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KC-Mitteilungen · 1927-10-05 · Heft 8-10 (5.10.1927) · p. Seite 72

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1927
Issue
Heft 8-10 (5.10.1927)
Date
1927-10-05
Page
Seite 72 (sequence 10)
Language
German
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72 Niederlage hinnehmen. Zn Freiburg verbrachten wir zusammen mit unseren Alten Lerren noch sehr nette Tage. Wir nahmen in der Loffnung Abschied, uns bald in München wiederzusehen. Neo-Friburgia, Freiburg. Nach Schluß der Pfingstferien, die fast sämtliche Bundesbrüder infolge der günstigen Lage Freiburgs in der Schweiz, im Schwarzwald oder am Bodensee verleben konnten, nahm das Semester mit einer Aktivitas von 20 Mann auch weiterhin einen schönen harmonischen Verlauf. Wissenschaftlicher Abend, Spielabend, Konvent und Exbummel in die schöne Umgebung Freiburgs und in den Schwarzwald bildeten die Abend-Offizien der Woche. Der Sonnabend und Sonntag wurde von den Bundesbrüdern zu größeren Ausflügen benutzt. Der Sportbetrieb war äußerst rege. Nach Wiederherstellung geregelter Beziehungen zu den anderen Korporationen beteiligten wir uns vor allem an den Landball- und Faustball-Runden für Verbände und Korporationen. Besonders im Faustball konnten wir gute Erfolge erringen, indem wir den alten Faustballmeister (Turnerschaft Markomanno-Albertia) überlegen abfertigten und dem neuen Meister mit nur einem Punkt unterlagen. Außerdem nahmen wir an einem Pauktage in Würzburg mit einer verehrlichen Verb. „Veda" und unserer l. K. V. „Bavaria" mit gutem Erfolge teil. Wir rezipierten die Brander Levy, Redlich und Leynemann, so daß die Verbindung sich danach aus 7 Burschen und 13 Füchsen zusammensetzte. Unsere l. i. a. B. i. a. B. Gerhard Rosenthal und Feuereisen bestanden ihr medizinisches Staatsexamen. Das Referendarexamen bestanden unsere l. i. a. B. i. a. B. Batschinsky, 'Seelig und Lerzfeld. Das juristische Doktorexamen bestand i. a. B. Seelig. Philistriert wurden Seelig und Lerzfeld. Wir inaktivierten (bei Semesterschluß) unsere l. a. B. a. B. Lans Joachim Cohn und Wilhelm Zucker. Das Semester erreichte seinen Löhepunkt mit dem K. C.-Sportfest und dem 25. ordentlichen K. C.-Tag sowie dem gleichzeitig gefeierten 31. Stiftungsfest. Wir hatten die Freude, etwa 200 Kartell- und Bundesbrüder als Gäste in unserer schönen Musenstadt zu begrüßen. Beim K. C -Sportfest konnten wir für unsere l. Verbindung Neo-Friburgia eine größere Anzahl von Preisen gewinnen. Der Begrüßungsabeud im Iägerhäusle war der ungebundenen Fröhlichkeit gewidmet. Der große K. C.- Kommers in der „Larmonie" wurde mit guter Disziplin durchgeführt. Wir danken auch an dieser Stelle unfern l. A. L. A. L. Rosenow, Berlak und Linas sowie Lerrn Kartellbruder Dr. Goldmann für ihre mit großem Beifall aufgenommenen Reden, durch die der Festkommers einen außerordentlich würdigen Rahmen erhielt. Die Arbeiten des K. C.-Tages (über den an anderer Stelle berichtet wird) konnten am Sonntag erledigt werden, so daß der Sonntag-Abend nochmals unsere l. Gäste sowie unsere verehrten Bundesschwestern und Freiburger Damen fröhlich vereinte; Festessen und Ball verliefen in vorzüglicher Stimmung. Eine große Zahl unserer l. Feftteilnehmer beteiligte sich noch an dem wohlgelungenen Exbummel nach'Breisach. Zn allen, die an den schönen Tagen vom 28. Zuli bis 1. August 1927 in Freiburgs Mauern geweilt haben, wird die Erinnerung an die wohlgelungenen Veranstaltungen noch lange fortleben! Schwierigkeiten, die sich durch erneute Boykott-Versuche in einigen Freiburger Gaststätten zeigen wollten, konnten durch das entschiedene Vorgehen unserer l. A. L. A. L. Eugen Meyer und Fritz Strauß bei der Vorgesetzten Behörde sofort beseitigt werden. Die Verhandlungen, die der Freiburger Rektor zur völligen Beseitigung der alten Mißstände geführt hatte. haben ihren befriedigenden Abschluß in mündlichen Zusicherungen des Waffenringes gegenüber dem Rettorat gefunden, deren schriftliche Fixierung mit Bestimmtheit zugesichert wurde. Demnach sind die Aussichten für unsere l. Verbindung für das kommende Semester nach außen hin besser als bisher. Auch für die innere Entwickelung läßt das kommende Winter-Semester Gutes erhoffen. Unser l. A. L. V. hat durch die Bereitstellung einer Skihütte auf dem Rinken der Aktivitas einen großen Dienst erwiesen. Die Lütte liegt inmitten eines vorzüglichen Skigeländes, ist gemütlich eingerichtet und bietet genügend Unterkunft, um zum „Wochenende" — aber für auswärtige Gäste auch an anderen Tagen — unsere Skiläufer zu beherbergen. Wir hoffen, im Winter-Semester eine recht große Zahl von i a. B. i. a. B. und 31. L. 31. L. beim Skisport zu begrüßen. Eine genügend große Attivitas ist gesichert. Unsere gesellschaftlichen Beziehungen zu Freiburger Familienkreisen waren in den letzten Semestern recht rege und werden der 3lktivitas des Winter-Semesters erhalten bleiben. Wix hoffen, beim Semester-Beginn, ain Montag, den 24. Oktober 1927, abends 8h.c. t. beim Konvent im „Schwanen" recht viele Bdbr. Bdbr. und Kbr. Kbr. in Freiburg begrüßen zu können. Ferienvertretung: l)r. mell. Siegfried Lein, Freiburg i. Br., Friedrichstr. 45. Rheno-Silefia, Bonn. Wir eröffneten das S.-S mit 3 Burschen und 2 Brandern. Eine l. K. V. Licaria beurlaubte ihren a. B. Alfred Leinemann, eine l. K. V. Naffovia ihren a. B. Rosendahl nach hier, eine l. K. V. Suevia überwies uns ihren a. F Wolf. Infolge unserer sehr regen Keilarbeit meldeten sich elf Füchse aktiv, und zwar: stad. med. Kurt Abraham aus Gelsenkirchen „ iur. Otto Baruch aus Gelsenkirchen „ med. Alfons Falkenftein aus Barmen „ iur. Walter Goldblum aus Gelsenkirchen „ iur. Alfred Gossels aus Osnabrück „ phil. Kurt Kamp aus Elsoff „ med. dent. Egon Levy aus Buer ., iur. 3llfred Lieck aus Friedrichshof (Ost- Preußen) „ iur. Kurt Löwenstein aus Buer „ med. Ernst Schwarz aus Düren „ med. Lans Steinhauer aus Lanau. Die definitiven Chargenwahlen hatten folgendes Ergebnis : X a. B.: Erich Rosendahl XX a. B.: Lans Philipps XX X a. B.: 3ilfred Leinemann F. M.: Erich Liebermann F.W.: n i. X F. W.: n. a. Otto Erich Reis. i. a. B. S W.: XXX Sp.W.: X K. W.: Paul Landsberg, i. a B. Mit der stattlichen Anzahl von 16 Aktiven konnten wir einen strammen Verbindungsbetrieb durchführen. Die vier Abendoffizien wurden den verschiedenartigsten Interessen der Bundesbrüder gerecht. Besonderen Wert legten wir in diesem Semester auf die körperliche Ertüchtigung der Bundesbrüder. Zweimal in der Woche trieben wir Leichtathletik, zweimal Schwimmen und täglich Fechten. Da uns im nächsten S -S. vom A. Ä. V. ein Ruderboot zur Verfügung steht, können wir uns dann auch diesem Sport widmen. Gesellige Veranstaltungen sorgten immer wieder dafür, daß der enge K >nnex zwischen der Attivas und den Alten Lerren bestehen blieb. Am 1. Mai stieg unsere traditionelle Maibowle in Godesberg, die sehr feucht-fröhlich endete.

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