen Ende des Monats November bezugsfertig sein. Aus diesem Anlaß findet am Donnerstag, den 29. November 1928, abends 8 h. c. t. ein zwangloser Bierabend (ohne Damen) statt, zu dem noch besondere Einladungen ergehen werden. Am Sonntag, den 9. Dezember 1928, nachmittags 5 Llhr, wird ein Tee mit Tanz veranstaltet. Die eigentliche Eröffnungsfeierlichkeit soll im Januar stattfinden. Ferner ist geplant, in nächster Zeit einen größeren Vortragsabend zu veranstalten. Wir hoffen, daß das neue K. C.-Leim dazu beitragen wird, die Berliner Alten Lerren des K. C. einander näherzubringen und ihr Interesse für den Verband neu zu beleben. Jeder einzelne Kartellbruder wird gebeten, sich nicht nur an den dort stattfindenden offiziellen Veranstaltungen zu beteiligen, sondern auch sonst so oft wie möglich dort zu erscheinen. Die Veranstaltung von K. C.-Lerren-Turnabenden hat für diesen Winter der A L. B. Sprevia übernommen. Auch die Veranstaltung von K. C.-Damen-Turnabenden ist geplant. Diesbezügliche Anfragen sind an Kbr. Dr. Sigfrid Bernhardt, Berlin SO 16, Scbmidstraße 26, zu richten. hanseatischer Landesverband des K. C. Der Hanseatische Landesverband des K. C. hielt am 18. Oktober 1928 eine gutbesuchte ordentliche Mitgliederversammlung ab. Vor Eintritt in die Tagesordnung ehrten der Vorsitzende und die Versammlung das Gedächtnis des verstorbenen Herrn Kbr. Reis. Anschließend gab der Vorsitzende den Jahresbericht. Er berichtete insbesondere über die Bemühungen, in Hamburg einen K. C.-Stammtisch aufzumachen. Die Bemühungen haben einstweilen noch nicht zu einem Erfolge geführt, da sich nicht genügend Kbr. Kbr. für das Wintersemester zur Verfügung gestellt haben. Es ist aber nach den bisherigen Anmeldungen zu hoffen, daß die Beteiligung im Sommersemester 1929 eine genügende sein wird und daß dann die Eröffnung des Stammtisches möglich ist. Nachdem der Kassenwart den Kassenbericht erstattet hatte, wurde dem Vorstand Entlastung erteilt. Hierauf hielten einzelne Kartellbrüder Referate über die in dem Fragebogen des G. A. angeschnittenen Probleme. Im Anschluß an die einzelnen Referate, von denen insbesondere das religiös und weltanschaulich tief fundierte Referat des Herrn Kbr. Gumpertz über K. C. und jüdische Politik hervorgehoben sei, entwickelte sich eine lebhafte Diskussion. Die Versammlung sprach sich ohne Widerspruch für die Abschaffung des Trinkzwangs aus. Ebenso herrschte Einmütigkeit darüber, daß die Stellung der Landesverbände befestigt werden muß. Insbesondere sollte den Landesverbänden mindestens subsidär die Ehrengerichtsbarkeit übertragen werden. In Hinsicht darauf, daß sich das Schwergewicht der Verbandstätigkeit mehr und mehr von den A. H. V. A. H. V. zu den Landesverbänden verschoben hat, wurde auch der Vorschlag in die Debatte geworfen, die Funktionen und die Stellung der Landesverbände mit den Funktionen und der Stellung der A. h. V. A. h. V. zu vertauschen. Den folgenden Punkt der Tagesordnung bildete die Neuwahl des Vorstandes. Kbr. Oppenheimer sah sich leider infolge beruflicher Aeberlastung nicht in der Lage, den Vorsitz wieder zu übernehmen. Der interimistische Leiter der Versammlung sprach in aller Sinne, indem er die außerordentliche Mühewaltung und die großen Verdienste des Herrn Kbr. Oppenheimer dankend hervorhob. Die Sache des K. C. in Hamburg hat insbesondere durch die großen Veranstaltungen vom Oktober 1927 einen starken Auftrieb erfahren. Zum Vorsitzenden des Verbandes wurde nunmehr Kbr. Walter Jacobson gewählt. Im übrigen wurde der Vorstand in seiner bisherigen Zusammensetzung bestätigt. ' Wir weisen ganz besonders auf das heutige Inserat der Iuwelierfirma Wilhelm Lülse hin. Unser in diesem Lause tätiger Kartellbruder Dr. Chapp steht mit jeder gewünschten Auskunft und Beratung gern persönlich zur Verfügung. Des weiteren verweisen wir auf die Anzeige der Versandbuchhandlung Erich K i e w e, die den Kbr. Kbr. insbesondere rechts- und staatswissenschaftliche Bücher gegen bequeme Ratenzahlung zur Verfügung stellt. Bücher- und Blätterschau „Die jüdische Idee und ihre Träger", Beiträge zur Frage des Liberalismus und Nationalismus. Schriftenreihe der „Jüdischen Rundschau", Verlag „Jüdische Rundschau", Berlin W 15, Preis 0,60 M., 64 Seilen (im Buchhandel beziehbar). Anläßlich der im Sommer 1928 in Berlin abgehaltenen zweiten Weltkonferenz für das Liberale Judentum veranlaßte die „Jüdische Rundschau" eine Anzahl von berufenen jüdischen Persönlichkeiten, von denen die meisten in der religiösen Erneuerungsbewegung des Judentums führend sind, sich zur Frage der Beziehungen neujüdischer Religiosität zur jüdischnationalen Bewegung zu äußern. Männer, wie Leo Baeck, David Baumgardt, Martin Buber, Ismar Elbogen, Max Elk, Max Grünewald, Max Joses, Maurice L. Perlzweig, Ernst Simon, Malwin Warschauer, Max Wiener und Ignatz Ziegler. Umrissen in formvollendeten Beiträgen ihre Stellungnahme zu diesem Problem. Diese Aufsätze hat die „Jüdische Rundschau" jetzt nochmals als Broschüre herausgegeben. Außer den Beiträgen der genannten Autoren enthält diese gefällig aüsgestattete typographisch mustergültige Broschüre Beiträge von Felix Weltsch und Robert Weltsch, die bei anderen Anlässen zur Frage des jüdischen Liberalismus geschrieben wurden. Die Vorrede stammt aus der Feder von Kurt Blumenfeld, welcher betont, daß Judentum als reine Bourgeois-Religion keine Entwicklungskeime zur Entfaltung bringen könne und daß schöpferische Entwicklung des jüdischen Geistes verknüpft sei mit einem starken jüdischen Volksleben in Palästina.

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