KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1926
- Issue
- Heft 4 (15.4.1926)
- Date
- 1926-04-15
- Page
- Seite 23 (sequence 3)
- Language
- German
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nuten t>nuintnuu'iönciH'mfcn aluicnnfben, mehr m die Breite statt in die Tiefe eleganten und arbeite hauptsächlich mit Schlagworten. Das, was gut an ihm sei, könne auch ohne ihn in die Wirklichkeit umgesetzt werden. -2lnch nur wenigstens von einer Wirkung hinsichtlich Einigung und möglichster Überbrüctung aller Gegensäne könne in der ganzen Vergangenheit des hochschnlringS nicht gesprochen tverdcn. DieS war die fast einstimmige Meinung der ganzen Versammlung, -Auch die verbälmiSmästig hesriedigeuden Srkläruilgen, die der hoclst'cimlruig dem Münchener v. Ist gegeniiber ahgegehen habe, tvoraus dieser znm grösseren eeil dem >>ochschulring tvieder heigetreten ist, konnten die Einsichten der Versammlung nicht entkräften, die darum mich mit überwältigender Mehrheit folgenden Antrag annabm: „Die A.H.B.-'Tagung warnt die Aktivitas nach wie vor vor der Zugehörigkeit zum h. D. A., tveil der h. D. A. auch im vergangenen Jahr cs nicht verstanden hat, in seiner Praris die Schädigung katholischer Interessen zu vermeiden wie aucl> politische ^Neutralität zu wahren". Der Stn-entenstreik in Rumänien. Regierung und Senat haben infolge des Numerus c-I-cn-.»^-Streits der antisemitischen Studentenschaft die Schliessung der Universitäten Bukarest ltnd Jassy bis ln. April verfügt., hierzu wird noch mitgeteilt: In der Zeit vom 12. bis In. April tverdeit von den Studenten Srkl ä r ti n g e n ahgeforderk, ob sic tu Zukunft die Borlesungen besuchen wollen. Dalls die Zahl dieser Studenten die Mehrheit bildeil sollte, werden die Universitäten am In. April w i e d e r e r ö f f n e t, diejenigen aber, die eine solche Erklärung nicht abgeben, ans der Liste der Hörer gestrichen werde». (Ita.) Staatopol»tische Echulungswoche des V.C. Der V. S. hielt vor einiger Zeit eilte SchnlniigS- Woche ab, die in ihrem Ausbau lind Inhalt auch für unsere Kbr. Kbr. lehrreich sein kann. Den» ossiziellen Bericht eittnehmen tvir folgeilde ^AnSflihrnngen: „Die Woche begann am tZ. Zebruar mit der Behandlung hochschnlpolilischer fragen. Lebhaft bedav.ert wurden die Differenzen zwischen dem Wasfenring und den katholisch-konfessiouelleu Verbänden, die die nationale Sinheilssront der studentischen Verbände erristlich gefährden. An der Sternfahrt des deutschen hochschulringeS nach Wien iiiinint dei V. S. leil, weist aber auf das Nachdrücklichste auf die Gefahren hin. die tu einer allzustarlen Vetonung der Irage des -Anschlusses Deutsch-Oesterreichs liegen, sofern sie unter Vernachlässigung all der anderen verlorenen Grenzlande die grostdeulsche Drage ztt crschöpseu bestrebt ist. Grundsätzlich ablehnend dagegen verhält sich der V. S. gegenüber der Beschickung der aladentischen inlernalionalen Olympia iu Rom durch die denlsche Slndenlenschaft. Am!<>. Debrnar betonte Herr Gel). Ministerialrat Gerstenhaner, Weimar, in seinem Vorträge, das; der volkliche Gedanl'e die Grundlage der staatsbürgerlichen ltnd nationalen Bildung des Inngakadeinilers sein muß. Sämtliche Veranstaltungen der SchnlttngSwoche sind umrabmr von ttirnerischen tmd gymnastischen Übungen. Herr LandgericchtSrat Wageniann, Göttingen, erhob die D'vrdernng auf Schaffung eines der arischen Gliederung in soziale Gemeinschaften entsprechenden deutschen Rechtü, das den: auf orientalisch-mechanischer SlaatSverfassnng anfgebanten Gesetze im Laufe der Geschichte hat weichen müssen (!). lieber die Wirtschaftskrise sprach Herr Bros. Dr. Preyer, M. d. R. -Amerika sei nach dem Kriege der Gläubiger der Well geworden. Deutschland müsse versuchen, möglichst seinen Inuenmarkt selbst zu beliefern und im 2lnslande nur mit Onalitalsware anfzutreten. ^lls Vorschläge für eine Gesundung nach der durch den Dawesplan bewirkten Auszehrung Deutschlands forderte der Redner u. a. den 'Abbau der Steuerbelastung, größere -Arheitsinlensiviernng und größere Sparsam teil der Länder lind Städte. Das -Ausland würde »ns n'n!)t helfen, sonder» ,,in llnserer eigenen Brust sind unseres Scl,icksals Sterne". Prof. Spahn, Köln, sprach über „Die geschicht» licheit Grundlagen des denlsthen Staates" tmd Prof. Wnndt, Jena, über den „Schien und unechten Volksstaat". Prof. Spahn zeichnete die großen Linien deutscher Snlwicklnng: Ausgabe des Deutschen Reiches war die Srsassnng des großdeutichen Raumes, durchkreuzt von der Snlwicklllng der Territorialstaaten, die trotz ihres französischen Sharakternriprungs die deutsche Seele nicht gan; verlengiien, nnd die Sr» fasstlng des deutschen Volkes, erstarrt tu dein ewigen Reichstag des alten Reiches, das zur Repnbtik wurde. Die politischen Ziele Bismarcks waren durch diese Ausgaben der Vergangenheit bejlimiitt. Daß er ans ihr die Znliiiift organisch z»t gestalten snchte, war das Geniale an ihm. Trotz der kleindenlschen Lösung war die Srsassnng des großdentscheic Ranines sein Ziel. ''Bei der Srsassnng des deutschen Volkes, die sowohl den bürokratischen wie den parlanientarischen Absolutismus vermeiden sollte, wurde er von der jungen Generation nicht verstanden. Wer führt sein Werk weiters Die delltsche nationale Studentenschaft nlnß die Jugend sein, ans die er wartete. Pros. Wnndt kennzeichncte die vollständige Verfälschling der demotratischen Gedanken der vierziger Jahre durch die Deinolraten von heute, die aus fittlichen Zragen Mach!- und Interessensrageii gemacht haben. In Wirklichkeit leben i» der völkischen Bewegung unserer Tage die Ideen der Männer weiter, die sich einst tun das schlvarz-rot-goldene Banner scharten. Nicht ans dein Geiste des Genusses, der zu in Kampf aller gegen alle ilin die besten D"tterplätze führt, nicht ans jüdischem Geschäflsgeiste, sondern aus den, Geiste schöpferischen Handelns im Dienst der Gesamtheit soll sich der echte Volksstaat anfbauen s!). Prof. Wnndt forderte den Ständestaat. Die D>'age nach dem echten Votksslaat ist, wie es jedes politische Problem sein soll, in erster Linie eine sittliche Drage." Sine Allseinandersetzung mit den einzelnen Referaten erscheint überilüssig, wir glauben ilns auf die Inhaltsangabe beschränken zu können. Die Drage nach dem Bolksstaat ist wirklich eine sittliche. ‘•Nur suchen wir bei .Herrn Prof. Wnndt vergeblich die Antwort in diesem Internationale Etndentenarbeit. Das Wcltstndentenwerk in Genf veranstaltet während der Monate Inki/Angnst (wahrscheinlich vom 10. Juli bis 21.August) inZusammenarbeit mit dem Amerikanischen Reisebüro der Sonfederation internationale des Studiants eine Reise nach Deutschland, längs der Donau nach Konstantinopel und zttrück nach Genf über Sofia und Mailand. Die Kosten werden ca. £ 45 betragen. Nähere Auskunft erteilt das Auslandsamt der Deutschen Studentenschaft, Berlin — Sharlottenburg, Kurfürstenallee 12.