KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1928
- Issue
- Heft 11 (15.11.1928)
- Date
- 1928-11-15
- Page
- Seite 114 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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114 A. H. V. Albingia. Zum letzte» Berliner Albiugenabend am 2. November d. I. hatte unser l. Bbr. Ostwald uns zu einem gemütlichen Abendessen in seine Wohnung eingeladen. Nach dem Abendessen fand unter den Bundesbrüdern eine eingehende Aussprache über den Fra gebogen des G. Ä. statt. Bbr. Stern hielt hierbei ein einleitendes Referat. Die Zusagen zu dem am 15.—16. Dezember d. I. in Berlin stattfindenden zehnten Stiftungsfest sind schon jetzt überaus zahlreich. Am Sonnabend abend findet im Hotel „Russischer Hof" ein Herrenessen mit anschließendem gemütlichen Beisammensein statt. Zu diesem Essen sollen auch die Mitglieder des ehemaligen „Albingenclubs" eingeladen werden. Für den Sonntag sind die Generalversammlung des A. H. V. sowie mehrere andere Veranstaltungen vorgesehen. Besondere Einladungen ergehen noch. Wir rechnen bestimmt auf vollzähliges Erscheinen aller Bundesbrüder. A. H.V. Thuringia. Am 4. November 1928 fand die ordentliche Mitgliederversammlung des A. h. V. statt, die von nahezu 50 Alten Herren besucht war. Ein besonderer Bericht an die einzelnen Mitglieder geht aus Ersparnisgründen nicht heraus. Das Interesse der Versammlung an den einzelnen Punkten der Tagesordnung war recht rege. Das Ergebnis der Besprechung über die Frage, ob der Arzt oder Rechtsanwalt einem Bundesbruder entgeltlich oder unentgeltlich zur Verfügung stehen solle, war folgendes: Die Unentgeltlichkeit ist kein prinzipielles Erfordernis der Bundesbrüderlichkeit; die persönlichen Verhältnisse beider Parteien sind zu berücksichtigen. häufig wird sogar prinzipiell Entgeltlichkeit vorzuziehen sein, um die Unbequemlichkeiten und Unannehmlichkeiten des Dedikationswesens zu vermeiden, und um zu verhüten, daß aus Scheu vor diesen Folgen unentgeltlicher Tätigkeit die Inanspruchnahme des Bundesbruders überhaupt unterlassen wird. Die Besprechung der wichtigsten Punkte des G.--A.- Fragebogens durch die Bundesbrüder Dr. Ernst Fraenkel und Dr. Fritz Michaelis wird hoffentlich eine große Anzahl Bundesbrüder noch zur Absendung des Fragebogens veranlaßt haben. Der bisherige Vorstand und die Ausschußmitglieder wurden wiedergewählt. Zum Vertreter für den Königsberger K. C.-Tag wurden die Vorstandsmitglieder Landgerichtsrat Rosenthal und Rechtsanwalt Michaelis bestimmt. Um die Klagen der Verbindung über mangelhafte Teilnahme der Alten Herren am Verbindungsleben zu beseitigen, wurde beschlossen, einen regelmäßigen Sitzungsdienst von Breslauer Alten Herren bei den Hauptoffizien der Verbindung einzurichten. Zur Hebung des K. C.-Interesses der Alten Herren sollen in Zukunft alljährlich etwa zwei Alt-Herren- Konvente einberufen werden, die möglichst einen ganzen Sonntag als Verhandlungstag zur Verfügung haben sollen. Der Kassenbericht ließ wieder die ungewöhnlich große Lässigkeit einer erheblichen Anzahl Alter Herren bei Zahlung ihrer Beiträge erkennen. Die Folge war, daß der A. H.V. wohl zum ersten Male seit seinem Bestehen mit Schulden in das neue Semester geht! Die Außenstände bei Bundesbrüdern betrugen am 15. Oktober 1928: 6907,55 RM.N Dazu kommen noch nahezu 3000 RM. Außenstände, welche die Wohnungskasse bei Alten Herren hat. Die Empörung der Mitgliederversammlung über diese Pflichtvergessenheit vieler Bundesbrüder — nur bei verhältnismäßig wenigen liegt wirtschaftliche Unmöglichkeit zu geringen Teilzahlungen vor — war so groß!, daß sogar augeregt wurde, die säumigen Bundesbrüder ' auf Zahlung der Rückstände zu verklagen. Dieser Antrag ist zwar abgelehnt worden, aber nicht aus Rücksicht auf die säumigen Zahler, die den Kassenwart zum Teil trotz vielfacher Schreiben nicht einmal einer Antwort gewürdigt haben, sondern im Hinblick auf den guten Ruf des A. H. V.! Von Personalnachrichten ist zu erwähnen, daß der A. h. V. zur Zeit 185 Mitglieder hat. Im vergangenen Jahre haben geheiratet: Dr. Karl Ledermann. Dr. Ernst Michaelis, Dr. Kurt Honigbaum, Rechtsanwalt Foerster, Dr. Hans Licht, Dr. Rudolf Priester und Dr. Kurt Levh. Der Erstchargierte, a. B. Poppelauer, erstattete den Bericht über die Verbindung. Aus dem Bericht war zur Freude der Alten Herren zu entnehmen, daß der Bestand der Verbindung, die im Wintersemester 22 Aktive hat, gesichert erscheint, daß die Verbindung auch regen Anteil am geistigen Leben innerhalb des K. C. .nimmt und ihre Mitglieder über alle hochschulpolitischen und sonstigen, für den heutigen Akademiker wesentlichen Fragen zu unterrichten sich bemüht. A. H. V. Silefia. Der A. H. V. hat sich durch Beschluß der Generalversammlung zum 1. Oktober 1928 aufgelöst. Die Einbänderleute» sind am 8. Oktober 1928 in die Verbindung Sprevia eingetreten. Provinzialverband BrandenburgischerK.C.er. In der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 15. Oktober 1928 wurde der Vorstand in folgender Zusammensetzung neu gewählt: 1. Dr. Josef Lirsch «Sprev.. Lie., Sil.), l. Vorsitzender 2. Dr. Erich Stern (Rh.-Sil., Ghib., Alb.), 2. Vorsitzender und l. Schriftwart 3. Dr. Adolf Asch (Sprev., Thur.), 1. Kassenwart In den Ausschuß wurden folgende Kartellbriider gewählt, die insbesondere die Aufgabe haben, den Zusammenhang zwischen ihren eigenen Bundesbrüdern und dem Provinzialverband zu stärken: Viadrina-B.Leo Glücksmann Thuringia.Oscar Guttmann Badenia-L.Fritz Aron, Kurnik Rheno-Silesia ..... Ernst Lehmann / Remak Spreda.j Sigfrid Bernhardt Vineta.Martin Löwenberg Licaria.Ludwig Mayer Frib.-Ghibellinia .... Rosenow Viadrina-D.Larsen Friburgia.Martin Rosenthal i£Ä«ri« Rheno-Palatia.Rosenkranz Lansea.Alfred Loeser Ferner Kurt Levi (Thur.), Ernst Feilchenfeld (Sprev.). Sally Dawidowitz lFrib). Der Ausschuß hat sich in seiner Sitzung vom 12. November'konstituiert und die Geschäfte folgendermaßen verteilt: 2. Eckriftwart.Levh 2. Kassenwart.Dawidowitz Keilwart.Lillcr Schachgruppe . ... Ernst Lehmann. Gleichzeitig wurde Kbr. Liller in den Ausschuß hinzugewählt. Ferner hat der Provinzialverband in seiner Mitgliederversammlung beschlossen, zu den Kosten des neuen K. C.-Leims für die Dauer von 4 Jahren einen jährlichen Zuschuß von 1200.— M. zu geben, und den Ausschuß ermächtigt, nach Maßgabe der Kassenverhältnisse des