KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1927
- Issue
- Heft 8-10 (5.10.1927)
- Date
- 1927-10-05
- Page
- Seite 66 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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66 Spannende Kämpfe fesselten die Zuschauer bei Austragung der Staffeln. Wie in den Vorjahren ging die Verbindung Vineta aus allen Staffeln als Sieger hervor. Die 4 mal 100 Meter- Staffel um den Ludwig Heymann-Gedächtnispreis, gestiftet vom Landesverband Westfälischer K.C.er, wurde, in 48,0 Sek., die Schwedenstaffel in 2:13,5 mit knappem Borsprung vor der Verbindung Bavaria von der Vineta gewonnen. In der olympischen Staffelte um den. Silberfchild des Reichsbundes jüdischer Frontsoldaten siegte ebenfalls die Vineta. Ergebnisse: 100 Meter: 1. Lewin (Bav.) 11,4 Sek., 2. Emanuel (Bin.) 12,0 Sek., 3. Bernstein (Thur.) 12,2 Sek. — 200 Meter: 1. Salomon (Bass.) 24,9 Sek., 2. Emanuel (Bin.) 23,0 Sek., 3. Bernstein (Thur.) 23,6 Sek. — 400 Meter: 1. Salomon (Nass.) 33,1 Sek., 2. Emanuel (Bin.) 33,6 Sek., 3. Pollak (Sprev.) 56,3 Sek. — 800 Meter: l. Archenhold (Bav.) 2:12,5, 2. Friedemann (Bin.) 2:17,6, 3. Sachs (Sprev.) — 1500 Meter: 1. Friedemann (Bin.), 2. Sachs (Sprev.). — Speerwurf: 1. Levy (Neo-Frib.) 38,63 Meter, 2. Pollak (Sprev.), 3. Goldstein (Bin.). — Weitsprung: 1. Lewin (Bav.) 6,16 Meter, 2. Meyer (Neo-Frib.) 5,91 Meter. 3. Pollak (Sprev.) 5,63 Meter. — 100 Meter Ansänger: 1. Woog (Bin.) 12,0 Sek., 2. Brieger (Thur.) 12,1 Sek., 3. Heymanu (Sprev) 12,4 Sek. — 200 Meter Anfänger: 1. Woog (Bin.) 24,9 Sek., 2. Coler (Rh.-Pal.) 23,1 Sek., 3. Horwitz (Bav.). — Weitsprung Anfänger: 1. Kahn (Rhen.-Guestph.) 3,83 Meter, 2. Meyer (Neo- Frib.) 5.81 M., 3. Coler (Rhen.-Pal.) 3,60 Meter. — K. C.-Säbelmeisterschast: 1. Krebs (Sprev.), 2. Cohn (Neo-Frib.) — 4 mal 100 Meter-Staffel: 1. Vineta-Eharlottenburg 48,0 Sek., 2. Bavaria- Heidelberg 48,2 Sek., 3. Sprevia-Berlin 48,8 Sek. — Faustball: 1. Neo-Friburgia-Freibitrg. 2. Nassovia-Frankfurt. — Olympische Staffel: 1. Vineta-Eharlottenburg, 2. Sprevia-Berlin. — Schwedenstasfel: 1. Vineta-Eharlottenburg 2:13,0 Min. 2. Bavaria-Heidelberg 2:16,4, 3. Sprevia- Berlin 2:20,3. W. G. Holländers fünfzigster Geburtstag. Day ein Festtag im Leben Ludwig Holländers auch ein Festtag für den 54'. C. ist, das sollte die Festnummer dieser Blätter, die am 3. August erschienen ist, zeigen. Gerade in Holländer, dem Vorsitzenden des Geschäftsführenden Ausschusses seit seinem Bestehen, dem Führer des K. E.. kann man gewissermaßen dessen Personifizierung sehen. Berus und Opferwilligkeit haben es ihm ermöglicht, mehr als jeder andere mit a ll e u K. E.-Verbänden Fühlung zu halten. Eine jede Verbindung hat er besucht, und diejenigen, die mit ihm im G. A. zusammen arbeiten dürfen, haben immer wieder bei seinen Berichten bewundern müssen, wie tief er in den kurzen Stunden eines Besuches den besonderen Geist der Korporationen erfaßt hat. Holländer, der nur das Band der Licaria trug, war d e r K. C.er Kat oxochen. Und heute ist er's auch äußerlich. Alle K.E.-Verbindungen haben ihm am 5. August ihr Band ehrenhalber verliehen. Daß gerade Georg Arnheim (Schnauz) und keiner der zahlreichen G. A.- Mitglieder, die sich glückwünschend bei dem 3u* bilar eingefunden hatten, all die Bänder überreichte, — kein Vertreter des Gesamt-K. C., wohl aber einer aus dem Kreise derer, die stets das Eigenleben der Einzelverbindung zu stärken streben, denen der Verband von minderer Bedeutung ist' —, diese Tatsache gelangt über die Zufälligkeiten hinaus, die sie veranlaßt haben mögen, zu sinnvoller Bedeutung. Bei einem Festessen, das am 8. August etwa achtzig Freunde Holländers — prominente Mitarbeiter des E. V.. Logenbrüder, K. E.er — ihm im Kaiserhof gaben, hat namens des G. A. Kartellbruder Erich Stern diesen Gedanken Form gegeben: Zu Holländer gewandt, sagte er: „Sie sind längst herausgewachsen über die Zugehörigkeit zu einer einzelnen Verbindung; durch Ihre Persönlichkeit und durch Ihre Taten stehen Sie allen unseren Verbindungen in gleicher Weise nahe. Dieser Verbundenheit am heutigen Tage auch nach außen Ausdruck zu geben, war unser aller ^Herzenswunsch . . . Sie wissen, daß nur in ganz seltenen Fällen bisher einzelne Verbindungen Ehrenmitglieder ernannt haben, und daß noch niemals eine solche Ehrung gleichzeitig von mehreren Verbindungen ausging. Wir aber wissen, daß wir durch diese Ehrung n o ch m c h r u n s selbst ehren und daß die Schuld des Danks auf unserer Seite liegt." Und weiter sagte er: „Sie haben über den großen Fragen nicht die kleinen Sorgen des^llltags, über den Dingen die Menschen nicht vergeben, und wer immer von uns mit der Bitte um Rat oder Äilfe zu Ihnen kam, der hat stets ein offenes Ohr, ein mitfühlendes Lerz, einen hilfsbereiten Bundesbruder gefunden. Und wem: wir Sie baten, mit uns gemeinsam das Band zu tragen, das im schönsten Sinne des Wortes alle Brüder des Bundes miteinander verbindet, so wußten wir wohl, daß Ihr Sinn nicht nach äußeren Ehrungen verlangt, aber — wir wollten sprechen zu Ihrem töerzen; spüren sollten Sie all die Liebe und Verehrung, die Sie durch ein Leben voll Treue und Lingabe in zweitausend alten und jungen töerzen sich zu erwecken gewußt. Als unseren Bundes, bruder begrüßen wir Sie in aller Freundschaft und in aller Lerzlichkeit, mit dem Gefühl innigen Dankes für das, was Sie uns gaben, in dem Bewußtsein freudigen Stolzes auf die Erfolge, die Sie für unseren Verband und unsere Tendenz erkämpften, und mit dem Versprechen, den Dank Ihnen zu erweisen, den Sie allein ersehnen: in Ihrem Geiste weiterzukämpfen und wciterzuarbeiten an Ihrem Lebenswerk." Auch der K. E., oder man. sagt wohl besser, die K.C.er wollten ihren Bundesbruder als Mensch unter Menschen, als Bundesbruder unter Bundesbrüdern feiern, in festlicher Form zwar, aber frei von äußerem Zwang, fern von fremder Oeffentlichkeit. Man freute sich auf das Festessen des