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Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden · 1913-01-01 · 4 (1913) · p. Seite 114

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Journal
Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
Volume
4 (1913)
Article
Generaltableau betreffend die wechselseitigen Gerechtsame und Privilegie der Christen und Juden in den Städten des Königl. Posenschen Camme Departements
Date
1913-01-01
Page
Seite 114 (sequence 44)
Language
German
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IRI
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- 114 — VI. und VII. Wie bey Rogasen. 14. Schroda (1114 Christen, 103 Juden). IV. wie bei 1. V. wie bei 8. VII. Die Juden treiben hier mancherley christliche Gewerbe [haben sich jeden bürgerlichen Gewerbes angemasst], sie sind aber dabei von Seiten der Christen noch nie behindert worden. 15. Schrimm (1160 Christen, 293 Juden).1) I. Ja! Es sollen ailhier keine Juden wohnen, noch weniger sich Häuser oder Grundstücke ankaufen oder in Pfand nehmen.2) II. König Sigismund [sub dato Warschau 8. Februar 1609] [und von dessen Thronfolger bestättiget].3) III. Sind weder expresse noch tacite aufgehoben, sondern von den Juden darum violirt worden, weil ehedem sie an die dortigen viel Leder verborgt und da selbige nicht bezahlen können, sich ihrer Häuser bemächtigt und sich auf diese Art angesiedelt haben. IV. Das Fleischer Gewerks Privilegium bestimmt, dass kein Jude öffentlich mit Fleische handeln, sondern solches in seinem Hause verkaufen soll. Auch dürfen die Juden keine eigene Fleischbänke halten, noch weniger in der Stadt mit Fleisch hausieren gehen. Nach dem Schneider Privilegio4) soll sich kein Jude unterstehen für Christen Arbeit zu verfertigen bej^ Strafe der Confiscation. V. [Die Judenschaft besitzt eigentlich kein Privilegium sondern] Gemäss abschriftlich beyliegender Lustration de 17315) dürfen die Juden wüste Plätze bebauen, Handel und Professionen treiben usw. Die Spezialtabelle gibt fol. 26 an, dass bei der Besitznahme in Schrimm 215 Juden vorgefunden wurden. 2) Die Bestimmung des Stadtprivilegs (s. nächste Anmerkung und Anlage 4) ist falsch verstanden; sie verbietet nur den Ankauf christlicher, d. h. ausserhalb der Judenstrasse (cf. Anlage 5) gelegenen Häuser. 3) Deutsche Uebersetzung in A VIII 26 fol. 5; cf. auch A. Wundrak, Schrimm in südpreussischer Zeit, Beilage zum Jahresbericht des Kgl. Gymnasiums zu Schrimm 1913 S. 11. 4) Extract aus dem Schneiderprivileg vom 20. V. 1742, deutsche Uebersetzung in A VIII 26 fol. 6. S. Anlage 6. 6) Das Lustrationsdocument ist vom 2. III. 1638, im Jahre 1731 wurde es in die Posener Bau-Akten ingrossirt; deutsche Uebersetzung in A VIII 26 fol. 7. S. Anlage 5..

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