KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1927
- Issue
- Heft 1-2 (15.2.1927)
- Date
- 1927-02-15
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2822870-2822871-2822872--324-2823354- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
8 dieser Stelle schon auf unseren am 12. 2. auf dem Heim stattfindenden Lanztee aufmerksam. Aus unserem vorigen Bericht haben wir noch zu berichtigen, daß unser l. i. a. B. Reinh. Lohn-Biedermann zu unfcrem Ball einen großen Teil der Couplets verfaßt hat. Wir danken unserem l. i. a. B. auch an dieser Stelle herzlichst für seine Mitarbeit. Vineta, Charlottenburg. Die definitiven Ehargenwahlen bestätigten das Ergebnis der interimistischen: X Werner Sturmann (Lic. XX) XX George Becker XXX Fritz Emanuel (XXX) F. M. f. E. u. f. T.: Werner Cobn (XXX,XX). Obwohl wir nur eine kleine Aktioitas haben, führen wir unseren Verbindungsbetrieb stramm durch: Wir geben unseren Bbr. Bbr. Gelegenheit, sich in den verschiedensten Sportarten weiterznbilden. Außer Fechten haben wir noch folgende Sportoffizien: Jeden Mittwoch 8—10 Ahr: Turnen; jeden Freitagmorgen: Schwimmen; jeden Freitagnachmittag: Rudern. Diese Of,izien werden von Sportlehrerit geleitet, die uns von der Hochschule zugewiesen wurden. Für die geistige Fortbildung der Bbr. Bor. sorgen unsere wissenschaftlichen Abende, an denen von Kbr. Kbr. und Bbr. Bbr. als auch von bekannten 'Außenstehenden Vorträge über Themen aus den verschiedensten Gebieten gehalten werden. Auf unserer Semester-Antrittskneipe konnten wir viele Gäste, A. H. A. H. und Kbr. Kbr. begrüßen. Eine l. K. V. „Sprevia" war mit ihrer gesamten Altivitas vertreten. Die Kneipe nahm einen befriedigenden und harmonischen Verlauf. Mit einer l. K. V. „Sprevia" haben wir ein sehr freundschaftliches Verhältnis, das noch durch gemeinsame Offizien gefördert wird. Wir chargierten anläßlich der Fahnenweihe eines verehrt. A. N. M. V. und der Hochzeit unseres *21. f). Hans Nathan. Bei der Kammerwahl wurde auch unser Vertreter gewählt, der auf der Liste des „Deutschen Studentenbundes" stand. Neo-Friburgia, Freiburg. Das Verhältnis der Verbindung zur Studentenschaft hat sich gegenüber dem, was in früheren Berichten geschildert wurde, nicht wesentlich verändert. Daß der Widerstand der völkischen Verbände gegen die Verbindung, die ihnen schon stets wegen ihres festen inneren Bestandes und äußeren Ansehens ein Dorn im Auge war, Nachlassen würde, haben wir naturgemäß nie erwartet, daß aber noch immer der leichtsinnige Streich, der drei Jahre zurückliegt, zum Vorwand genommen wird, anstatt offen bcu Antisemitismus als Grund anzugeben, läßt erkennen, wie wellig bei den völkischen Verbänden mit Anständigkeit und Ehrlichkeit zu rechnen ist. Man darf sich also keinen trügerischen Hoffnungen in die Einsicht und den guten Willen der Kommilitonen hingeben, um so mehr, als — milde ausgedrückt - auch die Auiversitätsbehörde nicht zu erkennen gibt, daß sie das heuchlerische Vorgehen der Verbände verurteilt. Trotzdem muß inan die Gefahr für die Verbindung als überwunden betrachten. Der Lokalbohkott läßt sich nicht mehr aufrechterhalten, in den wenigen Fällen, in welchen er noch besteht, tut an der Verbindung Feinen Abbruch. Was die Teilnahme au den Aniversitätsveranstaltuugen anbetrifft, so dringt auch hier unser Rechtestandpünkt durch. Der Bestand der Verbindung beläuft sich auf 3 Aktive und 3 ortsanwesende Inaktive und Kartellbrüder. Der Verbindungsbetrieb verläuft in alter Weise, lediglich unterbrochen durch die wöchentlichen Skisahrten im Schwarzwald. Leider sind bis jetzt alle Versuche, ein eigenes Haus zu erwerben, an der Angunst der wirtschaftlichen Verhältni-'e gescheitert, so daß zurzeit nur ein gemietetes Kneipkolal zur Verfügung steht. 3m Sommer rechnen wir mit einer großen Anzahl von Aktiven, die dann, gestützt auf die kleine Schar der Bbr. Bbr., welche in der schwersten Zeit treu bei der Verbindung ansgehalten, haben; die Neo-Friburgia sicherlich einer neuen Blüte entgegenführen werden. Friburgia, Königsberg. Wir eröffneten das Wintersemester am I. November. Durch die dankenswerte Aktivmeldung von Kbr. Joachim Kleinschmidt (Lieariae) erhöhte sich die Zahl der fiktiven aus vier. Im Laufe des Semesters meldete sich Herr stud. med. Kirrt Aschkanasy aktiv. Die interimistischen sowie die definitiven Ehargenwahlen hatten folgendes Ergebnis: X a. B. Dans Laudecker XX a. B. Joachim Kleinschmidt v X x a. V. Herbert Li eck F.M.f.C. A.T. X, F.W. X, K. W. XX, S. W. XX.X 3n Beginn des Semesters veranstalteten wir auf der Kneipe ein Winterfest, das sich eines regen Zusp-uchs von seiten der Vundesschwestern und Eouleurdamen erfreute. Wir chargierten anläßlich der Reichsgründungsfeier. Der größte Teil des Semesters wurde durch die Vorbereitungen zum!5. Stiftungsfest in Anspruch genommen. Ain 25. Januar feierte unsere Verbindung ihr 15* jähriges Stiftungsfest. Neben unseren Vundeobrüdern aus Reick und Provinz konnten wir die offiziellen Vertreter unserer l K. V. Sprevia und Thuringia bearüßen. Das Stiftungsfest wurde eröffnet mit einem Begrüßungsabend bei Kreut; am Freitag, den 28. Januar. Am 29.. vormittags l I Uhr, fand der Generalkonvent statt mit anschließendem Eoulenrbnmmel und Frühschoppen in; Blutgericht. Am Abend stieg der Festkommers. Die Philisterschaft und dir Vertreter der jüdischen Gemeinschaften waren zahlreich erschienen. Die Bundesschwestern stifteten unserer Verbindung in dankenswerter Weise ein neues Banner und überreichten es uns beim Festkommers. "Am Sonntag vormittag war ein Katerfrühstück bei A. H. Arnsdorfs. "Abends fand das Festessen, anschließend daran der Ball statt, der einen glänzenden Verlauf nahm. Den Abschluß bildete ein 'Ausflug nach Moditten. "Auch an dieser Stelle möchten wir nochmals unseren; l. A. H. V. und insbesondere Frau und Herrn Dr. Arusdorff, die sich in ganz hervorragender Weise um daö Gelinge,» des Festes bemühten, danken. Wir hoffen, daß das Stiftungsfest, über das in der „Hartungschen Zeitung" berichtet wurde, seinen Zweck, N'erbend für den K. E.-Gedanken zu wirken, nicht verfehlt hat! Wir möchten an dieser Stelle nochmals unsere Kbr. Kbr. bitten, auch einmal e'n oder mehrere Semester in Königsberg zu studieren, besonders, wenn sie aus Ostdeutschland staiumen. — Unser Betrieb ist infolge der kleinen Atlivitas sehr eingeschränkt. Die Offizien sind: vier mal wöchentlich Fechten, Turnabend, Kneipe usw. Eine weitere Aktivmeldung ist noch zu erhoffen. VERBANDSBERICHTEeinseitig beschrieben einsenden!