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KC-Mitteilungen · 1927-10-05 · Heft 8-10 (5.10.1927) · p. Seite 69

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1927
Issue
Heft 8-10 (5.10.1927)
Date
1927-10-05
Page
Seite 69 (sequence 7)
Language
German
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K.E.-HiLfsfonds Für den K. C.-5)ilfsfonds gingen ein: Richard Nathan (Lic., Vis.l, Köln.10,- Nabbiner Dr. Einstein, Landau, anläßlich des Geburtstages seines gefallenen Sohnes Kbr. Einstein (Ghib.).15,- Die Berliner K. C.-Damenturnriege ihren Kassen- 6,- Dr. Karl Wongtschowski zur Lonorarablösung an Kbr. Kurt Levy (Th.).20,— Rabbiner Dr. Einstein, Landau, anläßlich des Todestages seines Sohnes.10,— Dr. Sally London, zum Dank für Vertretervermittlung durch den K. C.-Arbeitsnachweis . 10,— Dr. Joseph Lirsch (Lic., Spr.), als Dank für alle ihm anläßlich der Äochzeit seiner Tochter übermittelten Glückwünsche.100,— Allen Spendern sei auch an dieser Stelle bestens gedankt. DENKT BEI FREUDIGEM UND TRAURIGEN ANLASSEN DES. C.-HILFSFONDS jikademifcbe und allgem. Dacbrkbten Zur Krise am Hochschulring. In Bonn ist an Stelle des bisherigen L. d. A. folgende Organisation getreten: „Deutsch-akademische Arbeitsgemeinschaft." Zielformel: Absicht ist, die christlich-deutschen Kreise der Bonner Studentenschaft (Korporierte und Frei-' studenten) zusammenzuschließen, die bereit sind, in kameradschaftlicher Zusammenarbeit und Einigkeit allgemein interessierende Fragen, insbesondere auf kulturellem, sozialpolitischem und grenzlanddeutschem Gebiet zu erörtern. Da fruchtbringende Arbeit nicht im größeren Kreise geleistet werden könne, sind Unterabteilungen gebildet worden, und zwar je eine für: Kultur — Grenzlandarbeit — Sozialpolitik. Außerdem hat sich ein „Iungakademischer Klub" gebildet, der sich auch mit religiösen, weltanschaulichen und politischen Fragen befassen will. Beide Organisationen beruhen auf dem Grundsatz der Einzelmitgliedschaft. Austritt Freiburgs aus der D. St. Die Freiburger Studentenschaft ist durch Mehrheitsbeschluß aus der Deutschen Studentenschaft ausgeschieden. Der betreffende Antrag hatte folgenden Wortlaut: „Unter dem Eindruck des Würzburger Studententages, der nicht den Mut fand, die Verfassungsfrage zu einer einheitlichen Lösung zu bringen, beschließt die Freiburger Studentenschaft, aus der Deutschen Studentenschaft auszutreten. Sie > erstrebt aber im Interesse des Bestandes einer Deutschen Studentenschaft die Einigung gleichgesinnter Studentenschaften." — Die Großdeutsche Studentengemeinschaft (der ehemalige Lochschulring deutscher Art) zu Freiburg und die Nationale Freistudentenschaft haben dazu folgende Erklärung abgegeben: „Der Allgemeine Studentenausschuß der Universität Freiburg beschloß am 27. Juli auf Antrag der Katholischen Fraktion in Verbindung mit der Sozialistischen Freien Lochschulgruppe gegen die Großdeutsche Studentengemeinschaft und die Nationale Freistudentenschaft mit 12 gegen 10 Stimmen den Austritt aus der Deutschen Studentenschaft. Lieber diesen Beschluß der katholisch-sozialistischen Fraktionen herrscht in der Studentenschaft stärkste Empörung. Die Großdeutsche Studentengemeinschaft sowie die Nationale Freistudentenichaft siud daher gezwungen, jede weitere Mitarbeit in diesem politisierten Studentenausschuß abzulehnen, da sachliche Arbeit in der örtlichen Studentenschaft außerhalb der großen Organisation der Deutschen Studentenschaft undenkbar ist." Niederlage des Iungkonservativismus im Hochschulring. Die scharfe Opposition einiger örtlicher Lochschulringe und Verbände gegen den Vorstand des Lochschulrings erzwang die Einberufung eines außerordentlichen V e r t r e t e r t a g s, der am 20. Juli in Würzburg tagte. Die Sprecher der Opposition beanstandeten insbesondere die Kampfstellung, die ein Rundschreiben des Vorstandes zur nationalpolitischen Schulunqsarbeit gegen den Liberalismus einnahm. In dem beanstandeten Protokoll fand sich u. a. der Satz: „Lieber die Tendenz müssen wir uns heute entscheiden, entweder völkisch, konservativ oder liberal". Der Vorstand trat einen vollkommenen Rückzug an, der sehr überraschte. Eine Entschließung verurteilte schließlich „jegliche, der allgemein nationalen Zielformel widerstrebende rich. tungs- und parteipolitische Tendenz". Viel ist damit natürlich nicht erreicht. Man zieht sich aus dem Jungkonservativismns, der immerhin ein geistiges Gesicht hatte, in eine Verwaschenheit zurück, die sich in dem Sinne national nennt, wie das in gewissen Kreisen immer noch zum „guten Ton" gehört. Feier des Verfaffurrgstages. In diesem Jahre wurde der achte Geburtstag der Reichsverfassung am 11. August in Berlin nicht nur durch die herkömmliche Feier der Reichsregierung im Reichstag, sondern noch durch eine besonders groß angelegte Feier von Reicbsregierung, Preußischer Staatsregierung und Berliner Magistrat gemeinsam begangen. Bei dieser Feier in dem festlich geschmückten Lause der Funkindustrie hielten Oberbürgermeister Dr. Vöß, Minister Becker und Reichskanzler Dr. Marx die Festreden. Nach der Feier formierte sich ein nach Tausenden' zählender Fackelzug aller Kreise der Bevölkerung, der an der Reichsregierung vorbeimarschierte. In den, Festzug schritten zum ersten Male auch die Chargierten der verfassungstreuen Korporationen, die Korporationen und Gruppen des Deutschen Studentenbundes, R. C., F. W. V. und V. K. C., Demokraten- sowie Zentrumsstudenten. Während des langen Zuges von Witzleben bis nach dem Reichstagsgebäude am Platz der Republik wurden die Studenten von der Bevölkerung ununterbrochen mit Beifallsjubel begrüßt, eine Tatsache, die von der Presse unterstrichen beweist, wie notwendig dieses Bekenntnis der staatstreuen Stubeutcit in der breiten Oeffentlichkeit war. Es fiel hierbei auf, daß der B. C. die Teilnahme abgelehnt hatte, obgleich der letzte B. C.-Tag das Bekenntnis zu den Farben Schwarz-rot-gold durch die auch in den K. C.-Mitteilungen abgedruckte Resolution allen Verbandskorporationen zur Pflicht gemacht hatte. WM Das schönste Geschenk ist ein gutes Buch! Lieferung erfolgt porto- und verpackungsfrei Erich Kiews, Versandbuchhdlg. Berlin EWU Grotzbeere«str.78

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