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Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden · 1913-01-01 · 4 (1913) · p. Seite 111

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Journal
Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
Volume
4 (1913)
Article
Generaltableau betreffend die wechselseitigen Gerechtsame und Privilegie der Christen und Juden in den Städten des Königl. Posenschen Camme Departements
Date
1913-01-01
Page
Seite 111 (sequence 41)
Language
German
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IRI
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- III — 8. Moschin (529 Christen, 25 Juden). IV. Die Zünfte haben hier keine Privilegia, sondern richten sich bloss nach ihren Zunft Articeln.1) V. Die Juden haben kein Privilegium. 9. Murawana Goslina (700 Christen, 253 Juden). I. Nein! Allein demohngeachtet sind die Juden hier nur mit der Einschränkung geduldet worden, dass sie keine bürgerliche Grundstücke ankaufen, sondern sich blos in der Judenstrasse anbauen und wohnen dürfen2). II. Der verstorbene Canonicus Melchior von Gorowa Gorowski de 8. October 1792. III. Durch Niemanden. IV. wie bei 1. V. Ein besonderes Privilegium besitzt die Judenschaft nicht, wohl aber ist einigen Individuen die Betreibung christlicher Nahrungen Contractmässig zugestanden worden, wie solches aus beyliegenden Extracten zu ersehen ist [als 1) Der Lederhandei nach dem Contracte de 8. Februar 1788 dem Juden Moschke,3) gemäss Contracts vom 12. Februar 1787 dem Juden Mathias.4) 2) Der Wein und Meth-Handel dem Juden Hirsch5) laut Contra et vom 30. November 1787 und dem Rabbiner Moses Hirsch sine Contract. 3) Die Judenschlächter müssen für die Gerechtsame, schlachten zu dürfen an die Grundherrschaft 24 Ducaten bezahlen und wollen dadurch behaupten, dass ihnen das Schlachten blos allein zustünde, haben aber nichts schriftliches darüber. 4) Dem Juden Isaac Schmul und Joseph Marcus ist nachgegeben worden, gegen den jährlichen Grapen Zins Brandtwein brennen zu dürfen. 1) Also nicht eigens von Königen oder Starosten — Moschin war eine Immediatstadt — verliehene Znnftprivilegia, sondern nur die allgemeinen Zunftstatuten hätten demnach der Stadt zugestanden, wie denn auch die Spezialtabelle, fol. 44 berichtet, dass sie sich von andern Gewerkern hätten die Zunfts Artikel abschreiben lassen, nach welchen sie in Zunfts Angelegenheiten verfahren; cf. dazu Warschauer S. 155. 2) Extract aus dem Stadt-Privileg, deutsch(e Uebersetzung) in A VIII 26 fol. 2a. 3) Contract vom 8. II. 1788, deutsch(e Uebersetzung) in A VIII 26 fol. 2c. 4) Contract vom 12. II. 1787, deutsch(e Uebersetzung) in A VIII 26 fol. 2d. ß) Contract vom 30. XI. 1787, deuUeh(e Uebersetzung in A VIII 26 fol. 2b.

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