Mannheim
Compact Memory

Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden · 1913-01-01 · 4 (1913) · p. Seite 102

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
Volume
4 (1913)
Article
Generaltableau betreffend die wechselseitigen Gerechtsame und Privilegie der Christen und Juden in den Städten des Königl. Posenschen Camme Departements
Date
1913-01-01
Page
Seite 102 (sequence 32)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
90% known words query
IRI
…/2821022-2821029-2821615--0638-2821747
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

— 102 — V. Nach Aussagen der Juden sollen ihnen die von den Vorfahren des Dominii verliehenen Privilegia von der jetzigen Vormundschaft der minorennen von Grabskischen Erben abgenommen und ihre Abgaben übertrieben erhöhet worden seyn. [Die Kürschner und Schneider Juden haben unter sich eine Punctation errichtet und ist selbige, ob sie gleich keineswegs gewisse Vorrechte gegen die Christen enthält vom Magistrat eingereicht worden und erfolgt anbey.] VII. Der grösste (?!) Theil der Einwohner besteht aus Juden, daher auch aller Handel und alle Professionen von Juden betrieben werden. [Vor 4 Jahren etablirte sich dort ein Material Händler man hat seiner Etablirung nichts entgegengesetzt, er ist aber bereits in Concours gerathen, und lässt sich daraus vermuthen, dass die Juden gegen das Etablissement christlicher Krämer nichts einzuwenden haben mögen.] VII. Es ist sogar dem Bürger Czarnecki [im vorigen Sommer] vom dasigen Bürgermeister verbothen worden, kein anderes Vieh als Schweine zu schlachten, weil wegen des übrigen Viehschlachtens die Juden eine grosse Summe an die Grundherrschaft bezahlen, und also auch bey ihren Vorrechten geschützt werden müssten. [Die Judenschaft hat sich gegen die Bedrückung der Grundherrschaft beschwert; weshalb die Untersuchung vor sich gehet.] 13, Pogorzell („jetzt Porgorzela" 820 Christen, 6 Juden). IV. ff. Es wohnen allhier nur 2 jüdische Familien, wovon der eine ein Schneider ist [der schon längst von hier fortgegangen wäre, wenn er nicht mit der Herrschaft im Prozesse stünde], der andre aber die herrschaftliche Brennerey in Pacht hat. Es kann also über die wechselseitigen Gerechtsame und deren Beobachtung auch weiter nichts gesagt werden. 14. Rawicz (6188 Christen, 948 Juden). II. *a. Alexander Nicolaus von Sternberg Koska (d. d. Goerchen 8. Juni) 16481) und *b. Johann Bnin Opalinski (Storchnest 9. April) 1674.1) III. Es sind diese Privilegia so wohl tacite als auch durch die den Juden [von Johann Kasimir Sapieha-Rawicz 14. August 1719 und von Peter Sapieha-Kozmin 7. Mai 1731] ertheilte Privilegia expresse auf- ) of. Warschauer S. 208. Als Originalpergamente, a, auch im Grodauszug erhalten.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.