KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1927
- Issue
- Heft 1-2 (15.2.1927)
- Date
- 1927-02-15
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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7 sich hinter einer schwammigen Entschließung versteckte, nimmt nicht für, nur gegen die Beberzeugungstreue der berufenen Studentenvertreter ein; daß die studierende Jugend in Magdeburg, soweit sie das Wort nahm, zur Opposition gehörte, für die Mehrheit aber * nur AI t akademiker sprachen, dürfte gleichfalls eine deutliche Sprache sprechen. Es wird Sache des Ministers und des Landtages sein, die im Dezemberbrief ausgestellten Forderungen durchzusetzen! L. Lennhoff, zSpr., Sil., Rh. Pal.) Der nächste Akt! Und es kam, wie es kommen mußte. Der stillen Zurückhaltung Magdeburgs folgte der Gang in das preußische Kultusministerium. Der viel geschmähte Minister hatte sogar den gewünschten Vertreter des Vorstandes der deutschen Studentenschaft zugelaffen und die preußischen Studentenschaften gaben nach. Daß der Rektor als Nevisionsinstanz entscheiden sollte, ob jemand zur deutschen Studentenschaft gehöre, wurde zugestanden; mit den Oesterreichern wollte man verhandeln, um eine Ausdehnung der „arischen" Studentenschaften, denen man bisher nicht nur ihre Beiträge erlaffen, sondern sie noch nach Kräften subventioniert hatte, zu tatsächlich alle deutschen Studenten umfassenden Organisationen auszubauen, und auch für den Begriff „deutscher LIndent" wurden brauchbare Desinitionen besprochen. Wenn diese Verhandlungen nicht zum gewünschten Ziele führen, wollte man zum I. Oktober aus der Deutschen Studentenschaft ausscheiden, d. h., sie sprengen. Gewiß ein Erfolg des Ministers, —-wenn es dabei bleibt. Wenn! Schon weiß die'„Deutsche Zeitung" am 17. Februar zu melden, daß die Vertreter die den „Kotau" vor dem Minister gemacht haben, gar keine Vollmacht gehabt haben. Der milverhandelnde Führer der D. St. Bauer wird als Lochverräter der D. St. hingestellt, man läßt durch die Ringakademische Preffekorrespondenz, Zap, die Korrespondenz des Lochschulrings deutscher 'Art. den amtlichen Bericht dementieren, kurz man möchte das unangenehme Fiasko gern aus der Welt schaffe». Den „Mitteilungen des Rachrichtenamtes der D. St." irt überhaupt die Luft abhanden gekommen. Von jeder Resolution gegen den Minister wußten sie sofort zu berichten, aber bis heute, bis zum 24. Februar, wissen sie noch nichts von den Besprechungen, die am 15. Februar stattgefunden haben. Sei es wie es wolle, der Kampf ist noch nicht zu Ende. Bei der anerkannten „Führergefolgschaft" der D. St. kann man die Erklärung erst dann als gegeben anfehen,wenn sie verbrieft und versiegelt sind. Vorher? Wird desavouiert und dementiert! — L. 25. Die arische Studentenschaft in Oesterreich baut ab. Diese sleberschrift könnte man über eine unfreiwillige Komödie setzen, die die „arischen" Studenten Oesterreichs der staunenden Umwelt vorgespielt haben. Sie, die bisher nicht einmal mit christlichen, nichtvölkischen Studenten zusaminengingen, gaben demokratischen, ja sogar jüdischen Studenten zu Ehren Festabende, wenn — —- es sich nicht um die 7 | f verfluchten deutschen, sondern um südafrikanische Juden handelt. -- Vor einiger Zeit besuchte eine Delegation südafrikanischer Studenten Europa und verweilte bei dieser Gelegenheit auch in Wien. Unter den Südafrikanern befanden sich nicht weniger als Hi jüdische Studenten, ja der Führer sogar ist Jude und Mitglied des „Makkabi" in Transvaal. Dazu bestreikt man die von jüdischen Studenten besuchten Kollegs, um andere mit allen Ehren zu empfangen. Künstlerpech! — ] \7erbcmdsnacfiricfiten i ....> (Die „Verbandsnachrichten" für die nächste Nummer sind einseitig beschrieben bis spätestens 10. März an die Schriftleitung einzureichen.) Thuringia, Breslau. Wie bereits im letzten Bericht erwähnt, veranstaltete der Korporative Zweckverband (A.M.V., A.W.V. Verb. i. K. E. „Thuringia" und A. R.V.) am 18. Januar einen Reichsgründungskommers, den unser Erstchargierter leitete, da wir in diesem Semester das Präsidium im K. Z. iltnchaben. Die Festrede hielt unser A. h. Dr. Ernst Frankel. Unter den Gästen konnten wir u. a. Herrn Polizeipräsidenten Kleibömer begrüßen, der in seiner Ansprache auf die Notwendigkeit der Einigkeit im deutschen Vaterlande hinwies. Bei den im Dczeinber stattgefundenen Asta- Wahlen konnte unser Bundesbruder i. a. B. Ernst Weißenberg als Spitzenkandidat des Deutschen Studentenbundes in die Kammer der Studentenschaft einziehen. Recht lebhaften Zuspruchs erfreuen sich die wöchentlich stattfindcndcn Vorträge der A. h. A. h. Ernst Fränkel und Fritz Michaelis. Im Laufe dieses Monats fonutcii wir auch noch eine neue Aktivmcldung verzeichnen. Spredia, Berlin. Die erste Hälfte des W. S. beschlossen wir mit einem gemütlichen Frühschoppen int Tucherbräu. Die zweite Hälfte eröffneten wir mi: einer schönen Bowlenkneipe auf dem heim. Am hallensportfest der Berliner Hochschulen beteiligten wir uns bei Einzelkonkurrenzen, Staffeln und vor allem geschlossen bei £>cu gymnastischen Bedungen. Anläßlich der Reichsgründungsfeier chargierten wir bei dem Festakt in der Singakademie. An dem Vortragsabend einer l. K. V. Vineta, an dem Herl- Redakteur Iakobsohn von der B. Z. sprach, nahmen wir tu corpore teil. Zum 15. Stiftungsfest einer l. K. V. Friburgia entsandten wir 3 Vertreter. Wir danken einer l. K. V. Friburgia und besonders unserem l. A. h. Arnsdorfs für die schönen Stunden, die unsere Vertreter in Königsberg verleben durften. Mit Freude berichten unsere drei Bbr. von der glänzenden Aufnahme und Bewirtung in Königsberg. Außerordentlich 311 bedauern ist es, daß die Fr>- burgia so sehr an Aktivenmangel krankt. Wir können bcu Bbr. und Kbr. ein Studium in Königsberg nur entpfehlen, zumal die Lebeitsbedingnn ->en dort äußerst günstig sind und vor allein, da in Königsberg eilt Getst wahrer Bundes- und Kartellbrnderlichkeit herrscht, wie er nur sehr selten zu finden ist. Wir fuhren weiterhiit das «Sportprogramm und die anderen Offizien regelmäßig durch. Wir machen an