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KC-Mitteilungen · 1925-10-15 · Heft 10 (15.10.1925) · p. Seite 75

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1925
Issue
Heft 10 (15.10.1925)
Date
1925-10-15
Page
Seite 75 (sequence 5)
Language
German
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75 Ein Mittel zur Pflege der Bundesbrüderlichkeit. Von Dr. Erich Stern, Rhen.-Sil., Frib.-Ghib., 52116.) Im letzten Lest der K. C.-Blätter (Seite 36 f.) betont Kbr. Meyerbach mit Recht, das; die Angehörigen einer Verbindung auch nach Beendigung ihrer Studentenzeit wenigstens brieflich mit einander Fühlung halten sollen. Diese Ausführungen geben mir Anlas;, an dieser Stelle über eine Einrichtung zu berichten, die der A. L. V.- Albingia seit längerer Zeit mit bestem Erfolge bei sich eingeführt hat: Irgend ein allgemein interessierendes Schriftstück, etwa der Bericht über ein Stiftungsfest oder ein anderes Verbindungsereignis, wird vom Schriftwart des A. L. V. durch ein Zirkular unter sämtlichen Bundesbrüdern in Llmlauf gesetzt. Zeder Bundesbruder, der das Zirkular erhält, gibt es gemäß der beiliegenden Mitgliederliste an seinen „Nachfolger" weiter, nachdem er selbst ein besonderes Blatt hinzugefügt hat, auf dem er über sein persönliches Ergehen berichtet. Diese persönlichen Berichte erfolgen in ganz zwangloser, gelegentlich auch humoristischer Form; mancher benutzt auch die Gelegenheit, um sich seinen Bundesbrüdern durch ein Bild vorzustellen. Nach einigen Monaten ist das Zirkular bei sämtlichen Mitgliedern gewesen und wandert nun zum Schriftwart des A. L. V. zurück. Dieser sammelt die beigefügten Berichte und setzt sie abermals in gleicher Weise in Amlauf, damit auch diejenigen, die beim ersten Male das Zirkular als erste erhielten, nunmehr von den Zuschriften ihrer „Nachfolger Kenntnis nehmen können. And so fort ad infinitura. Diese Einrichtung hat sich aufs beste bewährt und sei deshalb hiermit den Kartellbrüdern zur Nachahmung empfohlen. Gerade für die kleinen Altherrenvereine, die keine aktive Verbindung mehr haben, liegt hierin ein dankbares Tätigkeitsfeld. Bei größeren Verbänden wird es kaum in derselben Weise möglich fein, solche Zirkulare unter allen Mitgliedern umlaufen zu lassen, da dies zu viel Zeit in Anspruch nehmen würde. Lier aber können sich kleinere Gruppen von je 20—30 Mitgliedern (etwa Konsemester) zu diesem Zweck zusammenschließen und vielleicht auch gegenseitig in einen „Austausch- Verkehr" miteinander treten. Es ist auch nicht unbedingt notwendig, daß es immer die Vorstände der betreffenden Verbände sind, die diese Sache offiziell in die Land nehmen. Jedes einzelne Mitglied kann hierzu die Initiative ergreifen. Wer macht den Anfang? Ein Nachwort zum K. C.-Tag. Wieder liegt der K. C.-Tag hinter uns, ein K. C.-Tag, wie er in dieser Größe nach dem Kriege nur einmal, im Jahre 1921, zusammengetreten ist. Da drängen sich von selbst gewisse Parallelen auf. Damals handelte es sich um Grundfragen unserer Tendenz, um die Frage ob die Nachwirkungen des Krieges in unserer gedanklichen Fundierung Änderungen Hervorrufen müßten. Auch diesmal war es eine Nachwirkung des Krieges, die im Mittelpunkt stand; aber doch war dieser K. C.°Tag ein anderer. Dies ergab schon die Form und das Motto der Tagung. Nicht wie sonst sollte der K. C.-Tag eine Zusammenkunft der Jugend, sondern eine Zusammenkunft des gesamten K. C. sein, und er hat dieses Ziel erreicht und damit Wertvolles geleistet; denn hierin liegt einer der Anterscheidungspunkte unseres Verbandes von der Mehrzahl der deutschen studentischen Verbände. Auch wir sind wie jene eine studentische Organisation, aber unser Wirken geht hinaus über die Kreise der Studentenschaft, Anforderungen werden gestellt nicht nur an den Studenten, sondern auch an den Alten Lerrn. Darum muß, je älter der Verband wird, je fremder Alte Lerren und Aktivitas einander werden, immer stärker die Frage nach Form und Art der Zusammenarbeit beider Gruppen werden, eine Frage, die in den Anfängen des Verbandes garnicht aufgeworfen werden konnte. Daß diese Frage nicht lediglich eine organisatorische ist, wird noch durch die Verhältnisse verschärft, die wir seit unseren letzten größeren Tagungen und vor diesen durch den Krieg 'durchgemacht habe«;. Der K. C. -Tag konnte und sollte die Lösung dieser Fragen nicht bringen. Aber er hat es sich zum Ziele gesetzt, durch Aussprache im weitesten Kreise die Wege zu suchen, auf denen die Lösung zu finden ist. Diese Aufgabe hat er erfüllt. Jeder der Anwesenden wird mit Befriedigung zurückdenken, nicht nur an die Stunden der Freuden, sondern vielmehr an die Stunden innerer Erhebung, in denen aus tiester Begeisterung und Liebe zur Sache Männer, die seit Jahrzehnten die Lochschule verlassen haben, sich stritten, auf welchen Wegen sie die Jugend suchen, auf welche Weise sie die Kämpft gemeinschast erhalten wollen zwischen ihnen und denen, die nach ihnen kamen. Linter dieser Bedeutung des Alt-Lerren-Tages trat der eigentliche K. C.-Tag ein wenig zurück. Große grundlegende Fragen standen nicht zur Entscheidung. Die Fragen der korporativen Organisation sind grundsätzlich geklärt. Ihre Ausgestaltung endgültig zu finden, wird die Aufgabe des K. C. sein, wenn endgültige Klarheit über die Verhältnisse an den Lochschulen selbst geschaffen ist. Aber diese Verhältnisse an den Lochschulen selbst, sie bedürfen der eingehenden Diskussion. Das, was in den Referaten von Schmidt und Fraenkel, die in den vergangenen K. C.-Blättern zum Abdruck gekommen sind, zur Ideologie des Studenten gesagt wurde, war hierfür Fundament. Auf diesem muß ein kommender K. C.-Tag aufbauen, der es sich zum Ziele setzt, nun- Unterfertigte gestatten sieb, i. 1. Bbr. Bbr., Kbr. Kbr. gez. zu dem in der Zeit vom 21.—25. Oktober 1925 stattfindenden 31. Stiftungsfest einzuladen. F estfolge: Mittwoch, den 21. 10. 25: Begrüßungsabend auf dem K. C.-Heim Donnerstag, den 22. 10.25: Festkommers im Flugverband-Haus, Schöneberger Ufer 40 Sonnabend, den 24. 10. 25: Exbummel mit Damen Sonntag, den 25. 10. 25: Herrenessen des Provinzial-Verbandes Brandenburgischer K. C.er im Universum-Restaurant (Ulap) Alt-Moabit 4—10. Alle Anfragen sind an unser Festbüro bei Bbr. Erich Kiewe, Berlin SW 68, Friedrichstr. 55, Tel.: Zentrum 2683 zu richten. A. H. B. und Verbindung im K. C.: „Sprevia“ i. A.: Erich Kiewe (Sprev.)

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