KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1928
- Issue
- Heft 3-4 (30.4.1928)
- Date
- 1928-04-30
- Page
- Seite 22 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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22 den Tod entrissen war. Wir ehrten sein Andenken durch eine würdig verlaufene Trauerkneipe. Shtf dem ersten Convent inaktivierten wir unseren a. B. Berliner und nahmen folgende, deshalb erforderliche Besetzung der Chargen vor: X a. B. Lerbert Bloch XX a. B. Jak. Spier XXX a. B. Walter Rothschild. Außerdem philistrierten wir unsere i. a. B. i. a. B. Kurt Spiegel und Karl Meyer. Unsere bekannten Offizien fanden angenehme Ergänzung durch die zahlreichen Saisonveranstaltungen, bei denen die Bundesbrüder frohe Stunden verbrachten. Sehr interessant und anregend gestalteten wir unsere wissenschaftlichen Abende, auf denen wir die augenblicklichen K. C.-Probleme diskutierten und zu ihnen Stellung nahmen. Am 13. Februar veranstalteten wir hier einen Pauktag mit einer l. K. V. Licaria, Neo-Friburgia, Nassovia und Rheno-Guestphalia, bei dem die von uns gestellten 12 Partien mit gutem Erfolg abschnitten. Nachdem wir uns kaum von einer überaus feuchten Pfälzer-Weinkneipe am Fastnacht-Dienstag erholt halten, stieg noch kurz vor Semesterschluß eine uns in freundlicher Weise von einigen hiesigen Philistern gestiftete Würstchenkneipe. Wir schlossen das harmonisch verlaufene Wintersemester mit unserm Schlußconvent am 23. Februar, auf dem wir unsere Chargen dechargierten und ihnen die Kreuze in Klammern verliehen. Unserem i. a. B. Berliner verliehen wir für seine annerkennenswerte Arbeit den sK.Wj und die [Xx] und beiden Fuchsmajoren den sF.Mj. Zu Ferienchargierten wählten wir: X i. a. B. Ludwig Berliner XX Kbr. Emil Bensinger XXX a. B. Wilhelm Mainzer. Unser Sommersemester beginnt mit dem Antrittsconveut am Montag, den 23. April 1928, auf dem wir recht viele A. L. Ä. L. und Kbr. Kbr. zu begrüßen hoffen. XDa der größte Teil unserer Burschen zum Sommersemester nach unserem schönen Heidelberg zurllckkehrt und unsere Keilaussichten gut sind, können wir mit einer starken Aktivitas rechnen. Sprevia, Berlin. Der letzte Monat dieses an Abwechslungen und an K. C.-Arbeit mannigfachster Art für uns so reichen Semesters nahm trotz der außerordentlichen Größe unserer Aktivitas einen in jeder Beziehung erfreulichen und überaus harmonischen Verlauf. Am 5. Februar veranstalteten wir einen Gesellschaftsabend, bei dem das Berliner K. C.-Leim sich beinahe als zu klein erwies, um die in großer Anzahl erschienenen Damen, Kbr. Kbr. und Bbr. Bbr. aufzunehmen. Zu dem guten Gelingen des Abends trug neben den Vorträgen unseres a.F. Bruck und unseres O.V.G. Dreyfuß vor allem die vorzügliche Bowle bei, die bald bei allen Teilnehmern die richtige Faschingsstimmung hervorrief. Wie im Vorjahre beteiligten wir uns auch diesmal geschlossen am Berliner Universitätsball, der in den Gesamträumen des Kroll-Etablissements stattfand und eins der größten gesellschaftlichen Ereignisse dieses an Bällen so reichen Berliner Winters war. Aus unserer Semesterschlußkneipe konnten wir zu unserer Freude die Väter einiger jüngerer Bundesbrttder sowie eine größere Anzahl von Kartellbrüdern bei uns begrüßen. Als letzte offizielle Veranstaltung des Semesters vereinigte uns ein gemütlicher Frühschoppen im „Tücher-Bräu", der einen würdigen Abschluß für dieses schöne Semester darstellte. Am 9. Februar rezipierten wir die Brander: Buky, Gerber, Glaß, Groß, Iacobi, Kosak, Lieck, Löwenstein, Pollack, Sachs, Schaal und auf dem Semesterschlußconvent am,23. Februar die Brander: Bruck, Coler, Lewinthal, Plaut. Die Austrittsgesuche des a. B. Friedländer sowie der a. F. a. F. Ernst Meyer und Kornicker wurden angenommen. Inaktiviert wurden die a. B. a.B.: Adler, Borchardt, Fraenkel, Mannheim, Spiegel, Oliven, Buchdahl, Zucker und Leld. Den Chargierten und Fuxmajoren wurden nach ihrer Dechargierung die Kreuze bezw. das F.M. in Klammern verliehen. Die F. C. setzt sich folgendermaßen zusammen: F. C. X : a.B. Werner Lipschitz, Rhen.-Pal.(X,FM) F. C. XX : a. B. Leinz Wolff, Rhen.-Pal. F. C. XXX: a. B. Larry Pollack F. M.: i. a. B. RudolfAdler( x ),Rhen.-Pal. (x X X, FM) - Wir beurlaubten zu einer l. Kv. „Bavaria" a. B. Bensinger, zu einer l. Kv. „Neofriburgia" die a. B. a. B. Leynemann und Iacobi, zu einer l. Kv. „Rhenosilesia" a.B. Löwenstein, den wir auch a. F. neu überwiesen, zu einer l. Kv. „Saxo-Bavaria" a. B. Bruck, zu einer l. Kv. „Rheno - Guestphalia" die a. B. a. B. Wolf und Stein. Weitere Beurlaubungsgesuche sind an die F. C. zu richten. „Neo-Fribirrgia." Die Erwartungen, die wir an das W.S. geknüpft hatten, haben uns nicht getäuscht. Das Verhältnis zu den anderen Freiburger Korporationen war durchaus korrekt und einwandfrei. Anläßlich der Einweihung des Gefallenendenkmals und der Reichsgründungsfeier chargierten wir, und zu einigen anderen Veranstaltungen der Universität (Rektoratsessen, Vortragsabende, 5 Uhr-Tee der V.A.S.) war unsere l. V. eingeladen und entsandte ihre Vertreter. In den Asta entsandten wir einen Vertreter zur deutsch-jüdischen Studentengruppe. Auch. das^Verhältnis zu der Freiburger Philisterschaft war wie in den vorhergehenden Semestern sehr gut. Die einzelnen Bbr. Bbr. waren häufig bei den hiesigen Familien eingeladen, und auch die Verbindung als solche war mehrmals bei den Freiburger jüdischen Vereinigungen (Breisgau-Loge, Mendelssohn-Verein) zu Gast. Sicherlich haben diese Veranstaltungen dazu beigetragen, den Bbr. Bbr. den Aufenthalt in Freiburg noch angenehmer zu gestalten, und sie werden wohl alle gern an die gesellschaftlichen Veranstaltungen der Philisterschaft im W. 27/28 S. zurückdenken. Der innere Verbindungsbetrieb war in jeder Beziehung erfreulich. Trotz feuchtfröhlicher Kneipen und gemütlicher Damenfeste kamen weder Wissenschaft noch Sport zu kurz. An verschiedenen wissenschaftlichen Abenden war uns Gelegenheit gegeben, unsere Meinungen auszutauschen. Neben dem täglichen Fechtboden halten wir in der Woche zwei Turnstunden und eine Schwimmstunde, und ein Teil'.der Bbr. Bbr. beteiligte sich am Reiten. Das Wochenende versammelte die Bbr. Bbr. gewöhnlich zum Skiläufen am Feldberg, - wobei .uns unsere Skihütte am Rinken gute Dienste leistete. Am 18. 1. stieg die Rezeptionsprüfung und am 19.1. die Rezeption der Brander Daniel, Friedheim, Marx, Müller (Sohn unseres l. A. L. vr. Larry Müller, Viadr.-Breslau, Friburgiae-Freiburg), Neufeld, Salm, Schrenk, Silbermann und Ullmann. Am 13. 2. fand in Neckarsteinach ein Kartellpauttag mit den l. K. V. l. K. V. Bavaria, Licaria und Nassovia statt, an dem wir uns mit 7 Partien beteiligten, die durchweg gut abschnitten. Anläßlich des Semesterschlusses Z. luden uns unsere Freiburger Damen zu einem sehr gemütlichen Damen- Revanche-Fest ein. Am 27. 2. stieg die feucht-fröhlich verlaufene Semester-Schlußkneipe, bei der wir leider unsere l. A. L. A L. nicht begrüßen konnten; jedoch hatte ein Teil der ortsanwesenden Kbr. Kbr. und einige Vertreter per hiesigen Philisterschaft unserer Einladung Folge geleistet. Das Semester wurde offiziell am 28. 2. geschlossen. Wir inaktivierten unsere l. Bbr. Bbr. Ulrich,Levy und