Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Journal
- Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
- Volume
- 4 (1913)
- Article
- Generaltableau betreffend die wechselseitigen Gerechtsame und Privilegie der Christen und Juden in den Städten des Königl. Posenschen Camme Departements
- Date
- 1913-01-01
- Page
- Seite 118 (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 91% known words query
- IRI
…/2821022-2821029-2821615--0654-2821763- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 118 — 4. Kiszkowo (,,jetzt Welnau" 230 Christen, 50 Juden). IV ff. wie bei 3. 5. Klecko (491 Christen, kein Jude). I ff. Nein! Es ist aber hier seit langer Zeit kein Jude geduldet worden, obschon nach Aussage älterer Einwohner ehedem in Klecko Juden gewohnt haben. 6. Kleczewo (478 Christen, 562 Juden). IV. Bey den vorhandenen christlichen Gewerken ist kein Jude incorporirt. V. Die Juden Schneider haben zwar ein Privilegium,1) allein es sind Worte ohne Sinn. VI. Insofern angenommen wird, dass ein Grundherr die Macht hatte dergleichen Zunft Privilegia zu ertheilen, so gelten selbige, da indessen in adelichen Städten auch öfters der Fall gewesen, dass auch bey denen von dem Grundherrn den Zünften ertheilten Privilegiis die Königliche Confirmation nachgesuchet worden, so ist anzunehmen, dass dieses gesetzlich seyn müsse, die Zunft Privilegien des Grundherrn also von gar keiner Rechtskraft.2) VII. Ist nach dem Privilegio gehandelt. 7. Leckno (255 Christen, 6 Juden). IV ff. Die Gewerke haben keine Privilegia3) und wohnt auch nur 1 Jude (sc. Judenfamilie) daselbst. 8. Lopienno (386 Christen, 24 Juden). IV. Die christlichen Gewerke enthalten nichts in Absicht der Juden. in A VIII 27 Nr. 7. Die Tekanoth der jüdischen Schneiderinnung vom 6. Adar 5542 (21. II. 1782) befinden sieh im Besitze des Gnesener Brüder Vereins. J) Privileg des Grundherrn Wladislaus von Gurowski vom 24. X. 1779, deutsche Uebersetzung in A VIII 27 Nr. 8. 2) Dies Urteil steht in vollkommenem Widerspruch zu oben vielfach wiederholter Meinung. 3) Stimmt nicht ganz; Warschauer zählt S. 122 ein Brauerstatut von 1564 auf.