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KC-Mitteilungen · 1927-07-16 · Heft 7 (16.7.1927) · p. Seite 51

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1927
Issue
Heft 7 (16.7.1927)
Date
1927-07-16
Page
Seite 51 (sequence 5)
Language
German
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51 seitiqen Tätigkeit uub Richtung der Leitung Schluß macht. Durch diese Stellung zum Deutschen Hochschulring wird die Stellung der Deutschen Burschenschaft im Verfassungskampf der Deutschen Studentenschaft nicht berührt. Die „Deutsche Akademikerzcitung" berichtet folgende weitere Entschließungen: In Freiburg waren es die dortigen Burschenschaften, die den Autarg eückrachten, daß der Freiburger Hochschulring ans dem D. h. R. austreteu soll. Die Korporationen haben beschlossen, sich unter Aufgabe des Namens „Hochschulring deutscher Art" als „Großdcutsche Studentengemeinschaft Freiburg" zusammenzuschlicßen: der Zweck des neuen Zusammenschlnsses ist in folgender Entschließung zum Ausdruck gebracht: Die Großdeutsche Studentengemeinschaft au der Universität Freiburg ist der Zusammenschluß der Studenten der Universität Freiburg, die mit allen Kräften die Gemeinschaft der deutschen Studenten innerhalb und außerhalb der Reichsgrenzen anstreben. Ans dem inneren Gefühl der gemeinsamen Abstammung, Sprache und Kultur heraus tritt sie für das deutsche Volksgut ein. Alles Volksfremdc jedoch weist sie ab in der Erkenntnis, daß es dem deutschen Volkstum schadet, und sie bekämpft cs .soweit es in diesem Volkstum schon Wurzeln gefaßt hat. Die Großdcutsche Studentenge,neinschaft weiß, daß der Weg zur Gesundung unseres Volkes nur über eine verantwortungsbewußte Lebensführung des einzelnen auf Hochschulen, im politischen Leben, im Beruf und in der Familie führt. Die Großdeutsche Studentengemeinschaft hält es für eine Gefährdung des akademischen Lebens, wenn Interessen Politischer Parteien in die Studentenschaft getragen werden und verweist daher jeglichen Pcwteigeist aus ihren Reihen. Die Großdeutsche ^tu» dentcngemcinschaft glaubt, daß aus dem Bekenntnis des Einzelnen seine Einstellung gegenüber den Fragen des Lebens entspringt. Aus diesem Grunde verwirft sie den Kampf der Bekenntnisse gegeneinander und fordert nach Kräften das Verständnis für den Glauben des andern. . Die Leitung des bisherigen Hochschulrings deutscher Art Bonn Der „Deutsche Hochschulring" hat sich in letzter Zeit immer stärker richtuugspolitisch festgelegt, was zu einer starken Verengung seiner Arbeitsbasis geführt hat. Der „Hochschulring deutscher Art Bonn" dagegen hält es nach wie vor für seine wie auch des Deutschen Hochschulrings Aufgabe, in Wahrung ,eincr Tradition eine Arbeitsgemeinschaft aller nationalen Studenten auf breitester Grundlage zu sein, und sieht sich angesichts dieser Verschiedenheit in der Grundauffassung über die Ziele des Hochschulrings zu seinem Bedauern genötigt. seinen Austritt aus dem Deutschen Hochschulring zu erklären. Durch Bildung einer „Deutschen Arbeitsgemeinschaft Bon n" wird die nationale Arbeit in der bewährten Weise ohne Unterbrechung fortgeführt. ■ ■ Der Hochschulring in G ö t t i n g e n hat vorerst noch nicht seinen Austritt erklärt, sondern erwartet sich von dem nächsten „Vertretertag des Deutschen Hochschulringes", der. wie wir erfahren, für die Zeit vom 27. bis 31. Oktober nach Jena vorges.'hen ist, Umkehr. Er faßte auf seiner Sitzung vom 24. Mai 1927 e i n st i m m i g folgenden Beschluß: Der Hochschulring Deutscher Art Göttiugen bat Kenntnis genommen von dem Beschluß des Arbeitsausschusses des Deutschen Hochschulrings, der die zukünftige politische Schulungsarbeit des Hoch» schulriuges einseitig auf eine völkisch-konservative Richtung mit einer schroffen Kampfstellung gegen den Liberalismus festgelegt haben will. Der Hochschulring Deutscher Art Göttiugen erblickt in einer solchen Verengung des Arbeitsgebietes eine völlige Abkehr von den G r u n d z i e l e n d e s D e u t s ch e n Hochschulrings, die einen lebendigen Zusammenschluß aller nationalen Kräfte in der Deutschen Studentenschaft als ihre vornehmste Aufgabe erstrebten. Er hält sich nach wie vor an seine „Richtlinien und Grundsätze" für gebunden, die in Ilebereinstimmuug mit der Zielformel des Deutschen Hochschulringes stets die Grundlage für seine Arbeit gebildet haben und ihm eine enge und einseitige Festlegung verbieten: „Wir bekennen uns zum deutschen Volkstum und erstreben die deutsche Volksgemeinschaft. Wir erachten daher den Zusammenschluß aller Kräfte für erforderlich, die aus gemeinsamer Abstammung, Kultur und Geschichte die Volksgemeinschaft und damit die Wiedererstarkung unseres Volkes und Vaterlandes erstreben. .... Die Wege zu diesem Ziele sind v i e l g e st a l t i g und nicht in st a r r e n Sätzen f e st z „ l e g e n..." Aus diesen Gründen vermag sich der Hochschulring Deutscher Art Göttingen den vom Arbeitsausschuß beschlossenen neuen Richtlinien nicht zu fügen. Von einer Kündigung seines Verhältnisses zum Deutschen hochschulring nimmt er nur deshalb Abstand, weil er von dem kommenden Vertretertag eine Rückkehr zu den alten Hochschulriuggrundsätzen erwartet. Diese Entschließungen beweisen die Richtigkeit der von uns vertretenen Auffassung. Es handelt sich nicht etwa um eine grundsätzliche Abkehr von völkischen Gedankengängen, sondern nur um eine Ablehnung parteivölkischer Bestrebungen. Was aus dem Hochschulring wird, kann erst die Zukunft lehren. Die Leitung versucht jedenfalls. Zeit zu gewinnen, wie sich ans der Wahl des Zeitpunktes des „Vertretertages" (27.—31. Oktober) ergibt. Sollte sie aber nicht schon bei dem Studenteutag gezwungen werden. Farbe zu bekennen? Man war es ja sonst reichlich gewohnt, daß der Hochschulring mit „Vorbesprechungen" den Studententag vor vollendete Tatsachen stellt. H. B. 44. Bundestag'des Allgemeinen Deutschen Burschenbundes. Der A. D. B., der sich eine Zeitlang im radikalvölkischen Fahrwasser bewegte, vielleicht, um die Zeit vergessen zu lassen, wo - seine Bünde als „Iudcnburschenschäften" galten, scheint Einkehr, zu halten.

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