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KC-Mitteilungen · 1925-07-15 · Heft 7 (15.7.1925) · p. Seite 57

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Journal
KC-Mitteilungen
Volume
1925
Issue
Heft 7 (15.7.1925)
Date
1925-07-15
Page
Seite 57 (sequence 7)
Language
German
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57 ten Hochschulen ihren Brüdern im besetzten Rheinland Dank für selbstlose Pflichterfüllung erstatten. Das Verbot der Obersten Interalliierten Kommission hat diese Tagung im besetzten Gebiet Deutschlands unmöglich gemacht. Die Deutsche Studentenschaft fügt sich dieser Gewalt. Sie fühlt sich mit den rheinischen Kommilitonen um so starker verbunden und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß es bald nröglich sein wird, einen Deutschen Studententag am freien Rh ein abzuhalten. Der Vorstand' der Deutschen Studentenschaft. gez. Zimmermann. gez. Bauer, gez. Liebelt. Anläßlich des Studentcntages werden auch, wie im vorigen Jahre, die Fachgruppen der Deutschen Studentenschaft zum Deutschen Studientag zusgmmentret^n. Das Thema des Studientages soll lauten: „Hochschulziele und Berufsbildung". Die Behandlung dieses Themas soll zu praktischen Folgerungen für die Arbeit der Studentenschaft führen. Aus diesem Grunde werden nur einige einleitende Referate gehalten werden, während das Schwergewicht der Arbeit in die Fachgruppn selbst verlegt wird. Cin einleitendes Referat soll die Ziele der Hochschule, .so wie sie in Zukunft seid soll, darlegen und andererseits die Beziehungen der Hochschule zum nationalen Leben ausweisen. Zn einzelnen, nach beruflichen Gruppen geschiedenen Ausschüßen soll dann jede Berufsrichtung von ihrem Standpunkte aus Stellung zu den angeschnittenen Fragen nehmen. Gemeindewahlvecht der Studenten. Die Frage, ob die Studierenden am Hochschulort für die Wahl der Gemeindevertretung das Wahlrecht besitzen, hat das Oberverwaltungsgericht am 13. März 1925 dahin entschieden, daß das Wahlrecht der Studenten nicht besteht, da für die Gemeindewahl sich die Zulassung der nicht zuständigen Bevölkerungsteile zum Wahlrecht viel entscheidender und ganz «anders als beim Staate oder Reich auswirken muß. Die nordische Studententagung. Mitte Juni waren in Oslo die Studenten aller nordischen Länder versammelt, eingeladen von der norwegischen Studentenschaft. Cs ist damit eine alte Lleberlieferung, die seit 50 Jahren geruht hat, Wieder ausgenommen und nur dadurch erweitert worden, dass außer den skandinavischen Studentenschaften auch Finnland sowie Island pertreten waren. Für die Förderung des seit dem Kriege langsam erstarkenden «Neuskandinavismus" ist diese St-udententagung von erheblicher Bedeutung. In den Vorträgen und Aussprachen wurden Fragen behandelt, welche die Studenten aller Länder jetzt fesseln, wie der Kanrpf um die Weltanschauung, die Friedenssrage und die Auseinandersetzung mit der Arbeiterbewegung. Auch für andere Fragen war die Tagung vielleicht von einer gewissen Bedeutung; so für den Grönlandstreit, für die Hinüberrettung Finnlands in den westeuropäischen Kulturkreis, die mit der Trennung von Rußland 1917 begann und für die Antialkohol-Politik. Wichtiger als die sachliche Arbeit der Tagung dürfte jedoch das Ergebnis sein, daß es .hier gelungen ist, die akademische Jugend der nordischen Länder, trotz der gerade in den letzten Jahren vielfach verschärften politischen Gegensätze zu einem unvoreingenommenen Gedankenaustausch zusammenzuführen. Der Schweizer Studententag. Im Juni fand in Zürich die Iahrestagung des Verbandes der Schweizerischen Studentenschaft statt. Einen breiten Nahmen der Erörterungen nahm die Arbeit des internationalen Studentenbundes, der Consöderation Internationale des Etudiants ein. Zu diesem Punkte wurde neben der Arbeitsgemeinschaft, die die C. I. E. mit der Deutschen Studentenschaft abgeschlossen hat, die Arbeit des internationalen Sekretariats für Studienreisen und Studentenaustausche und die Zusammenarbeit mit der europäischen Studentenbilse besprochen. Das Auslandsamt der schweizerischen Studentenschaft hat es sich ferner zur Aufgabe gemacht, die Arbeiten der schweizerischen Organisatton für landschaftliche Pflege zu unterstützen, insbesondere die Pflege historischer Denkmäler mit zu betreiben. Dankenswerterweise beschloß der Studententag, das Kuratorium des schweizerischen Hochschulsanatoriums zu bitten, stets auch einige Stellen für ausländische Studenten zur Verfügung zu stellen. Der Sitz des Vorstandes der schweizerischen Studentenschaft bleibt in Zürich, während der nächste Studententag in Genf stattfinden soll. 3 \7erbandsnadiricfiten L Die „Verbandsnachrichten" für die nächste Nummer sind einseitig beschrieben bis spätestens 19. August an die Schristleitung einzureichen.) Mtherrenbund Sprevia. In der Generalversammlung vom 17. Juni, die von etwa 26 Bundesbrüdern besucht war, legte Bbr. Walther Kochmann sein Amt als Vorsitzender des A.H.V., das er seit über fünf Jahren innegehabt hatte, nieder. Ihm wurde der Dank des A.H.V. für seine Amtstätigkeit ausgesprochen. Mit ihm dechargierten auch die anderen Mitglieder des Vorstandes und des Ausschusses. Die Neuwahlen ergaben: Vorsitzender: Dr. Josef Hirsch, Berlin W.50, Augsburger Str. 40, Schristwart: Rest. Hans Lennhoff, Berlin SO. 16, Schmidstr. 37, Kassenwart: Dr. Herbert Auerbach, Charlottenburg 4, Kantstr. 30. In den Ausschuß wurden gewähtt die Bbr.Vbr. Dr. Georg Cohn, Dr. Walther Kochmann, Dr. Max London und Dr. Martin Sternberg. Vor dem K.C.-Tag findet noch eine Generalversammlung des Altherrenbündes statt, die sich mit dem bevorstehenden K.C.-Tag zu beschäftigen haben wird. Cs wäre zu wünschen, daß zu dieser Gelegenheit wenigstens alle in Berlin wohnhaften Bundesbrüder erscheinen. Zuschriften, werden in Zukunft an die Anschrift des Schriftwarts erbeten. Thuringia, Breslau. Der weitere ' Verlaus des Semesters war ein befriedigender. Die interimisttschen Chargenwählen wurden drrrch die definitiven bestätigt. Besonderer Wert wurde aus die körperliche Ertüchtigung der Bbr.Vbr. gelegt, so daß wir uns am akademischen Turn- und Sportfest mit der gesamten Akttvitas beteiligen konnten. Für die geistige Ausbildung sorgte eine Reihe von wissenschaftlichen Abenden und Tendenzburschensiunden, wobei besonders ein Vorttag von Kbr. Dr. Vogelstein über den Talmud hervorzuheben ist. Der Zusammenhalt der Bbr.Vbr. wurde durch verschiedene Kneipen, Bierabende und Cxbummel gefestigt. Mit unseren Damen vereinte uns außer mehreren Nachmittags-Veranstaltungen ein wohlgelungener Ausflug nach Sibyllenort. So hoffen wir, daß der Rest des Semesters weiterhin für alle Bbr.Vbr. erfreulich verläuft.

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