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KC-Mitteilungen · 1926-03-15 · Heft 2-3 (15.3.1926) · p. Seite 12

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1926
Issue
Heft 2-3 (15.3.1926)
Date
1926-03-15
Page
Seite 12 (sequence 2)
Language
German
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12 zufolge jKbv'iifen wir enWitb, ebenfalls! in '2liunibun^ eine/ SJlftee! der Ilvlwehr, solche Firmen namhaft zu machen, die Juden nici»t einstellen oder ihnen keine Auftrage erteile», damit auch sie nach Möglichkeit boykottiert werden. Bon grösster Wichtigkeit wäre es freilich, wem» alle anderen Ortsgruppen ebenfalls ans Werk gingen, denn unsere Arbeit kann nur dann von Erfolg gekrönt sein, wenn jeder einzelne mobil gemacht wird. Darum. Techniker und dbemiker i» de» anderen Ortsgruppe» und Landesverbänden, folgt unserem Beispiel und sibliefst enrb unserer Organisation an. durch die euch nennenswerte Motiv» kann» erwachse», durch die ihr aber grosre willsclmssticbe Borteile euch selbst oder anderen Mb. Mb. verschaffe» könnt. (s\< siebt viel für den einzelnen, desto mehr für Misere Ovmeinfebaft ans dem Spiet. auch baden tvir keine Zeit mehr zu verlieren! Darlim arbeitet mit an der Schaffung eines „M. G- ^ldre st buche s der technischen Berufe!" Ss ist die Grund, läge siir -Arbe'sts- und Bnstragsvermittelung. Ihr milstt alle mittim, wenn unser Mühen Erfolge zeitigen soll! Dann aber wird es nicht allein znm Besten des einzelnen beigetragen haben, sondern zum Wachsen, Blühen und Gedeihen des ganzen M'. (ü. Ehre und Ehrerischntz. In den leisten Monaten ist die Frage des SbrenschnheS. die grnndsätstiche Frage der unbedingten Satissattion. ihre strasrechlliche Seite ebenso wie ihre moralischen Fioecke und ethische Wertung Gegensiand eingehender Dislnssio» i» der gesamlen denkscheu SIndelilenschosl gewesetl. Die gegenwärtig im Reichstag vorliegenden Gesetze waren hierfür nur ein 'Anlas;, keineswegs die Ursache. 3m Sommer W2.\ erschien unter den Fulgichrij'.en des S. B. em.' kieu.. Schrift über Lhr-- und Shrenschnt; des katholischen Akademikers. Unabhängig hiervon wurde, ausgelöst durch den bekannten Schriftsteller Dr. S r i ch W i e p - recht in der Deiitschen Atademiter-Zeitniig. dem offi» zielten Organ den hochsthlllrings Deutscher 'Art. eine lebhafte Frage über die unbedingte Satisfaktion der 'Aliberren schuft geführt. Diese Anseinandersetznng ward.' zni ückgedrüngt durch die Disknision. die innerhalb der dem Srlanczer Berbäiide-Abtommen gcühloj. seilen verbände zwischen dem Deutsche» Wossmirnig auf der einen Seile und de» kuiholischen Verbal,den auf der andere» Seite ansgetragen worden iik. In- .zwischell hat )ul>, ailch veranl-ost durch die gegen, wärligeu tstefetjeullvürfe und die immer noch akute 'Abänderung des Strafgesetzbuchs, die Jüdisch-liberale Zeitung mit der Frage des Duells befasst und es scheint lins daher erforderlich zu fein, auch von seilen des M. S. in diese Diskussion einzugreiren. Allerdings hat der M. £. noch niemals von seinen Mitgliedern ein Glaubensbekenntnis darüber verlangt, ans welchen Gründen sie sich durch Burscheneid zur unbedingten GelingkulUlg verpflichten. Die 'Auffassung über die Gründe der Alrertennnnq der Satisfallion ist zu allen Zeiten bei denen, die sich zu liilserem Brogramm bekeulien, nicht einheitlich gewesen. Wir werden daher in einer der nächsten Nummern der M. cg'.--Blätter eingehend z,i dieser Frage Stellnng nehmen und den Standpnnkt von verschtedenen Seiten beleuchten lassen, mochte» nur heilte bereits darauf Hinweisen, damit unsere Morkellbrüder nicht überrascht sind, das; diese wichtige, liberal! b\/- tutierte Frage bislter in den st. S.-Blättern noch nicht erörtert worden ist. laisaal flkademifche und allgem. flGchrichten ISEHlS Hellpach vor den Berliner Studenten. Im d'ststgen'illtei! 'Andilorinm Marimiim der Berliner Universität sprach an, l. Februar Pros, Willy hellpach, der ehemalige Badische Staatspräsident und Anlerrichisillinister. über das Tbema: „Der deutsche Student als Führer zu Deutschlands Srnenernng". "War es schoi, von vornherein ein groster Srfolg für den Deutsch e i» Studentenb und, der unter Führung des Mbr. Werner Bosen - berg. „Spreviae", den -Abend veranstaltet hatte, das; seinem Buse eine so gewaltige -Anzahl M'onnnilitonen gefolgt war, --- eS waren etwa acht- bis nenhnndert , so zeigte der nach dem Bortrag einsehende, nicht endcirwollende Beifall, das; einem Bedürfnis der Berliner Studentenschaft vollauf Genüge getan worden Man kam mit hochgespannten Erwartungen; wenn ein Mann wie hellpach über ein solches Thema spreche» wollte, so würde er etwas sagen haben. - - Sr hatte etwas;u sagen, hatte sogar sehr viel zu sagen, so viel, das; er auch tu den zwei Stunden, die er sprach, nichts erschöpfte, nur au» deute und, - - vor allem, - den Hörer an regte zu eigene», Wetterdenken auf der gewiesenen Bahn. hellpach führte etwa folgendes aus: Wahrend früher, um 1801), die deutschen hoch-- schnlen noch die geistigen Führer in denlschei, Lan» den stellten lind niemand darait dachte, ihnen deir Bang streitig zu machen, hatte sich dreifstg Jahre später das Bild schon weseiltlich verschoben. Die Atademiler waren llicht mehr Führer, fouberu nur nmh tyonr.ratioren, itnb heute, »ach weiteren vierzig Jahren, lind sie znrn slkbalternen Spezialistentum herabgesnnlen. Die wiüieliiiillische Spvche mit ihren die Vorteile gewaltig überwiegenden Nachteilen, ein fyarnad bat sich im Interesse der Wissenschaft nicht erlauben tönnen, dem Hose die kühle Schlllter zu zeigen, wie eS z. B. der konservative -Abgeordnete voi, heyde» brand sich leistei, durste, die fortschreitende Spezialisierung _ber Wilsen schäften aller Art. die immer wachsende Skepsis und geistige -Resignation sind die Nlafzgebeildeil Ursachen dieses Niederganges gewesen. Der Weg must wieder hinauf zur höhe führen; hier liegen die grosten, der studentischen Jugend gestellten -Anfgaben. Welche Sigeilschaftei! sind zum Führertilin not« wendig!' Vor ollem vier, die einzeln niemals ausreiche» lönnen. die zusammen auftrelen müssen, ohne deren gemeinsamen Besii; ein „Führer" nicht entstehen. nicht ailskraiiliieil kann: Begabung, Bildung. Gesinnung, Haltung. Man muh so meint hell» dach seststelleii, das; im Tarife der leisten Jahre das allgemeine Begabungsnivean erschreckend gesunken ist; die Schule mus; hier einfehen und nicht etwa spezialisierte Höchstleistungen hervorzilbringen suchen, sondern

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