KC-Mitteilungen
- Journal
- KC-Mitteilungen
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 8 (1.10.1924)
- Date
- 1924-10-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Znerkennnng der Preise wird durch eine Kommission erfolgen, welche die Ingendschriften'oininission der Grosiloge für Deutschland ernennt. Die Verteilung der Preise erfolgt bis spätestens August 1925. Die preisgekrönte»» Arbeiten bleiben Eigentum der Großloge, die für ihre Verbreit»»ng in geeigneter Weise Sorge tragen wird. Die Verfasser übernehmen die Verpflichtung, die Arbeit bis zürn l. November 1925 druckfertig hcrzustellen. Berlin, Mitte September 1924. Die Zugendschriftenkommission der Grotzloge für Deutschland Vlll. des Anabhängigen Ordens Bne Britz. (A. O. B. B.) Preisausschreiben für Werkstudenten. Die Wirtschastohilse der Deutschen Studentenschaft, Dresden A. 24, Münchner Str. 15, ruft, wie im Vorjahre, alle deutschen. Werkstudenten zur Darstellung desse,» aus, was sie erlebt haben, wie sie aus Grund ihrer Ersahnmgen das Wellsmdententum sehen und »ras unternommen und geändert »vcrden müsste, u»n die drüsende Härte des Werkstttdententums zu erleichtern. Das Preisausschreiben, für das insaesiunt 5000 Goldmark vcnvendet »verden, steht allen deutschen Stndeuten ossen; die Arbeiten sind bis zum 1.Dezember 1924 an die Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft einznserrder:. Ans den Anregungen, die die Wirstschastshilse der Deutschen Stüdentenschaft für die Bearbeitung der Preisfrage gibt, seien nachstehende Gesichtspulilie hervorgehoben:' In den Arbeiten solle,» »uitcr dem Gesamttitel „Der Werkstudent" die persönlichen Erfahrungen der Erwerbsarbeit mit »nöglichst zahlreichen Einzelheiten, soweit sie von Bedeutung sind, zu einem zuverlässigen und anschaulichen Bild gestaltet werden. Auf Grund dieser -Erfahrungstatsachen'sollen die (fragen nach der sozialen, kulturellen und geistigen Bedeutung des Werkstudentengedanlens behandelt »verden. Sie sotten vor allem eine Klärung der in den leisten Jahren oft ansgen'orsenen Streitsragen berbcizusühren suchen und dabei »nöglichst aus breiter Grundlage die völlige wirtschaftliche Amwälzung des Mittelstandes erörtern, aus dem etwa zwei Drittel' der Lttldcntenschast hcrvorgcht.. Mune und Anschrist des Verfassers dürfen in der Arbeit »»icht enväynt »verden. Jede Arbeit hat ein Kennwort zu enthalten. 'In einen» geschlossenen Amschlag, der das Kenmvort trägt, si»»d beizufügcn: Na,ne, Alter, Studienfach, Semesterzahl, genaue Hochschul- und Heiinatarrschrrst, sonne eine Bescheinigung der Hochsch»»ll'chördc über die Eigeuschasicn als ordentlicher Student der Hochschule. Die Entscheidung des Preisgerichtes, daS bei der Wirtschaftshilfe der Deutschen Studentenschaft gebildet »vird, erfolgt am 1. Februar 1925. Die vollständigen Bedingungen kö»»»»en durch die Wirtschaftshilfe der Deutschen' Studentenschaft kostenlos bezogen werden. Ein Nachwort zum akademischen Olympia. Bereits in den K.E.-Mitteilungen Nr. 6 »nusste»» »vir ans die Bestrebungen der österreichischen Korporationen Hinweisen, die 'ihnen unangcnchrne Konkurrenz mit jüdischer» Korporationen »mb jüdischen Studenten auf den» Gebiete des Sports bei Seite zu schieben, eine Frage, die mar» ernstlich eigentlich, kaum behandelt» köniite, »ve»n» »nan berüclsichtigt, wie rasscnrcin germa- »lisch Oesterreich aber auch im Reich deutsch-völkische Korporationen im allgemeinen sind. Trohdem besteht leider die Notwendigkeit, nochrnals auf dieses Thema zurückzukomnwn. Als Beweis hierfür einige Pressestelle«: Den verehrlichen medizinischen Lesern der „K. C.-Mitteilungen“ zur gefl. Nachricht, daß eine wissenschaftliche Arbeit über „Reumellfl“ der heutigen Nummer beiliegt. Hochachtungsvoll Laboratorium „Reumella" Berlin SO 36. In der» „Akademischen Blättern" (Organ des VD.St.) berichtet der Freiburger V.D.St.: „Am 25. Juni fand ein Sportfest mit anschließender Gedenkfeier für die Gefallenen der Universität statt. Am Sportfest beteiligten »vir uns nicht aktiv, da wir auch dicsinal an unscrem bisherigen Standpunkt festhielten, nicht gemeinsam mit der hiesigen jüdischen Korporation „Ghibcllinia" ausz»,treten." Die „Schwarzburg" teilt mit: „Anläßlich des Marburger Olympia hat der H.d.A. einen Ausruf erlasse»», in dem er scharf für die pflichtmäßige Einführung der Leibesübungen eintritt, die in national-politischem Si»n»e ausge»vcrtet werden sollen, so daß dabei der völkisch-großdcntsche Gedanke in den Vordergrund tritt. A»»dcre Rassen sollen künstig nicht mit deutschen Studenten gleichzeitig »nn die Siegespalme »stngen dürfen." Diese Pressenotiz »vird noch dadurch unterstrichen, daß in den ..Biirschenschaftlichen Blättern" Berger als Leiter des Amtes für Leibesübungen im Hochschulring das Wort nimrnt. Gr kennzeichnet das deutsche akademische Olyn»pia als ein gut verlaufenes Sportfest, lehnt aber ab, daß cs ein Olympia gewesen ist und begründet dies wie folgt: «Was gab denn den Olympischen Spielen der Hellenen ihren kulturellen Wert?: daß sie der Ausdruck des nationalen Willens eines Volksganzen wäre»», das sich in diesem Augenblick als Volk fühlte »rnd stolz aus seine Eigenart »var. Kein Volkssrcmder und sei er noch so lange Gast oder schon Staatsbürger und kein Sklave oder Freigelassener hätte es wagen können, bei diesen olympischen Spielen mitzumacyen, weil dies dem Geiste widersprochen hätte. Als dieser völkische Geist verschwunden »vor, als die Ehrung des Olympischen Siegers in extreme Formen verfiel,.und Berusssport- Icutc züchtete,' »var die Bedeutung der Olympischen Spiele voriiber." Diese kurzer» Pressestirnmen dürften am besten beweisen, daß leider auch die Frage des Sports für uns aushört, lediglich Vergnügen, Betätigung und Schulung der eigenen Persönlichkeit als Selbstzweck zu sein, sondern pflichtgemäße Ausgabe der Korporationen wird. Es wäre hier müssig, sich mit Gedankenlosigkeiten auseinanderzusehen wie die, daß die alten Hellenen völkisch im heutigen Sinne gewesen sind und daß der Verfall des völkischen Geistes es gewesen ist, was lohten Endes