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Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden · 1913-01-01 · 4 (1913) · p. Seite 73

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Journal
Mitteilungen des Gesamtarchivs der Deutschen Juden
Volume
4 (1913)
Article
Generaltableau betreffend die wechselseitigen Gerechtsame und Privilegie der Christen und Juden in den Städten des Königl. Posenschen Camme Departements
Date
1913-01-01
Page
Seite 73 (sequence 3)
Language
German
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— 73 — VI. Gegen die Rechtsgültigkeit dieser Privilegia lässt sich nichts sagen, vielmehr sind sie von der Art, dass ihre rechtliche Authenticitaet jederzeit erwiesen werden kann. VII. Bis zur Besitznahme haben die Juden die ihnen laut Privilegiis eingeräumten Freyheiten und Gerechtsame stets ausgeübt. 2. Schwerin (1917 Christen, 738 Juden). II. König Sigismund 1520.1) III. Ja. Durch einen Vergleich zwischen der Stadt und Judenschaft ist der § die Exmission der Juden betreffend wieder aufgehoben, und solches vom König August auch confirmirt worden.2) IV. Das Tuchmacher Privilegium3) verbietet den Juden alles Tuchmachen, desgleichen den Tuch und Boy Schnitt und das Hausiren mit solchen Waaren in der Stadt und auf dem Lande. Das Schuhmacher Gewerk hat vom König Stanislavo 1765 ein Privilegium4), worin denen Juden das Aufkaufen der Leder in den Strassen der Stadt verboten ist. Das Kürschner Privilegium5) verbietet den Juden und nicht-zünftigen Christen den Handel mit nicht verarbeiteten Kürschner Waaren in und ausserhalb der Starostey Meseritz. So lauten auch die Privilegia der Fleischer, Schneider, Bäcker und Schmiede. [Nach dem Privilegio der Fleischhauer6) wird den Juden aller einer Geschichte der Stadt Meseritz I." (Programm des Tremessener Progymnasiums, 1^75) S. 9 wiedergibt. Vgl. auch Wuttke a. a. O. S. 379. x) 3. Dezember 1520, gleichlautend mit der Meseritzer Urkunde vom selben Datum; lat. Abschr. in A VIII 24 fol. 17. Abgedruckt bei J. Szastecki, Urkundliches zur Geschichte der Stadt Schwerin an der Warthe (Programm der städtischen höheren Knabenschule, Schwerin 1883) S. 7. Vgl. auch ebenda S. 5. 2) Vergleich vom 7. Januar 1641, bestätigt am 20. XII. 1642 von Wladislaus IV. Abdruck nach einer etwas späteren deutschen Abschrift bei Szastecki S. 13—17. Das Original, durchweg polnisch, auf Pergament, mit grossem Siegel und mit der Unterschrift Wladislaus IV. befindet sich im Besitz der jüdischen Gemeinde. Vgl. Szastecki S. 5. Der Vergleich selbst war urpsrünglich deutsch geschrieben, deutsche Abschriften finden sich in A VIII 5 fol. 55/58, ferner in A VIII 24 fol. 25/27 mit Approbationen Johann Sobieskis von 1677 und August II. von 1717. Dort auch ein Abänderungszusatz vom 2. IX. 1664 u. im Aktenstück: General-Directorium: Südpreussen Tit. LXXII Nr. 1444, Angelegenheiten der Juden von Schwerin, sogar zweimal. 3) Tuchmachergewerks-Punktationen § 4, deutsch in A VIII 24 fol. 18. 4) Schuhmacherprivileg vom 4. X. 1765, lat. Abschr. im Transsumpt einer Urkunde vom 11. I. 1637, A VIII 24 fol. 19/19 d. 5) Kürschnergewerks-Willkühr vom 10. II. 1728 § 13, deutsch in A VIII 24 fol. 20. 6) Fleischerprivileg vom 6.1.1636 § 43, deutsch in der Konfirmation des Magistrat* vom 3. I. 1714 in A VIII 24 fol. 21.

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