KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1926
- Issue
- Heft 1 (15.1.1926)
- Date
- 1926-01-15
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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um mir i!u de,-, c.iiii \iui»atcil.iubl|\bc,j Verbauen ,yi Weifen und vi i'tüilen. Mia- V'iiit sich die alte (jrrfabnmn, die die wisseilschaslliche Ersorscbung der Massenseele von jeher dewiesen I,at. In der Masse fitl)lt sich der (yiit.v'lne als unverantwrnllich und beteiligt sich bis zur Ovol>hott an Schritten, die er als einzelner Mensch niemals tun und niemals mlligen würde. Denn die Mähe trägt das O'efübl einer Gesamtveraiitwortuiig in sich, die der Einzelne nie tragen lviirde. Darum ist die Blaffe wunschdetont. Ihr schwebt etwas Unklares vor. In allgemeinen grossen Iugeu siebt sie ein Iiel, wie hier z.B. das Ziel, dein '^*ta-la,;b dienlich zu sein. Die Mittel, die sie zu diesem Iiele s-.ibren, sind in sehr vielen Julien verwerslich, amb meist völlig unwirksam. So glaubt sie durch die Iurücksetzuug der Juden die Triebkraft der einzelnen Persönlichkeiten zu erhöben, sie für den grossen Sdampf um Deutschlands Freiheit, wie sie ihn sieb vorstellt, zn ertüchtigen. Dabei ist es ihr ganz gleichgültig, ob man eiueni Einzelnen oder einer grossen '-Auzabl von Einzelneil sebwetes Unrecht zufügt. Dein müssen aber alle Gutgesiliureil eate,e;Kuti-ete„. ^Oemt der grosse unaebildete >>a»fe sieb durch Masienwirlung enkslammen labt, so mag diejenigei, Persönl-chkeiten, welche die Masseuwirknug wiiiisebe», immer uoeb der Uiiislaud entschuldige», dasi sie »iebl immer mivlvlert» überleben uud mit einer Erivectuiig sittlieber Beweggrüude vielleicht bei der grossen Masse nichts auSznriebten glaube», meint auch hier fast in allen Fällen die Erweckung niedriger Instinkte mehr geschadet bat, als der grösste Oaitjen des beabsichtigten Schrittes gewesen ist. Wenn man aber die gebildetsten Elemente des Volkes, insbesondere' die künftigen Führer mit Ungerechtigkeit und Uuebreubasligkeit nabrt, sie insbesondere aus die Wege der Uuwabrbattigkeit führt, dann kann man sich nicht wundern, wenn niemals im Polke OJube und Frieden herrschen. Denn die Geistlieben, Uebrer und Ilimter, die 'IFrwalluiigsbeaiulen die Merzte, die Vecbtsaiiwältt, kurz alles, toas die Universität ausbildet und für die führende» Stellen unseres öffentliehen UebenS vorbereitet, können niemals das Polt zu einer inneren Gesibloffenbeit, zu einer inneren Freudigkeit, zu einer wahren Freudigleit am Paterlande führen, wenn sie selbst schon in ihrer Jugend gelernt haben, wider die bessere Ueberzeugung deS Einzelnen sittliche Motive znriirkzustellen und das grobe Schlagtvort ohne Wut liebt, was durch sein Wirken, was durch sein 'Balten verle'-.t wird, zwar nicht zum Leitgedanken ihres inneren Menschen, wohl aber zum führenden Prinzip ihrer Taten gestalten. Darum sollte die öffentliche Meinung der Gebildeten und Gutgesinnten, eS sollten insbesondere auch die AktHerrenverbände der einzelnen Sludentenverbindungen -- deren Miiglieder grosiemeilS die Jugend ist, wie ein jeder lveisi, der zu diesen verbänden Beziehung bat - das Berbalten gegen die Juden misibilligen und den sittlichen Mut aufbringen, in ernsten Borstellungen den Grundgedanken ihrer eigenen Verbände, nämlich: Ehre, Freiheit und Vaterland dadurch zu verwirklichen, dasi sie die Jugend lehren, die Wahrung der Ehre, die Erringung der Freiheit und das Wirken für das Vaterland, darin zu sehen, dasi man in gerechter Wertung aller seiner .Eommilitonen die sittiieben Prinzipien nicht nur im Munde trägt, sondern auch zur Tat gestaltet. Aber auch die Behörden sollten nicht erst die Dinge an sich HeranfiMitmei, lassen und im Falle vorhandener oder drohender Streitfälle einschreiten, sondern sie sollten alle ihren grossen Einstnss verwenden, um im Sinne der Wertung des Wesentlichen, näinlich des sittlichen Gehaltes der akademischen Jugend, wirksam zu werden. Wenn wirk- Höhung der Sittlichkeit und damit der Voltsgemeinschuft durch die Staatsleitung erreicht tverden will, so sindet sie ans dem heute behandelten Gebiete die beste Gelegenheit, sich zu belvähren und das Volk zu einen. Deutschland kann nur hochkommen durch eine Volksgemeinschaft und die Volksgemeinschaft wird geschaffen durch Atismerzung alles Schlechten und alles Niedrigen. F. Einige Gedanken zur Fuchsenerziehung. Bon E r w i n F e w m a n n (Bav., Ichen.-Sil.). Eü ist in diesen Blättern von berufener Seite schon manches wertvolle und schöne Wort über die Erfordernisse der Fuchsenerziehung in unserem Verbände geschrieben worden, und trotzdem ist es vielleicht nicht unnötig, dass einmal ein junger Aktiver zu dieser Frage das Wort ergreift. Denn die Fuchsenerziehung ist nicht nur eine Frage der Erziehung und 'Autorität, sie ist auch eine Frage der Feit, — das heisst eine Frage des Milieus, des Milieus, das ein junger Aktiver kennt und erlebt. Werde» an einem Fuchsmajor im allgemeine» schon Aiisvrderungen gestellt, die man inbezug aus lein Atter mid seine b nähr»»., «iS hoch bezeichnen kan», so gilt dies in verstärktem Blasse von dem Fiicbsmajor einer .E. E.-Verbindung. Ihm obliegt zuerst und als natürlicbfte Aufgabe die Erziehung „feiner" Füchse zu guten Wa>sen- und Korporatioiisstudeutett, die Perankworllich. feit für die Führung der Füchse und ihre Eingliederung in den Verband und seine Ideen. Stellt diese Ausgabe an sich auch noch keine zu hohen '-Ausorderungen an den F. Bl., so erfordert sie doch nicht nur ein gewisses restloses Alis.,ehe» in seiner Eharge, sondern in verstärktcin Blasse ein einwandfreies, überzeugmigstreues Uvrporaliousstudeiiteutiim und die Gabe, jüngeren Bundesbrüdern diese Ueb> rzeugniig und Uebc rzeuguiigstreue zu vermiltelu und auzuerziehen. Diese Forderungen mögen für einen F. Bl. genügen, aber von dem F. Bl. einer .w. E. Berl'mdung muss mehr verlangt werden. Denn er wirkt nicht nur im Sinne einer jahrzehute alten Tradition, er ivirkt gleichsam als b'ehrek an der S>ssizierschule des Judentums. Demi svenn der deutsche Jude einen U'ampf zu fuhren hat gegen zwei Fronten, gegen alles Undeutsthe und alles Uujüdische, so ist der Sv. li.er bernsen, in diesem Eamps des deutschen Judentums eine führende Stelle einzunehmen. Es genügt also nicht, die Füchse im Sinne der SVorporation und des Waffenstudeutentums zu erziehen, der F. M. muss ihnen auch das geistige Viistzeug und die Befähigung zu ihrer hervorrageiidei, .Eampsstelluug v.rmittel». Und um dieses schöne und liohe Fiel erreichen zu könne», räumt die Perbiudung il>re„, F. M. eine sonst unerreichte Macblsiell.. ein, die Fand in SSaitb gehen muss mit einem gesteigerten BerantwortlicbkeitSgesiihl. Denn der F. Bl. keimt nichts über sich, als sein Gewissen und die Verbiiidmig in ihrer Gesamtheit, das heisst den B. E. Wie nun, frage ich, soll der F. M. dieser hohen Stellung genügen, wie sein verantwortungsvolles 'Amt zur Zufriedenheit der 'Verbindung und zur Ehre des Perbandes vertreten n»d erfüllen'-k Diese Frage bringt mich ans den Kernpunkt meiner Ausführungen. Glicht nur wie es wohl in anderen Perbänden üblich ist, durch eine Aiihäufuug von Fuchsenstunden, nicht durch ausgesprochene Strenge uud Uehr- Hastigkeit, auch nicht durch einen übertriebenen Trinkzlvang sichert sich der F. M. eine gedeihliche Einwirkung aus die jungen Bundesbrüder. 'Als erstes: er muss ihnen Porbild sein, Porbild in allem, als Korporationsstudent, als Deutscher, Jude und — was das Wichtigste sein dürfte — als 'Brensch. Wir haben heute iin Per-'