KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1926
- Issue
- Heft 8 (25.8.1926)
- Date
- 1926-08-25
- Page
- Seite 66 (sequence 8)
- Language
- German
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bcfto schwierigem wird es ernste, auf ihr Studien, ziel bedachte Persänlichkeiten für sie zn finden, desto gröher die Eicsahr. das; die Wahrnehmung dieser Aeinler vom Studium ablenkt, das; sie ritt R n cf - | i di t a » i j e n e R e P r ä s e n t a t i o n S f o n d S n sw. a! s er w ü n s ch t c P o st e n b e t r a d) t e t werden und das; sich so in Wirklichkeit nicht ci e e t ci n e t e P e r s ä n l i ch k e i t e n z n i l) n e n d r ä n g e n was wir leider nun s ch o n s a oft e r lebt Ii a d e n. Id, bin »berzeilgt, das; der in Bann versammelte Studententag es als eine seiner dringendsten Ans. gaben betraditet. Mittel und 'Ühege dafür zn finden, das; Vorkommnisse der erwähnten 'Art sich künftig über!,anpl nidit mel,r znlragen können und hasse im varslebenden einige brauchbare Anregungen für seine Arbeit in dieser Beziehung gegeben zn haben. Denn nadi einmal znm Schlns;: die stndentisd;e Selbstverwaltung »ins; in jeder Beziehung das M n st e r e i ucr S e I b st v e r w a I t n n g sei n. An denjenigen «reis. ans dem die Führer der künftigen v'eneratian hervorgehen fallen, stellen wir wie in alten Punkten, sa and) in diesem, nur immer die h ä di st e u A nfardern n g e n! gez. Präs. B ü h l e r." Bei dem Beridit des E hrenansschnsseS maditen sidi die alten vwgm,satte zwisdien «orporatioiisstndenten. tum und srinkensdiast geltend. Der Referent, Bergreferendar Burgbard, empfahl den Einzelstudenten die Ansslellnng einer skndentisdien Ebreiiordiinng. um dem Berlange» Weiler «'reise nadi einem stndentisdien Ehrengeridn Rechnung zn tragen. Die Anterwerfnna unter eine saldie Elirenordnnng falle freiwillig sein und in der Tvrm erfolgen, das; jeder Student bei seiner Immatrikulation in einem vargedrnckten Formular die e?;renwärtlidie Anterwerfnng anerkenne oder ansdrücklidi ablehne. Diese Erklärung soll widerrnflidi sein, wenn nicht ein bestimmter ^Yiill der Inanspruchnahme der Ehrensdiieds.zeriditsbark.it zeitlich vor dem Widerruf liegt. Die Ebrensdiiedsgei ichte sollen keine Disziplinargewalt haben. Diese van den Berichterstallern vargetragenen Richtlinie» fanden die Billigung der Ba'.lversanunlnng. Ans;erdein »ahm die Beriainnilnna ein Statut und eine <>,eschästsordiinng für den Dbersten Edrenrat der „Dentsdien Studentensdiasl'- an. Ban eine,» großen Teil der Tucken wurde die Aalwendigkeit einer stndentisdien Elirenardnnng überhaupt verneint, weil es eine besondere stndentisdie Ebre überhaupt nidit gebe und deshalb das Strafgesenbnd, als Elirensdint; ansreidiend ersdieine. Da der Wortfüh'-er der Minderlieiten sich diesen Standpunkt zu eigen machte, war der Bersaiser als einziger Eanlenrstndent in der Minderheit gezwungen, zu erklären, das; die Gegensätze, die in dieser Trage in der Mehrheit bestehen, and) in der Minderheit vorhanden seien, da auch innerhalb der Minderlieiten «orpora.'ionsverbäiide ständen, die ans dem Baden der unbedingten Eienngtunng mit der Masse ständen tlnd deshalb das Strasgesetlbnch als ansreidienden Ebrensdintz nicht anerkennen könnten. Airs dem Beridit des Anslandsansschiistes ist als besonders wesentlidi hervarzuheben. das; über die wichtigste Trage. das Berbältnis zur E. I. E., Einstimmigkeit zwisdien Mehrheit und Minderheit erzielt wurde. Man bebält grnndsählidi den Standpunkt bei. das; an einen Eintritt in die E. I. A. erst gedacht werden kann, wenn die deutsche Sprache als gleichberecht'gte Berhandlungsspradie anerkannt ist. Lediqlidi über die zur Erreichung dieses Zieles erforderliche Taktik bestehen noch gewisse Unstimmigkeiten. Man entsdilas; sidi aber, von einer offiziellen Beschickung des gegenwärtig in Prag tagenden Kongresses der E. I. Ä. ab Zusehen. Der Beridit des AuSsdinsseS für staatspolitische Bildung gab allgemeine Richtlinien für die Arbeit der Aemter für jtaatspolitisdie Bildung in denEinzelstudentensdiasten. Es sei hervorgehoben, das; vor allem eine überparleilidie Behandlung der zu erörterntden Tragen verlangt wird, jede parteipolitische Beeinflnsjnng oder Bindung soll strengstens vermieden werden. hoffentlich werden diese im allgemeinen recht brandibaren Ridickinien auch wirklidi zur Anwendung gebradit. Der letzte Tag brachte in der Hauptsache Aenivalilen. Aalürlid) ging die Tagung nid)t ohne den schon beinalie „programniäszigen" Zwischenfall zu Ende. Bon den Westdeutsche» waren drei Anfragen eingebracht worden, die eine Rehabilitierung des Bonner Barsi!',enden Maaer bezeckten, sowie die Trage der Verantwortung für das provozierende Auftreten des ijcrni Pölilniann beim Tackelznq klären sollten. Nock) einmal bewies die Mehrheit ihren brutalen Machtwillen, 'indem sie über die Anfragen einsad) uir Tagesordnung überging. Mieder einmal zagen Teile des rheinischen «reifes ans dem Saale. Der Studententag wurde dann mit den Neuwahlen gesdilasien. Zun, ersten Vorsitzenden wurde eand. mg. Thon, zn Vorsitzern haase, Leipzig, und «ersten, Breslau, gewählt. Znm ersten Male ist damit ein Sudetendenlscher znm ersten Vorsitzer der ..Deutslhen Stndentensdiast" berufen worden. Im übrigen besteht der nengewälrlte Vorstand ans Vertretern der sdiäifiten Tonart, als Anspizium für eine gütliche Einigung mit dein Vrenszischen «nltusminrsterinm kann diese Wahl ivohl kaum angesehen werderr. Zn "Aeltesten wurden Bauer s«iel). 'Referendar Stöckle (Mündien) und Dr. Tührer (Wien) ernannt, in den Vorstand der Mirtschastshilse die Herren kiilgen» stock und Thon, zn Mitgliedern des Vermögensbeirats Prof, «askel tVerlin) und zwei Studenten gewählt lind sd)lies;Iid) znm Vorsitzer des Sprnchhofs der Rechtsradikale Bros. Leut lErlangen) delegiert. Mit der ,,Mad)1 am Rhein" klang dieser Studententag ans. Aodi von einem Zwitdienspiel sei hier kurz die Rede: -Am vorletzten Tag der Tagung lieh der Leiter des berüchtigten „«»ltnramtes" der öiterreidiisdien Slndenlenschast, «oerber iMie»), vor den Eingangstüren znin Plennm Tlngblätter verteilen, die im übelsten «^aisenton die Delegierten zn einer antisemitischen Ansklärnnqsversammlung in einen Hörsaal der Universität luden. Jüdische Studenten sollten nicht zngelassen sein. Der anscheinend sehr mutige Herr «oerber fürchtete Wohl durch „schlagende" Veinei;? ad absurd»in geführt zu werden, «artellbrnder <>»,„; «Rheno-Silesiae» und der Verfasser entschlossen sidi darauf, znm Rektor zu gehen; zu unserer Trende erboten sid) nicht nur die T^eunde von der Minderheit, sondern auch katholische Herren vom Bonner Vorstand, uns znm Rektor zn begleiten. Mir rogen es aber vor. unsere Ehre zunächst allein zn verteidigen und halten and) beim Rektor vollen Erfolg: vielleicht hatten die katholisdien Herren schon vorg'arbeitet. Herrn «oerber wurde die Erlaubnis uir Benutzung des Hörsaales entzogen. Dieses Verbot konnte erst in der Versammlung selbst betanntgegeben werden, so das; man sah. wer sich von k)errn «oerber „ansklären" lassen wollte, ltzanze zehn .Zuhörer, darunter zwei alte Damen, hatten sich einqesunden. Herr «oerber muhte das Verbot bekanntgeben; er konnte sich nid)t enthalten, in grimmiger Wut hinzuzufügen, das; auch an diesem Schritte gegen einen deutscher' Mann wieder die Juden schuld seien. Gr hatte vielleicht nicht so ganz unrecht.